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Jahrgang (Wein)

Ein Wein-Jahrgang ist die Gesamtheit aller Weine eines Vegetationszyklus, dessen Reifeperiode in das entsprechende Kalenderjahr fällt. Dabei ist es unerheblich, ob der Wein auch unter Angabe dieses Jahrgangs abgefüllt wird oder nicht. Auch für Weinbaugebiete, in denen der Großteil der Produktion ohne Jahrgangsangabe vermarktet wird, wie beispielsweise Champagner oder Portwein, sind Aussagen über die Qualität der Jahresproduktion sinnvoll.

Die genaue kalendarische Definition dient der korrekten Zuordnung nach Neujahr gelesener Weine, wie mancher Eisweine. Auf der Südhalbkugel erzeugte Weine haben entsprechend ein halbes Jahr „Vorsprung“ vor denen der Nordhalbkugel.

Die meisten Weine sind Jahrgangsweine, d. h. das Traubengut, aus dem sie gemacht sind, stammt aus einem einzigen Vegetationszyklus. Dabei ist allerdings anzumerken, dass in vielen Regionen ein geringer Zusatz von Wein eines anderen als des angegebenen Jahrgangs zulässig ist, ohne dass dies auf dem Etikett vermerkt werden muss.

Der älteste dokumentierte Jahrgang ist ein Falerner aus dem Jahr 121 v. Christus.

Inhaltsverzeichnis

Jahrgangslose Weine

Die Nennung des Jahrgangs ist in der EU nur bei Qualitäts- und Landweinen zulässig, nicht jedoch bei Tafelweinen. Bei billigen Markenweinen wird in der Regel ohnehin auf die Nennung eines Jahrgangs verzichtet, um dem Konsumenten ein stets identisches Produkt zu signalisieren.

Es gibt aber auch jahrgangslose Weine hoher Qualität: Sherry, Portweine der Qualitäten Tawny, Old Tawny und Vintage Character sowie Qualitäts-Schaumweine. Der Sherry wird nach dem Solera-Verfahren hergestellt, in dem während der Reifung fortlaufend Weine verschiedener Ernten verschnitten werden. Champagner und andere gute Schaumweine wie Crémants und Winzersekte werden zumeist durch Verschnitt von Weinen aus mehreren Jahren zu Cuvées gleich bleibender Art und Qualität zusammengestellt. Der Jahrgangs-Champagner stellt daher eine Ausnahme dar, obwohl in den letzten Jahren eine erhöhte Nachfrage nach Jahrgangs-Sekten und -Champagner festzustellen ist.

Auch wenn der Jahrgang nach wie vor wichtig ist, hat er doch nicht mehr die Bedeutung, wie er sie einst hatte. Die Weinqualität kann heute durch modernen Pflanzenschutz, akribische Qualitätsarbeit und moderne Kellertechnik mindestens so stark beeinflusst werden, wie durch das Wetter.

Jahrgänge im engeren Sinne

Im engeren Sinne ist ein Weinjahrgang die Gesamtheit aller unter Angabe des entsprechenden Jahres vermarkteten Weine eines Landes, einer Region oder auch nur eines Weingutes. Da dies für nahezu alle hochwertigen Weine zutrifft, konzentriert sich die Aufmerksamkeit der Fachwelt auf die Jahrgänge in diesem Sinne. Typischerweise bringen die meisten Rebsorten die besten Weine in den Regionen hervor, in denen sie nur unter Schwierigkeiten zur Reife gelangen. Der Witterungsverlauf der jeweiligen Vegetationsperiode spielt hierbei die entscheidende Rolle, und die Unterschiede im Endprodukt sind enorm – viel größer als bei den meisten anderen Agrarprodukten. Gerade darin, dass Qualitätsweine keine standardisierbaren Massenprodukte und Weinjahrgänge nicht reproduzierbar sind, liegt jedoch ihr Reiz für den Kenner. Dazu kommt, dass auch die spätere Reifung in der Flasche stark jahrgangsabhängig und nur bedingt prognostizierbar ist. Die Jahrgänge der Spitzenweine beschäftigen die Fachwelt über Jahrzehnte. Sogenannte Vertikalproben ein und desselben Weines dienen hierbei der Urteilsbildung.

