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Studiengang Gartenbau

Den Studiengang Gartenbau kann man in Deutschland an Fachhochschulen und an Universitäten studieren. Das Studium des Gartenbaus vermittelt primär Kenntnisse über den Anbau und die Produktion gartenbaulicher Produkte wie Zierpflanzen, Gemüse, Obst oder Gehölze. Weitere Bestandteile des Gartenbaustudiums können variieren, beinhalten aber in der Regel ergänzende Studieninhalte wie Pflanzenschutz, Düngung, Betriebswirtschaft oder Gartenbautechnik.

Je nach Wahl des Hochschultyps ist ein Gartenbaustudium eher praxisorientiert oder eher theorieorientiert. Auch gibt es Unterschiede hinsichtlich der Voraussetzungen für das Studium wie z.B. bei dem Praxisnachweis vor Beginn des Studiums oder den Zugangsvoraussetzungen (Numerus Clausus, NC).

Der Studiengang schließt mit dem akademischen Grad Diplom-Ingenieur (Dipl.-Ing.) bzw. Diplom Agraringenieur (Dipl.-Ing. agr.) ab. Durch die Angleichung der Studienabschlüsse innerhalb der EU nach der Bologna-Erklärung 1999 werden diese Studienabschlüsse im Studiengang Gartenbau durch den ersten berufsqualifizierenden Studienabschluss Bachelor (Bsc.) und - im Rahmen eines Aufbaustudiums - den Abschluss als Master (MSc.) ersetzt.


Inhaltsverzeichnis

Allgemeine Zulassungsvoraussetzungen

Voraussetzung für das Studium an einer Universität ist die allgemeine Hochschulreife (Abitur). An einer Fachhochschule (FH) kann man studieren, wenn man die Hochschulreife, die Fachhochschulreife oder die fachgebundene Hochschulreife besitzt. Es gibt zusätzliche Ausnahmeregelungen, die von den jeweiligen Bundesländern abhängig sind.

Entscheidet man sich für die Universität, sollte man Interesse an ein wissenschaftlich ausgerichtetes Studium haben. Das Studium an der Fachhochschule weist dagegen einen deutlich höheren Praxisbezug auf. Die Fachhochschulen verlangen deshalb vor Studienbeginn ein Vorpraktikum, welches in Gartenbaubetrieben und anderen geeigneten Praktikumsstellen des Berufsfeldes abgeleistet werden kann.

Eine abgeschlossene Berufsausbildung im Berufsfeld Gartenbau ersetzt das Vorpraktikum. Verwandte Ausbildungsberufe wie z. B. Garten- und Landschaftsbau oder Floristik werden in der Regel teilweise anerkannt. Weitere Einzelheiten über das Vorpraktikum sind den jeweiligen Praktikumsordnungen der Fachhochschulen zu entnehmen.

Tätigkeitsbereiche nach dem Studium

für FH- Absolventen

¨ Übernahme von Leitungsfunktionen in großen Gartenbauunternehmen, in Betrieben von Städten und Gemeinden sowie in Friedhofsverwaltungen.

¨ Versuchsleiter in Instituten, Berater im öffentlichen Dienst, der Industrie und im Pflanzenschutz.

¨ Weitere Arbeitsmöglichkeiten bestehen bei Vermarktungs- und Absatzeinrichtungen sowie bei Verbänden, Versicherungen oder Fachverlagen.


für Absolventen von der Universität

¨ Tätigkeiten im höheren Verwaltungsdienst bei Behörden, Selbstverwaltungskörperschaften und Organisationen des Berufsstandes, als Berater im öffentlichen Dienst und in der Industrie

¨ Um als Lehrer an gartenbaulichen Schulen zu unterrichten, ist eine zusätzliche pädagogische Ausbildung erforderlich.

¨ Um in Forschung und Lehre als Wissenschaftler tätig zu sein, wird meist die zusätzliche Qualifikation durch Promotion bzw. Habilitation erforderlich.

