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Fondi

Fondi
Staat: Italien
Geographische Koordinaten: 41° 21′ N, 13° 25′ OKoordinaten: 41° 21′ 0″ N, 13° 25′ 0″ O
Höhe: m s.l.m.
Fläche: 142 km²
Einwohner: 34.910 (31. Dezember 2004)
Bevölkerungsdichte: 246 Einw./km²
Postleitzahl: 04020
Vorwahl: 04022
ISTAT-Nummer: 059007
Demonym: Fondani
Schutzpatron: Sant'Onorato
Website: Fondi

Fondi ist eine Stadt mit ca. 35.000 Einwohnern in der Provinz Latina, gelegen auf halber Straße zwischen Rom und Neapel, an der historischen Römerstraße Via Appia gelegen. Außerdem liegt Fondi an der wichtigen Zugstrecke Rom-Neapel. Der antike Name der Stadt war Fundi.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Das Fondi-Tal von Terracina aus gesehen

Die Stadt Fondi liegt in einem Tal zu Füßen der Aurunci-Berge und der Ausoni-Berge, die das Tal zu 3 Seiten schließen. Offen ist das Tal zur 4. Seite in Richtung des Thyrrenischen Meers.

Die zwei Berge Monte delle Fate (1090 m) und Monte Calvilli (1102 m), speisen die zahlreichen Quellen des Tals, sodass Wassermangel in Fondi ein Fremdwort ist, was auch von der Präsenz von drei Seen untermauert wird. Dieser Wasserüberschuss machte vor allem vom 17. Jahrhundert bis Anfang des 20. Jahrhunderts zahlreiche Trockenlegung von Sümpfen, die das Fondi-Tal unfruchtbar machten nötig. Hierdurch gibt es heute im Fondi-Tal viel Ackerland.

Der Lago di Fondi (Fondi-See) mit einer Oberfläche von ca 3,8 km² ist ein gutes Beispiel für einen Küstensee. Dank der zwei Verbindungen zum Meer, dem Canale di Sant’Anastasia und dem Canneto, erzeugen Ebbe und Flut des Meers im Lago di Fondi abwechselnd Süß- und Salzwasser. Die anderen zwei Küstenseen im Fondi-Tal sind der Lago Lungo und der Lago di S. Puoto.

Die Küste, die sich ca 13 km zwischen Terracina und Sperlonga an Fondi entlangzieht ist berühmt für ihren feinen Sand. Zum größten Teil ist der Strand von Dünen begrenzt, die größtenteils noch erhalten sind, doch immer mehr mit Hotels und Strandbars bebaut werden.

Geschichte

In vorrömischer Zeit war das heutige Territorium von Fondi von den Aurunkern bewohnt, später auch von den Volskern. Aus dieser Zeit existieren nur wenige Informationen: Erst seit kurzer Zeit kennt man den Standort des vorrömischen Fondi, eine kleine Ansiedlung in der Nähe des heutigen Dorfes Pianara unweit des heutigen Standorts von Fondi, jedoch mit einer imposant befestigten Stadtmauer.

Das erste Mal in der Geschichte erwähnt wird Fundi während des latinischen Kriegs, als seine Einwohner das eingeschränkte römische Bürgerrecht (civitas sine suffragio) erhielten. Dies wird von Titus Livius auf das Jahr 338 v. Chr., von Velleius Paterculus auf das Jahr 332 v. Chr. datiert. Nach einem gescheiterten Aufstandsversuch, geleitet von Vitruvius Vaccus (330 v. Chr.), blieb Fundi eine römische Präfektur. Um 188 v. Chr erhielt die Stadt das vollständige römische Bürgerrecht, und wurde fortan von drei Ädilen geleitet.

Die Wichtigkeit von Fundi in antiker Zeit wurde durch den Bau der Via Appia, Baubeginn 312 v. Chr., stark gesteigert. Diese bedeutende Rolle behielt Fundi auch in den folgenden Jahrhunderten. Im Mittelalter war diese Zone im südlichen Kirchenstaat auch wichtig für die Beziehungen zwischen dem Kirchenstaat und dem Königreich Neapel.

Die Regierung von Fondi ging im hohen Mittelalter erst an die Familie Dell'Aquila, von normannischer Herkunft, über, im Jahr 1299 an die Caetani, die Fondi für fast zwei Jahrhunderte zum Zentrum ihrer Herrschaft machen. Im Jahre 1378 vereinte Onorato I Caetani in Fondi das Konklave, das Clemens VII als Gegenpapst zum legitimen Papst Urban VI wählte.

In der nachfolgenden Zeit ging Fondi zuerst unter aragonesische Verwaltung und später an die römische Adelsfamilie Colonna, unter der, speziell unter Giulia Gonzaga, die von 1526 bis 1534 regierte, Fondi eine architektonische, künstlerische und kulturelle Blütezeit erlebte. Schließlich ging Fondi noch an die Sangro-Familie.

Wirtschaft

Die guten klimatischen Konditionen und die ausreichend vorhandenen Bewässerungsmöglichkeiten haben eine intensive landwirtschaftliche Nutzung der Umgebung Fondis möglich gemacht. Die lokale Wirtschaft ist also sehr auf die Landwirtschaft konzentriert: Auf die Produktion und Verkauf von landwirtschaftlichen Produkten. Fondi ist nach Paris Sitz des weltweit zweitgrößten Großhandels für Agrar- und Lebensmittelprodukte. , der jedes Jahr ca 1,15 Millionen Tonnen Waren verkauft. Die früher vorrangig angebauten Zitrusfrüchte wurden in den letzten Jahren von einem intensiven Anbau von Gemüse, Frühobst aus Gewächshäusern und Obst aller Art überrundet.

Kultur

Monumente und Sehenswürdigkeiten

Weitere kulturelle Bezüge

Jubiläen, Feste, Ausstellungen, kulturelle Ereignisse

Fondi ist Gastgeber verschiedener Festivals, unter anderem dem Internationalen Folklore-Fest "Città di Fondi", das seit 1986 jedes Jahr im August stattfindet, dem "Fondi-Art-Festival", einem Kultur-Festival (Jedes Jahr im Juli, seit 1998) und dem seit 2002 im Juli oder September stattfindenden FondiFilmFestival.

Die Stadt verleiht seit 1974 den "Fondi La Pastora"-Preis für dramatische Literatur und seit 2001 jährlich im September den Nationalpreis für Malerei.

Außerdem veranstaltet Fondi seit 2001 im Juni die Landwirtschafts-, Tier- und Technikmesse "Città di Fondi" sowie jährlich einen großen Stadtmarkt anlässlich des Sakt' Onorato-Festes am 10. Oktober

Verwaltungsdaten

kommunale Verwaltung

weitere Verwaltungsdaten

Partnerstädte