Der Einfluss des Witterungsverlaufs

Neben der Arbeit des Winzers bestimmt der Witterungsverlauf, inwieweit der Wein eines Jahrgangs das der Rebsorte und Lage innewohnende Potenzial ausschöpfen kann. Folgende Faktoren sind dabei wichtig:

Ein früher Lesezeitpunkt ist hingegen kein Garant für eine hohe Qualität des Jahrgangs, wie 2003 gezeigt hat. Viele deutsche Weine sind aufgrund des hohen Alkoholgehaltes und der tiefen Säurewerte untypisch breit ausgefallen, und in manchen Regionen Frankreichs litten die Reben unter Trockenstress, so dass die Weine hart und unharmonisch ausfielen. Außerdem ist eine etwas langsamere Reifung der Aromabildung förderlich. Als Faustregel gilt, dass zwischen Blüte und Lese 100 Tage liegen.

Die Bedeutung der vorgenannten Faktoren variiert je nach Klimazone. Im kühleren Klima der nördlicheren Anbaugebiete Deutschlands ist ein warmer Sommer entscheidend, im Süden und Südwesten Frankreichs sind hingegen keine überdurchschnittlich heißen Sommer nötig. Hier kommt es vielmehr auf einen trockenen Herbst an, damit die Ernte nicht noch im letzten Moment verregnet, wie 1994 in Bordeaux geschehen. 1996 brachte dagegen ein schönes Herbstwetter nach einem kühlen August einen Spitzenjahrgang hervor.

Spitzenjahrgänge

Spitzenjahrgänge entstehen, wenn es der Witterungsverlauf den Reben ermöglicht, besonders ausdrucksstarke Weine hervorzubringen, die für das jeweilige Anbaugebiet mustergültig sind und überdurchschnittliches Reifepotenzial im Keller aufweisen.

Jahrgangstabellen die eine vergleichende Bewertung aufeinander folgender Jahrgänge von Weinbauländern oder Weinbaugebieten vornehmen, sind sehr beliebt. Tabellen die sich auf Länder beziehen haben aber nur eine beschränkte Aussagekraft. Ihr Problem liegt darin, dass weit verstreute Anbaugebiete unterschiedliche klimatische Bedingungen haben, aber über alle zusammengefasst betrachteten Gebiete nivelliert werden muss.

Deutschland

Als beste Riesling-Jahrgänge der jüngeren Zeit sind wohl 2005, 2001 und 1999 anzusehen. Für Rotweine brachte 2003 Weine von bislang noch nie erlebter Fülle, während viele Rieslinge untypisch breit ausfielen und so manche Grau- und Weißburgunder durch übermäßigen Alkoholgehalt geprägt sind.

Der aktuelle Jahrgang 2006 brachte mit einem verregneten Herbst eine geringe Ernte und häufig niedrige Qualitäten. Aber wie im Bordeaux konnten sich auch hier beispielsweise die Großen und Ersten Gewächse des VDP durch eine aufwendigere Kellertechnik von dem allgemeinen Trend abkoppeln.

2007 ein Spitzenjahrgang für weiß und rot. Hochreife Burgunder und sortentypische Rieslinge. Die Rotweine sind tanninreich und weisen eine enorme Langlebigkeit auf.

Als beste Jahrgänge des 20. Jahrhunderts gelten der 1921er, der 1959er und der 1976er Wein.

Frankreich

Bordeaux

2006

Der aktuelle Bordeaux-Jahrgang zeigt den Einfluss moderner Kellertechnik auf die Jahrgänge. Grand Cru-Weine werden immer wetterunabhänginger. Dort führt u.a. eine strenge Selektion der Trauben bei fallenden Erzeugermengen auch dann zu sehr hohen Ergebnissen, wenn wie 2006 ein Jahr klimatisch nicht optimal verläuft. Kleinere Weingüter dagegen zeigen sich sehr viel wetterabhängiger und fallen in den Ergebnissen und in den Bewertungen der Weinkritiker gegenüber 2005 ab. Die Bewertungen von Parker zu 2006 liegen denn bei den Grand Cru auch nur wenig unter dem des Vorjahrgangs, obwohl viele Kritiker den Jahrgang 2006 ähnlich wie den durchwachsenen 2004 einschätzen.