Einige weitere Berufsmöglichkeiten:

Berater im Gartencenter

Geschäftsführer in Gartenbaubetrieben

Betriebsleiter

Technischer Leiter z.B. im Botanischen Garten

Fachberater

Arbeiter in der Forschung

Außendienstmitarbeiter

Berater im öffentlichen Dienst

Hochschulstandorte in Deutschland

Fachhochschule

Universität


Welche Art des Studiengangs gibt es an welcher Hochschule?

Hochschule Art des Studiengangs Regelstudiendauer (Semester)
FH Weihenstephan Diplom 8
TFH Berlin Bachelor + Master 6 + 4
FH Erfurt Diplom 8
(ab WS 06/07) Bachelor + Master 6 + 4
FH Osnabrück Bachelor + Master 6 + 4
(ab WS 06/07) Bachelor + Master 6 + 4
FH Wiesbaden Bachelor + Master 7 + 3
Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (FH) Diplom 8
HU Berlin Bachelor + Master 6 + 4
Uni Hannover Bachelor + Master 6 + 4
TU München Bachelor + Master 6 + 3

Ansprechpartner der Hochschulen

Hochschule Ansprechpartner Kontakt
FH Weihenstephan Prof. Dr. V. Henning Tel.: 08161/714570 volker.henning@fh-weihenstephan.de
TFH Berlin Prof. Dr. Renate Böhm Tel.:(030)4504-2080 boehm@tfh-berlin.de
FH Erfurt Studienfachberater und Praktikantenamtsleiter dercks@fh-erfurt.de
FH Osnabrück Prof. Dr. Andreas Bettin Tel.:0541/969-5061
FH Wiesbaden Dipl.-Ing. Martin Bahmann M.Bahmann@fbg.fh-wiesbaden.de
FH Dresden Prof. Dr. F.-G. Schröder Telefon: 0351 / 462-2616 schroeder@pillnitz.htw-dresden.de
HU Berlin Allgemeine Studienberatung Tel.: 2093-1551
Uni Hannover Prof. Hans-Jürgen Tantau Tel.:+49 511.762 - 2647 tantau@bgt.uni-hannover.de
TU München Dr. Ludwig Meggendorfer ludwig.meggendorfer@wzw.tum.de

Vorpraktikum

Die Uni Hannover empfiehlt ein Vorpraktikum von 1 Jahr, darum erscheint sie nicht im Diagramm. Das Vorpraktikum wird in Hannover nur für das Referendat empfohlen!


Praxissemester


Einige beschriebene Hochschulen

FH Weihenstephan

Studienaufbau
1./2. Semester Grundstudium
3. Semester 1. Praxissemester
4./5. Semester Hauptstudium I
6. Semester 2. Praxissemester
7./8. Semester Hauptstudium II


Vor Beginn des Studiums muss eine praktische Vorbildung nachgewiesen werden. Diese liegt vor, bei Abschluss einer Fachoberschule für Technik bzw. Agrarwirtschaft oder bei einer fachpraktischen Ausbildung in den Bereichen Technik bzw. Agrarwirtschaft oder einem sechswöchigem Vorpraktikum in einem Gartenbaubetrieb.

Beschreibung des Studiengangs

Im Grundstudium wird Grundlagenwissen vermittelt. Es soll eine Basis für eigene, kreative Lösungen geschaffen werden. Das erworbene Fachwissen soll dann im 1. Praxissemester angewandt werden, wobei man praktische Grundkenntnisse im Gartenbau kennenlernt. Im Hauptstudium I werden Kenntnisse aller Fachgebiete des Gartenbaus vermittelt, sodass ein Basiswissen erreicht wird. Auf dieses wird im Hauptstudium aufgebaut. Zuvor sollen die fachspezifischen Kenntnisse aber im 2. Praxissemester der ingenieurmäßigen Anwendung dienen. Im Hauptstudium II können die Studierenden verschiedene Schwerpunkte wählen. In diesen Schwerpunkten erfolgt eine Vertiefung. Allgemeinwissenschaftliche Fächer aus anderen Bereichen müssen in einem vorgegebenen Umfang besucht werden. "Den Abschluss des Studiums bildet die Diplomarbeit, in welcher der Nachweis der ingenieurgerechten Bearbeitung eines Fachthemas erbracht wird."

