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Lunik 3

Lunik 3 war die dritte erfolgreiche Mondsonde der Sowjetunion.

Die Raumsonde wurde am 4. Oktober 1959 gestartet und wog 278,5 Kilogramm. Lunik 3 besaß im Gegensatz zu Lunik 1 eine Kamera, mit der sie spektakuläre Fotos von der erdabgewandten Seite des Mondes aufnahm, die noch nie ein Mensch zuvor gesehen hatte. Die Bildqualität der Fotos war gering und es gab erhebliche Schwierigkeiten bei der Signalübertragung. Die Bilder wurden hierbei an Bord entwickelt und mittels herkömmlicher Bildfunktechnik übermittelt. Insgesamt wurden 29 Fotos von der Mondrückseite geschossen, die 70 Prozent der erdabgewandten Seite wiedergaben. Allerdings wurden nicht alle Fotos erfolgreich zur Erde übertragen. Die wesentliche Entdeckung war, dass auf der erdabgewandten Seite die hellen Hochländer gegenüber den dunklen Tiefebenen weit stärker vorherrschen als auf der bekannten Seite und große Maria demnach fehlen. Die auffälligsten der von Lunik 3 gefundenen Mareebenen sind das Moskauer Meer und der besonders dunkle Boden von Krater Tsiolkovskiy.

Die Sonde gelangte nach einer Mondumrundung wieder in das dominierende Schwerefeld der Erde und verglühte im April 1960 in der Erdatmosphäre. Der Funkkontakt mit ihr riss am 22. Oktober 1959 ab.

Lunik 3 war ein weiterer Erfolg der Sowjetunion in einer Reihe von Ersttaten zu Beginn des Raumfahrtzeitalters und im Wettlauf zum Mond.