Mit dem aktuellen Jahrgang setzt sich bei den großen Weinen eine neue Preispolitik durch. Viele Güter haben zu Preisen verkauft, die analog zu den Bewertungen nur geringe Abschläge zu dem sehr viel höher eingeschätzten Jahrgang 2005 vorsehen.

2005

Die bordelaiser Weinwelt wartet zur Zeit mit Argusaugen auf die ersten größeren Verkostungsberichte zum aktuell cuvierten Wein aus 2005, der ganz groß zu werden verspricht: in vielen Gegenden von Bordeaux hat einfach alles gepasst bei den Witterungsbedingungen. Der sehr erfahrene deutsche Weinhändler Lobenberg vergab dem Bordeaux-Jahrgang 2005 noch nie dagewesene 99 Punkte. Die Subskription des 2005er verspricht ein heißes Rennen um die begehrtesten Weine zu werden. Jedoch werden auch äußerst hartnäckige Preisansagen erwartet; Fachleute schätzen die Kurs-Erwartungen bei den Premier Cru-Weinen auf über 300 Euro per Flasche. Noch weiter anziehen könnte das Preisniveau, wenn der "Weinpapst" Robert Parker einzelnen Weinen die Chance einräumen wird, später perfekt zu sein, mit der Ansage einer Spanne herauf bis zu vollen 100 Parker-Punkten.

Gute Weine von 1988 bis 2003

Im Médoc schält sich allmählich der 1996er als bester jüngerer Jahrgang heraus. Sehr gut sind auch der teuer gehandelte 2000er sowie 2001 und 1995. Als große Jahrgänge können 1990 und 1989 gelten. Der 1988er ist schwieriger einzuschätzen. Er ist zweifellos besonders langlebig und wirkt stets vergleichsweise jung. In Saint-Émilion und Pomerol sind 1998 und 1995 höher einzustufen als 2000 und 2001. Davor ragen 1989 und 1990 heraus. In Sauternes steht wohl 2001 an der Spitze, aber auch 2003 und 1996 sind hervorragend. Grandios ist die Trilogie 1988, 1989 und 1990.

„Kleinere“ und „mittlere“ Jahrgänge 1984 bis 2004

Die Weine des Jahres 2004 gelten als relativ schwach. Der heiße und trockene Sommer 2003 hat sehr konzentrierte, aber untypische Weine hervorgebracht, deren weitere Entwicklung abzuwarten ist. 2002 war ein Jahrgang des Cabernet, der von einem schönen Nachsommer profitierte. Daher ist er im Médoc recht gut, in Saint-Émilion und Pomerol aber nur mäßig ausgefallen. Beim 1999er verhält es sich umgekehrt. Den oft großen 1998ern auf dem „Rechten Ufer“ (Pomerol und Saint-Émilion) stehen recht tanninstramme Weine auf dem „linken Ufer“ (Medoc) gegenüber, die lange werden reifen müssen. Der ordentliche Jahrgang 1997 ist nunmehr schon reif und meist sehr schön zu kosten, wenn auch kein großer Jahrgang. 1994 ist etwas kritisch und sehr durchwachsen; hier zeigen sich große Unterschiede zwischen den Appellationen und auch einzelnen Weingütern; eine Enzyklopädie kann hier kaum Rat geben. Die Weine des Jahres 1993 sind recht ähnlich dem 1997er Jahr, wenn auch weiter in der Entwicklung. Kleinere Weine aus 93 bauen bereits leicht ab, wenn sie auch nicht sofort getrunken werden müssen. Ähnliches gilt auch für 1992, dessen Weine straffer sind als im Nachfolgejahr. 1991 wird sehr oft vollkommen falsch eingeschätzt und krass unterbewertet; dieses Jahr war durchaus gut geworden bei den hochwertig arbeitenden Weingütern, steht aber sehr zu unrecht komplett im Schatten des exzellenten Vorgängerjahres 1990. Mittlerweile sind Grand Crus aus 1991 oft ein positiv überraschendes Erlebnis. Vor dem "Trilogie-Startjahr" 1988 sind die Jahrgänge 1987 und 1984 zumeist als Ausfälle gewertet; nichts Großes ist aus diesen Jahren bekanntgeworden. Jedoch ist nicht auszuschließen, dass es von den hochklassigen Gütern noch interessanten Wein aus 1987 gibt.