Technische Fachhochschule Berlin

Vor Beginn des Studiums muss ein 13wöchiges Praktikum durchgeführt werden. Davon sind 8 Wochen vor Studienaufnahme zu absolvieren. Die restlichen Wochen müssen bis zum Ende des dritten Semesters abgeleistet werden. Für das Praktikum eignen sich Betriebe im Gartenbau oder in anderen Dienstleistungsbetrieben dieser Branche. Bewerber mit einer landwirtschaftlichen Ausbildung oder einem Freiwilligen Ökologischem Jahr im "grünen Bereich" können vom Vorpraktikum befreit werden. Die Aufnahme ist nur zu Beginn des jeweiligen Wintersemesters möglich.

Beschreibung des Studiengangs

Das Studium umfasst 6 Fachsemester (4. Semester: Praxisphase, 6. Semester: Abschluss-arbeit). Die große Auswahl an Fächern insbesondere im 5. und 6. Fachsemester erlaubt eine individuelle Gestaltung des Studiums, ohne sich zu früh festlegen zu müssen. Es werden Wahlmodule aus dem Bereichen Pflanzenproduktion sowie Dienstleistungen und Handel angeboten. In der 2004 neu errichteten Gewächshausanlage bestehen hervorragende praktische Arbeits- und Forschungsmöglichkeiten für die Studierenden. Man schließt diesen Studiengang als „Bachelor of Science Gartenbau/Horticulture“ ab. Nach erfolgreichem Abschluss besteht die Möglichkeit ein viersemestriges Master-Studium Urbanes Pflanzen- und Freiraummanagement/Urban Horticulture and Landscape Management anzuschließen.


Quelle: Flyer der TFH Berlin

FH Erfurt

Zulassung

Alle Bewerber und Bewerberinnen, welche die Zugangsvoraussetzungen erfüllen, können sich bis zum Beginn des jeweiligen Wintersemesters bewerben und eingeschrieben werden, da der Studiengang Gartenbau keiner Zulassungsbeschränkung unterliegt. „Ein Studienbeginn ist nur zum jeweiligen Wintersemester möglich.“

Vorpraktikum

Zur Aufnahme eines Gartenbaustudiums, an der FH Erfurt, ist ein Vorpraktikum von mindestens 3 Monaten oder eine abgeschlossene gärtnerische Berufsausbildung Voraus-setzung. Die Durchführung des Vorpraktikums ist durch eine Bescheinigung des Aus-bildungsbetriebes nachzuweisen.

Studienprogramm

Das Studienprogramm des Studiengangs Gartenbau sieht wie folgt aus: Im Grundstudium, den ersten vier Semestern, werden allgemeine Grundlagenfächer wie Botanik, allgemeine Wirtschaftslehre und Biometrie gelehrt. Weiterhin werden garten-bauliche Grundlagen vermittelt. Im Hauptstudium, ab dem 5. Semester bis zum 8. Semester, werden die Grundlagenfächer vertieft. „Im Rahmen einer Spezialisierung können die Studenten aus den angebotenen gartenbaulichen Fächern sechs Schwerpunkte wählen.“

Zu den Schwerpunkten zählen:

Ø Baumschule Ø Gemüsebau Ø Zierpflanzenbau Ø Dienstleistungsgartenbau Ø Pflanzenernährung Ø Phytomedizin Ø Versuchswesen Ø Gartenbautechnik Ø Ökonomie Ø Züchtung

Im Studium werden zahlreiche Wahlpflichtfächer angeboten, die die Studenten frei wählen können. Sie umfassen einem Mindestumfang von 18 Semesterwochenstunden (SWS).

Wichtig im Studium ist, neben der Wissensvermittlung, der Praxisbezug. Ebenfalls von großer Bedeutung ist das Erkennen von Zusammenhängen, deshalb finden im gesamten Studium Exkursionen in Praxisbetriebe statt. Die Studenten führen selbstständig Projekte durch.

