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Tal der Ahnungslosen

Tal der Ahnungslosen war eine satirische Bezeichnung für eine Region im Südosten der DDR im ehemaligen Bezirk Dresden, in der UKW-Radio- und Fernsehübertragungen aus der damaligen Bundesrepublik Deutschland (in der DDR umgangssprachlich „Westfernsehen“ genannt) auch mit großem Aufwand nicht terrestrisch empfangen werden konnten. Das Westfernsehen galt als verlässlichere Quelle über Nachrichten und den Gang der kulturellen Zeitläufe, während man das Fernsehen der DDR in dieser Hinsicht als weniger zuverlässig weil ideologisch vorbelastet ansah. So konnte es dazu kommen, dass die Bewohner dieses Gebiets, das vom Westfernsehen nicht erreicht wurde, in der DDR unter der Hand als uninformiert galten.

Ausmaß des Gebiets

Der Begriff wird meistens mit dem Dresdner Elbtalkessel gleichgesetzt. Tatsächlich umfasste das „Tal der Ahnungslosen“ aber große Teile Ostsachsens, insbesondere auch weite Teile der Oberlausitz und Vorpommerns.

Ende der 1980er-Jahre wurden viele Plattenbaugebiete in Dresden und anderen Städten der Region über in Privatinitiative gebaute Kabelnetze zumindest mit Satellitensendern wie 3sat oder den neuen Privatsendern RTL, Sat.1 und Tele 5 versorgt.

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