Ältere große Jahrgänge

Unter den älteren Jahrgängen steht neben den immer noch sehr tanninreichen und oft noch reifen müssenden Weinen aus 1986 vor allem der 1982er Wein in hohen Ehren, auch aufgrund der Promotion, die der Weinkritiker Robert Parker ihm zugute kommen ließ. Nicht zu verachten sind die Nachbarjahre 1981 und 1983, auch der 1985er steht oft zu unrecht im Schatten der berühmten 82er und 86er. Zu dem exzellenten Jahrgang 1975 gilt ungefähr das Gleiche wie zu 1986, dass manch richtig großer Wein aus der Grand Cru-Liga seine Reifung auch nach über 30 Jahren noch nicht beendet zu haben scheint und Abwarten verlangt. Weine aus den ehedem grandiosen Jahren 1961, 1959, 1955, 1947 und insbesondere 1945 sind mittlerweile ein gewisses Glücksspiel um nicht selten sehr viel Geld geworden. Denn sowohl die einwandfreie, unbewegte Lagerung aus kühlem, feuchtem Keller als auch der Füllstand, als auch leider die Originalität bei den eminent teuer gewordenen Ultra-Weinen jener Jahre sind mittlerweile sehr erhebliche Risikofaktoren geworden. Unter den Liebhabern uralter Weine genießen noch weitere Jahrgänge, wie die 1928er und 1929er, und das legendäre Jahrgangspaar 1899 und 1900 tiefe Verehrung.

Ein Spiel fast jenseits der Wirklichkeit sind noch die Versuche, renommiert gute, trinkbare Weine aus hervorragenden Jahren vor der Reblaus-Katastrophe aufzutreiben, im Bordelais die Weine vor 1875, von denen die alten Väter bedauernd sagten, niemals mehr werde es ohne die originalen Wurzeln nun noch solche grandiosen Weine geben können. Für die damaligen Spitzengewächse z. B. eines 1870er Château Lafite-Rothschild werden gelegentlich fünfstellige Preise ausgerufen.

Generelle Einschätzungen

Unter Weinliebhabern der Bordelaiser Weine gibt es zur "Jahrgangs-Frage" zwei nahezu diametrale Fraktionen. Die eine schwört zunächst unabhängig von den Jahrgängen auf ihre Lieblingsweingüter, vor allem im teuren Grand Cru-Bereich der Deuxieme und Premier Crus. Die Anhänger dieser Fraktion sind bereit, gestaffelt nach Jahrgangsqualitäten hohe Preise zu zahlen. Sie werden von anderen Weinkennern auch abfällig als „Etikettentrinker“ betitelt.

Die andere Fraktion schielt mehr nach den wirklich guten Jahren. Um preiswerter an guten Wein zu kommen, werden von ihnen anstelle der ganz großen Namen eher die Weine „kleinerer“ Güter aus prachtvollen Jahrgängen bevorzugt. Behauptet wird in dieser Fraktion, man trinke lieber Wein eines kleineren Gutes aus exzellentem Jahr als die subjektiv überteuert erscheinenden Weine der „großen“ Namen aus nur mäßigen Jahren.