„Im 7.Semester findet das Betriebsplanungsseminar statt. Planungsobjekte sind vielfach existierende Betriebe, so dass die Ergebnisse der Gruppenarbeit direkt Eingang in die gärtnerische Praxis finden. Im Planungsseminar werden komplexe Probleme interdiszipli- när bearbeitet.“

Zur Vorbereitung auf die Diplomprüfung wird eine Studienarbeit, mit einem frei zu wählen-dem Thema, geschrieben. Das Thema der Studienarbeit wird unter Betreuung eines Hoch-schullehrers durchgeführt. Die Studienarbeit sollte bis zu Beginn des 6. Semesters vorliegen.

Das Studium wird mit einer Diplomarbeit abgeschlossen. Der Studierende bearbeitet in der Diplomarbeit selbstständig ein gartenbauliches Thema auf wissenschaftlicher Basis. Das Thema wird mit Abstimmung von zwei Dozenten des Fachbereiches Gartenbau gewählt.

Erfurter Modell

Seit dem Wintersemester 2003/04 ist im Studiengang Gartenbau eine Kombination von Berufsausbildung und Gartenbaustudium nach dem "Erfurter Modell" möglich.

Ziele des Modells sind: v die Aneignung fundierter praktischer Kenntnisse, v die Vermittlung konzeptioneller, wissenschaftlich-methodischer Arbeitsweisen und v die Verkürzung der gesamten Ausbildungszeit


Bis zum Wintersemester 2003/04 war eine Kombination von praktischer Ausbildung (Lehre) und wissenschaftlicher Ausbildung (Studium) nur durch zwei nacheinander ablaufende Ausbildungsabschnitte möglich. Dies nahm sechs Jahre in Anspruch. Durch das „Erfurter Modell“, der verzahnten Kombination von Lehre und Studium, hat man die Möglichkeit innerhalb von fünf Jahren den Gesellenbrief und das Diplom zu erwerben.

Zu den Ausbildungsbereichen des FB Gartenbau gehört eine 3 ha große Freilandfläche und eine moderne Versuchsgewächshausanlage. Dieses Gewächshaus verfügt über eine 4500 m² Fläche, die je zur Hälfte von der FH und der LVG Erfurt genutzt wird.

FH Wiesbaden

Zulassung

Der Bachelor-Studiengang unterliegt keiner Zulassungsbeschränkung. Es existiert kein Numerus Clausus (NC). Die FH Wiesbaden vergibt die Studienplätze. Für die Zulassung werden eine Hochschulzugangsberechtigung sowie ein Vorpraktikum benötigt. Alle Bewerber, die diese Voraussetzungen erfüllen, können sich bewerben und eingeschrieben werden. Die Aufnahme ist nur zu Beginn des jeweiligen Wintersemesters möglich.

Vorpraktikum

Es wird ein achtwöchiges Vorpraktikum bei einer geeigneten Praktikumsstelle vor Studien-beginn erwartet. Eine 2- oder 3-jährige Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsbetrieb der Gartenbaubranche ersetzt das Vorpraktikum. Geeignete Praktikumsstellen sind Zierpflanzenbau-, Gemüsebau-, Obstbau-, Baumschul-, Stauden- oder Samenbaubetriebe sowie Friedhofsgärtnereien.

Seit dem Wintersemester 2003/2004 gibt es im Fachbereich Gartenbau und Landschaftsarchitektur der Fachhochschule Wiesbaden in Geisenheim anstatt des bisherigen Diplom-Studienganges Gartenbau einen gestuften (konsekutiven) Studiengang. Bachelor of Science/Master of Science.

Der Studiengang besteht aus einem siebensemestrigen Studiengang Gartenbau-Management, der zum Abschluss „Bachelor of Science“ führt und einem dreisemestrigen Studiengang Global Horticulture, der zum Abschluss „Master of Science“ führt.

