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U 100 (Kriegsmarine)

U 100
(vorheriges/nächstesalle U-Boote)
Typ:

VII B

Feldpostnummer:

M 01 800

Werft:

Krupp Germaniawerft Kiel

Bauauftrag:

15. Dezember 1937

Baunummer:

595

Kiellegung:

22. Mai 1939

Stapellauf:

10. April 1940

Indienststellung:

30. Mai 1940

Kommandanten:
Einsätze:
  • 6 Feindfahrten
Versenkungen:
  • 26 Handelsschiffe (137.819 BRT), 3 Schiffe beschädigt (15.111 BRT)
Verbleib: 17. März 1941 im Nordatlantik versenkt

U 100 war ein deutsches U-Boot vom Typ VII B, das im Zweiten Weltkrieg von der deutschen Kriegsmarine eingesetzt wurde.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Der Auftrag für das Boot wurde am 15. Dezember 1937 an die Germaniawerft in Kiel vergeben. Die Kiellegung erfolgte am 11. Mai 1939, der Stapellauf am 10. April 1940, die Indienststellung unter Kapitänleutnant Joachim Schepke fand schließlich am 30. Mai 1940 statt.

Das Boot gehörte nach seiner Indienststellung am 30. Mai 1940 bis zum August 1940 als Ausbildungsboot zur 7. U-Flottille in Kiel. Nach seiner Ausbildungszeit, gehörte es vom August 1940 bis zu seiner Versenkung am 17. März 1941 als Frontboot zur 7. U-Flottille in St. Nazaire.

U 100 unternahm während seiner Dienstzeit sechs Feindfahrten, auf der 26 Schiffe mit 137.819 BRT versenkt und drei Schiffe mit 15.111 BRT beschädigt werden konnten.

Joachim Schepke war einer der erfolgreichsten deutschen U-Boot-Kommandanten des zweiten Weltkriegs, wobei er jedoch alle seine Erfolge in der sogenannten "Glücklichen Zeit" des U-Boot-Kriegs erzielte, als die U-Boot-Abwehrmaßnahmen der alliierten Streitkräfte noch nicht weit entwickelt waren. Er machte auf U 100 insgesamt sechs Feindfahrten.

Einsatzstatistik

Erste Feindfahrt

Das Boot lief am 9. August 1940 um 16.00 Uhr von Kiel aus, und lief am 1. September 1940 um 18.50 Uhr in Lorient ein. Auf dieser 23 Tage dauernden und 3.888 sm über und 161 sm unter Wasser langen Unternehmung in den Nordatlantik und dem Nordkanal, wurden sechs Schiffe mit 25.812 BRT versenkt und ein Schiff mit 5.498 BRT beschädigt.

Zweite Feindfahrt

Das Boot lief am 11. September 1940 um 13.00 Uhr von Lorient aus, und lief am 25. September 1940 um 10.45 Uhr wieder dort ein. Auf dieser 14 Tage dauernden und 3.074 sm über und 34 sm unter Wasser langen Unternehmung in den Nordatlantik sowie westlich des Nordkanals und Irlands, wurden sieben Schiffe mit 50.340 BRT versenkt.

Dritte Feindfahrt

Das Boot lief am 12. Oktober 1940 um 14.00 Uhr von Lorient aus, und lief am 23. Oktober 1940 um 11.20 Uhr wieder dort ein. Auf dieser elf Tage dauernden und 2.610 sm über und 25 sm unter Wasser langen Unternehmung in den Nordatlantik sowie westlich des Nordkanals und Irlands, wurden drei Schiffe mit 19.900 BRT versenkt und drei Schiffe mit 11.731 BRT beschädigt.

Vierte Feindfahrt

Das Boot lief am 7. November 1940 um 11.30 Uhr von Lorient aus, und lief am 27. November 1940 um 15.30 Uhr wieder dort ein. Auf dieser 20 Tage dauernden und 3.046 sm über und 115 sm unter Wasser langen Unternehmung in den Nordatlantik sowie westlich des Nordkanals und Irlands, wurden sieben Schiffe mit 24.601 BRT versenkt.

Fünfte Unternehmung

Das Boot lief am 2. Dezember 1940 um 17.30 Uhr von Lorient aus, und lief am 1. Januar 1941 in Kiel ein. Auf dieser 26 Tage dauernden und 4.042 sm über und 182 sm unter Wasser langen Unternehmung in den Nordatlantik und westlich von Irland, wurden drei Schiffe mit 17.166 BRT versenkt.

Sechste Feindfahrt

Das Boot lief am 9. März 1941 von Kiel aus, und wurde am 17. März 1941 versenkt. Auf dieser acht Tage dauernden Unternehmung in den Nordatlantik, südöstlich von Island, wurden keine Schiffe versenkt oder beschädigt.

Verbleib

In der Nacht vom 16. auf den 17. März 1941 wurde U 100 im Nordatlantik südwestlich von Island, nach einem erfolgreichen Angriff auf den Konvoi HX-112, von den Zerstörern HMS Walker und HMS Vanoc durch Wasserbomben schwer beschädigt. Schepke ließ das Boot auftauchen und versuchte bei schlechtem Wetter zu entkommen. Die HMS Vanoc ortete das Boot mit Radar und rammte es. Schepke wurde dabei zwischen dem Schanzkleid des Turms und dem Sehrohrsockel eingeklemmt und getötet. Das Boot ging kurz danach auf der Position 61° 4' Nord, 11° 30' West im Marine-Planquadrat AE 8986 unter. Es gab 38 Tote und sechs Überlebende.

U 100 war das erste U-Boot überhaupt, das erfolgreich durch Radar geortet und dann versenkt wurde.

Literatur

Siehe auch