Wenn man sich auf die Arbeitsweise und das oft wiedererkennbare Geschmacksprofil einzelner Weingüter einstellt, so kann man erstaunliche Beobachtungen machen, die oft an der Rebsorten-Zusammensetzung liegen: Ein Premier Cru-Gut wie Mouton ist in exzellenten Jahren befähigt, phantastische Weine hereinzufahren und zu stolzen Preisen zu vermarkten. In schwächeren Jahren fällt die Qualität speziell bei diesem Gut deutlich ab, was teils am Nicht-Verwenden sehr würziger, jedoch spätreifender Rebsorten wie Cabernet Franc liegt. Der Wein ist dann zwar deutlich preiswerter, aber es gibt Kenner, die mit gewissem Recht behaupten, er sei dennoch nicht preiswert genug, um den Qualitätsabfall zu kompensieren.

Sehr viele Weingüter variieren mit den Mengenverhältnissen zwischen Großem Wein und dem Zweitwein: in schwächeren Jahren wird dennoch ein hervorragender Erstwein gefertigt, wenn auch nur in kleinen Mengen aus den allerbesten Partien. Die großen Mengen gehen dann alternativ eben in den Zweitwein. So hält es z. B. das Château Léoville-las-Cases.

Im extremen Fall gibt es Weingüter, die in schlechten Jahrgängen komplett darauf verzichten, Wein dieses Jahres überhaupt unter ihrem Namen in den Handel zu bringen. Entweder werden die Trauben zu vergleichsweise niedrigen Preisen an Großhändler verkauft, die damit andere Weinpartien aufbessern, oder es wird zwar Wein gekeltert, dieser jedoch unter einem anderen, preiswerteren Markennamen in Verkehr gebracht, unter Meidung der Namensverwendung des Großen Weines, des „Grand Vin“. Das Sauternes-Weingut Château d’Yquem zählt hierzu, und einige der „Garagen“-Weingüter von Pomerol und Saint-Émilion, z. B. Le Pin. Aus nicht genügend süßen Trauben wird auf Yquem dann anstelle des Süßweines alternativ der hochklassige trockene Weißwein „Y“ (sprich: Igrek) gefertigt.

Burgund

Die Rotweine der Côte de Beaune und Côte de Nuits fielen 1996 und 1990 überragend aus. Hervorragend sind aber auch 2003, 1999, 1995 und 1993 sowie 1989 und 1988. Die Qualität der Weißweine ist nicht unbedingt identisch, hier bilden 1996 und 1992 die Spitze. Der Jahrgang 2005 gilt als ähnlich wertvoll wie das selbe Jahr im Bordeaux.

Rhône

Für die Syrah-Weine von Côte-Rôtie und Hermitage im Norden des Rhônetals gelten 1998 und 1990 als beste Jahrgänge, gefolgt von 1995 und 1989 sowie 2003. In Châteauneuf-du-Pape und den übrigen südlichen Appellationen ist 1998 exemplarisch ausgefallen, aber auch 2001, 2000 und 1995 sind sehr gut. 1990 und 1989 waren wie fast überall in Frankreich auch hier hervorragend.

Spanien

Rioja

Im spanischen Weinbaugebiet Rioja werden die Jahrgänge von der Regulierungsbehörde offiziell nach ihrer Qualität klassifiziert, ein für den Weinliebhaber sehr praktisches Verfahren. Es gibt fünf Qualitätsstufen:

Unterdurchschnittlich – Durchschnittlich – Gut – Sehr Gut – Ausgezeichnet

Jahrgänge mit dem Prädikat „Ausgezeichnet“ waren in der jüngeren Vergangenheit die Jahre 2004, 2001, 1995, 1994. Diese Weine sind ohne weiteres schon bzw. noch im Handel erhältlich.

Der 1994 wurde seinerzeit als „Jahrhundertjahrgang“ gepriesen, wurde dann aber zur Überraschung der Weinwelt unmittelbar vom ebenso guten 1995 gefolgt. Trotz der gleichen Einstufung unterscheiden sich die Weine der beiden Jahrgänge jedoch deutlich im Charakter. Während der 1994er eher kantig wirkt und daher von einer längeren Lagerung profitieren sollte, ist der 1995er insgesamt schon jetzt gefälliger und als ohne weiteres trinkreif zu bezeichnen (diese Aussagen beziehen sich vornehmlich auf Gran Reservas).