Mit dem Abschluss des „Bachelor of Science“ kann man als Führungskraft oder Unternehmer im Produktions- oder Dienstleistungsgartenbau, sowohl im In- und Ausland und in den Bereichen Beratung, Absatz, Verbände und Behörden tätig sein. Mit einem Notendurchschnitt von 1,9 und besser besteht die Möglichkeit ein dreisemestriges Masterstudium anzuschließen.

Studienprogramm

Die Regelstudienzeit des Bachelor-Studienganges Gartenbau-Management beträgt 7 Semester. Diese sind wie folgt gegliedert:

Grundstudium - (Studienabschnitt A): 3 Semester Hauptstudium (Studienabschnitt B und D): 3 Semester Berufspraktisches Projektsemester (BPS, Studienabschnitt C): 1 Semester

Die Anfertigung der Bachelor-Arbeit ist Bestandteil des 7. Studiensemesters (Studienabschnitt D).


Das Grundstudium (Studienabschnitt A) vermittelt naturwissenschaftliche und gartenbauliche Grundlagen. Das Hauptstudium beinhaltet 2 Projekt-Semester (Studienabschnitt B), ein Berufspraktisches Projektsemester (BPS, Studienabschnitt C) und 1 Abschlusssemester (Studienabschnitt D). Es ist als Projektstudium organisiert. Für das Semester werden verschiedene Module angeboten, aus denen zwei ausgewählt werden. In Einem wird dann ein Projekt erarbeitet.

Das sechste Semester ist ein 18wöchiges berufspraktisches Projektsemester. Die Durchführung erfolgt außerhalb der FH, in einer gartenbaulichen Institution. Dort sollen Tätigkeiten auf Ingenieurniveau ausgeübt werden. Das berufspraktische Projektsemester wird durch Einführungsveranstaltungen und einem Abschlussseminar ergänzt. Es dient der Orientierung im angestrebten Berufsfeld, der praktischen Mitarbeit und dem Kennenlernen technischer und organisatorischer Zusammenhänge in der Gartenbau-Praxis. Das 18wöchige berufspraktische Projektsemester kann auch im Ausland abgeleistet werden.

„Die Bachelor-Arbeit beinhaltet die schriftliche Arbeit sowie eine angemessene Präsentation und Disputation der Arbeit im Rahmen eines fachhochschul-öffentlichen Kolloquiums. Der Bearbeitungszeitraum beträgt max. 3 Monate und ist im 7. Semester (Studienabschnitt D) integriert.“

Master of Science in "Global Horticulture"

Zulassung

Einen Bachelor- oder Dipl.-Ing- Studienabschluss im Gartenbau oder in verwandte Bereiche ist Voraussetzung für die Zulassung. Abschlussnote 1,9 oder besser (3.1 grade points nach ECTS) 2 Letter of Recommendation 1 Letter of Intent TOEFL-Test oder vergleichbarer Nachweis der Englisch-Kenntnisse, dieser darf zum Zeitpunkt der Bewerbung nicht älter als drei Jahre sein.

Letter of Recommendation

„Ein positives Empfehlungsschreiben von Dozenten oder Wissenschaftlern der Einrichtung(en), an denen der zum Master-Studium benötigte akademische Grad erworben wurde.“

Letter of Intent

„In diesem Schreiben sollen die Studierenden ihre beabsichtigte fachliche Orientierung zum Ausdruck bringen.“

Sprachkenntnisse Englisch

Studienbewerber, deren Muttersprache nicht Englisch ist, müssen adäquate Englischkenntnisse nachweisen. Bewerberinnen und Bewerber müssen mindestens das Niveau einer der nachfolgend beschriebenen Prüfungen erreicht haben oder einen gleichwertigen Nachweis führen:

IELTS (Academic) 6.5 TOEFL (Paper) 600 TOEFL (Computer) 250 Cambridge (EAP II) CPE B CCEL B+

Das Studium kann nach dem Bachelor-Abschluss oder als Bewerber von außen mit entsprechender Qualifikation mit einem dreisemestrigen Master-Studiengang fortgesetzt werden. „Der Studiengang ist stark auf den Bereich des Gartenbaus ausgerichtet, der sich globalisiert und internationalisiert.“ Eine Besonderheit ist, dass sämtliche Lehrveranstaltungen ausschließlich in Englisch angeboten werden und dass das zweite Studiensemester im Master-Studiengang ein obligatorisches Auslandssemester ist.

