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John Woo

John Woo (chin. 吳宇森 / 吴宇森, Wú Yǔsēn; * 1. Mai 1946 in Guangzhou) ist ein in Hongkong aufgewachsener Regisseur. Woo ist unter anderem auch als Filmproduzent tätig und gilt als einer der wichtigsten Protagonisten des Hongkong-Kinos.

Inhaltsverzeichnis

Leben und Werk

Seine bekanntesten Markenzeichen aus der HK-Filmära in den 1980ern sind u. a. der Akimbo-Stil in den Kämpfen, eine als Stilmittel (ohne Bezug zur Story) ins Bild gebrachte weiße Taube sowie die häufige Zusammenarbeit mit Schauspieler Chow Yun-Fat, mit dem er seine größten Erfolge mit „A Better Tomorrow“ Teil 1 und 2, „The Killer“ und vor allem „Hard-Boiled“ feierte. Letzterer bedeutete für beide die Eintrittskarte nach Hollywood, wo beide bis heute regelmäßig arbeiten. Mit „Harte Ziele“ gab Woo sein Debüt in Hollywood. 2007 ist auch ein Videospiel namens „Stranglehold“ veröffentlicht worden, welches die Geschichte von „Hard-Boiled“ weiterstrickt und an welchem John Woo und Chow Yun-Fat maßgebend beteiligt waren. John Woo gründete quasi im Alleingang das Subgenre des „Heroic Bloodshed“, was als heroisches Blutvergießen den Inhalt seiner melodramatischen Actionfilme gut beschreibt. Seine von Sam Peckinpah abgeschauten Zeitlupen- und Schnitttechniken sind inzwischen in Mainstream-Filmen aus den USA oft kopiert worden. Seines Stils wegen gilt er als „Mozart der Zerstörung“, der Actionszenen auch gelegentlich parallel mit sechs Kameras aufzeichnet, um einen bestmöglichen Effekt beim Schnitt erzielen zu können.

Er selbst ist Protestant und nach eigener Aussage ein friedliebender Pazifist. Seine Gewaltorgien sieht er als Ausdruck extremer Gefühlswelten, deren realitätsferne Ästhetik keinerlei Bezug zum Waffen-Fetischismus des einschlägig bekannten Gewaltkinos erkennen lässt.

Auszeichnungen

Filmografie

Literatur

Personendaten
Woo, John
Wú Yǔsēn (Pinyin)
Regisseur und Filmproduzent
1. Mai 1946
Guangzhou, Republik China