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Edith Mathis

Edith Mathis (* 11. Februar 1938 in Luzern) ist eine Schweizer Sopranistin, die als eine der profiliertesten Mozartinterpretinnen ihrer Zeit galt.

Inhaltsverzeichnis

Biografie und künstlerisches Wirken

Ihre ersten Bühnenerfahrungen sammelte die Sopranistin in ihrer Heimatstadt, wo sie auch ihre gesangliche und musikalische Ausbildung erhielt. Dort gab sie 1957 ihr Debüt als 2. Knabe in Mozarts Zauberflöte. Ihre gesangliche Ausbildung setzte sie in Zürich bei Elisabeth Bosshart. fort. Folgend war die junge Sopranistin vier Jahre Ensemblemitglied des Opernhauses in Köln. Gleichzeitig führten Edith Mathis Gastspiele an die Staatsoper Hamburg und an die Deutsche Oper Berlin, ferner zum Glyndebouren Festival und immer wieder zu den Salzburger Festspielen. Weitere wichtige Stationen ihrer kometenhaften Karriere waren: Covent Garden Opera London, Bayerische Staatsoper München, Metropolitan Opera New York, Wiener Staatsoper, Gran Teorto del Liceeu Barcelona, Opéra de Paris, um nur einige der vielen zu nennen. Besondere Höhepunkte ihrer künstlerischen Laufbahn waren ihre Teilnahme an den Uraufführungen der Opern Der Zerrissene von Gottfried von Einem (am 17. September 1964 an der Hamburgischen Staatsoper), Der junge Lord von Hans Werner Henze (am 17. April 1965 am Deutschen Opernhaus Berlin) und Hilfe, Hilfe, die Globolinks von Gian Carlo Menotti (am 21. Dezember 1968 an der Hamburgischen Staatsoper).

Edith Mathis Repertoire erstreckte sich von den leichten lyrischen Partien Mozarts (Despina, Chrubin, Susanna, Zerlina) bis zum jugendlichen Fach (Agathe/Der Freischütz, Marschallin/Der Rosenkavalier, Contessa/Die Hochzeit des Figaro). Sie sang unter Herbert von Karajan, Karl Böhm sowie Karl Richter einige ihrer bedeutendsten Schallplatteneinspielungen (DGG. EMI, Philips etc.). Sowohl ihr Ännchen im "Freischütz" als auch ihre Susanna in "Le Nozze di Figaro" gelten als maßstäblich. Auch als Kunstlied- und Oratoriensängerin machte sich Edith Mathis einen Namen. Besonders am Herzen lag ihr die geistliche Musik von Johann Sebastian Bach. Ihr Vortrag besticht vor allem durch musikalische Ausdruckskraft und Stimmschönheit.

Seit 1991 ist Edith Mathis, die 1979 zur bayerischen Kammersängerin ernannt wurde, Professorin für Lied- und Oratorieninterpretation an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. 2001 trat sie von der Bühne zurück. Sie leitet zahlreiche Meisterkurse in Europa, Japan, Korea, Kanada und in den USA. Schülerinnen von ihr waren so bekannte Künstlerinnen wie Donna Braun, Diana Damrau, Brigitte Geller, Maria Regina Heyne, Anette Labusch, Claudia Patacca, Sibylle Rubens, Iva Mihanovic u.v.a.m.

Edith Mathis war lange Zeit mit dem renommierten Dirigenten Bernhard Klee verheiratet.

Auszeichnungen

Diskografie (Auswahl)

Literatur

PND: Datensatz zu Edith Mathis bei der DNB
keine Einträge, 27.7.06
Personendaten
Mathis, Edith
Schweizer Sopranistin
11. Februar 1938
Luzern