Der Abschluss dieses Studienganges eröffnet die Möglichkeit attraktive Arbeitsplätze im Gartenbau oder im gartenbaulichen Umfeld zu finden oder sogar die Ausbildung mit einer Promotion weiterzuführen. „Der Master-Abschluss eröffnet ebenfalls den Zugang zum Höheren Dienst.“

Studienprogramm

Das Studium kann nur zum Sommersemester begonnen werden. Die Regelstudienzeit beträgt drei Semester. Diese gliedern sich wie folgt:

1 Heim-Semester - Studienabschnitt A (FH Wiesbaden) 1 Ausland-Semester - Studienabschnitt B (Partneruniversitäten USA/Neuseeland) 1 Abschluss-Semester - Studienabschnitt C (FH Wiesbaden)

Die Anfertigung der Master-Arbeit (Master-Thesis) erfolgt im Abschluss-Semester in Geisenheim.

Das 2. Master-Semester ist ein verbindliches Auslandssemester. Es ist an einer der Partner-hochschulen der FH Wiesbaden abzuleisten. „Dies sind zur Zeit die Lincoln University in Neuseeland, die Ohio State University und die Texas A&M University in den USA.“ Bei den Partner-Universitäten müssen aus dem Angebot an Lehreinheiten, Module/Units ausgewählt werden, die einem Umfang von 30 Anrechnungspunkten gemäß dem Studien-programm nach dem European Credit Transfer System (ECTS) entsprechen sollen.

„Im Heim-Semester, dem Studienabschnitt A, müssen neben den Pflichtmodulen "Horticultural Research Methods" und "Key Scills" weitere Module im Umfang von mindestens 18 Anrechnungspunkten gewählt werden.“

Im Auslandssemester haben die Studierenden die freie Wahl, zu welcher der Partner-Universitäten sie gehen. Im Studienabschnitt C fertigt die Studentin/der Student eine Master-Arbeit an.

Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (FH)

Vor Beginn des Studiums muss ein 13wöchiges Praktikum durchgeführt werden. Davon sind sechs Wochen vor Studienaufnahme zu absolvieren. Die restlichen Wochen müssen bis zum Ende des dritten Semesters abgeleistet werden. Für das Praktikum eignen sich Betriebe im Gartenbau oder Dienstleistungsgartenbau. Bewerber mit einer landwirt-schaftlichen Ausbildung oder einem Freiwilligen Ökologischem Jahr im "grünen Bereich" können vom Vorpraktikum befreit werden.

Beschreibung des Studiengangs

Das Gartenbaustudium ist ein Modularisierter Diplomstudiengang. Ziel ist die Ausbildung zum Dipl.- Ing.(FH). Die vielen Module vermitteln naturwissenschaftliche und theoretische Grundlagen. Fachliche, praktische und soziale Kompetenzen erwerben die Studierenden durch die praxisnahe Ausgestaltung der Module. Weitere Kenntnisse können durch Modulangebote anderer Studiengänge erworben werden. Nach einer Regelstudienzeit von acht Semestern wird das Studium abgeschlossen.

Im vierten Semester wird ein praktisches Studiensemester durchgeführt. In diesem Semester lernen die Studierenden die Arbeitsbereiche von Produktionsbetrieben im Gartenbau bzw. im Galabau kennen. Es kann auch im Ausland absolviert werden.

Leibniz Universität Hannover

VorpraktikumFür ein späteres Referendat wird empfohlen, mindestens 1 Jahr Praktikum vor dem Studium abzuleisten. Für das Studium ist kein Vorpraktikum erforderlich!

Das Studium an der Universität Hannover ist ein Studium der Gartenbauwissenschaften, das vielseitig ist. Es umfasst die Bereiche des Gemüse- und Obstbaus, Zierpflanzenbaus und der Baumschule so wie Pflanzenernährung und Pflanzenschutz. In diesen Bereichen werden technische, betriebs- und marktwirtschaftliche Fragen geklärt.

Studieninhalte des Bachelorstudienganges

Die ersten beiden Studienjahre sind geprägt von naturwissenschaftlichen Grundlagen und der gärtnerischen Pflanzenproduktion. Im Vertiefungsstudium stellen die Studierenden aus vielen gartenbaulichen Modulen ihren Studienplan zusammen. In Seminaren, Übungen und Projekt-arbeiten sowie der Bachelorarbeit können die Studierenden forschend lernen. Sie untersuchen die Nährstoffversorgung von Pflanzen, Aspekte des biologischen Pflanzenschutzes, der modernen Pflanzenzüchtung oder führen Verkaufs- und Beratungsgespräche. Während des Studiums ist ein Jobpraktikum zu absolvieren. Dieses Praktikum ist acht Wochen lang.

Die Module der ersten beiden Semester sind: Allgemeine Biologie, Botanik, Biomathematik, Chemie, Physik, Volkswirtschaftslehre, Gärtnerische Pflanzenproduktion mit Projektarbeit, Pflanzenphysiologie, rechnergestützte Berichterstellung/Informationsretrieval.

Module des 3. und 4. Semesters: Bodenkunde, Biostatistik, Zoologie, Genetik und moderne Pflanzenzüchtung, Ökonomie für Biosysteme, Pflanzenbau: Gemüse, Obst, Baumschule und Zierpflanzenbau, Pflanzenernährung, Phytomedizin, Technik im Gartenbau

5. und 6. Semester: Aus einem Modulkatalog können Studierende die Module für eine individuelle Schwerpunktbildung frei wählen.

Beschreibung des Masterstudienganges

Das Masterstudium ist ein wissenschaftlich ausgerichtetes Studium. Dabei wird eine breite fachliche und methodische Kompetenz erworben, die für wissenschaftliches Arbeiten unabdingbar ist. "Die Masterabsolventinnen und -absolventen werden sich durch eine fachübergreifende Sicht in den Bereichen der modernen Gartenbauwissenschaften auszeichnen, dabei werden besonders Kreativität, Innovationsbereitschaft und Verantwortungsbewusstsein gefördert."

"Aus dem breiten Lehrangebot der anderen Fächer der Universität können im Vertiefungsstudium und im Masterstudium weitere Module gewählt werden." An Universitäten im europäischen Ausland erbrachte Studienleistungen können angerechnet werden.

Aufbaustudiengang Master of Science in International Horticulture

Alle Module dieses Studienganges werden in englischer Sprache angeboten. Die Studierenden beginnen ihre Masterarbeit bereits im ersten Semester. Am Ende des ersten Semesters stellen sie ihre Versuchsplanung im Rahmen eines Kolloquiums vor. Die Studierenden werden in die Institute integriert. Zur Betreuung der Studierenden wird ein Gremium aus zwei fachnahen und einem fachfernen Hochschullehrer gebildet. Am Ende des zweijährigen Aufbaustudiums (jeweils letzte Septemberwoche) findet ein Kolloquium statt, in dem die Studierenden ihre Masterarbeit vorstellen und verteidigen müssen.

Weitere Informationen siehe: http://www.uni-hannover.de/de/studium/studiengaenge/horticulture/

Quellen

FH Weihenstephan www.fh-weihenstephan.de
TFH Berlin www.tfh-berlin.de
FH Erfurt www.fh-erfurt.de
FH Osnabrück www.fh-osnabrueck.de
FH Wiesbaden www.fh-wiesbaden.de
Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (FH) www.htw-dresden.de
Universität
Humboldt- Universität Berlin www.hu-berlin.de
Leibniz Universität Hannover www.uni-hannover.de/de/studium/studiengaenge/gartenbauwissen/
TU München - Weihenstephan www.wzw.tum.de