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Piave

Dieser Artikel beschreibt den italienischen Fluss, für den gleichnamigen italienischen Librettisten siehe Francesco Maria Piave.

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Piave (dt. Ploden)

Piave in Norditalien

Daten
Lage Oberitalien
Länge 220 kmdep1
Quelle Monte Peralba, Südseite der Karnischen AlpenVorlage:Infobox Fluss/QUELLKOORDINATE_fehlt
Quellhöhe 2037 mVorlage:Infobox Fluss/HÖHENBEZUG-QUELLE_fehlt
Mündung bei Jesolo in die Obere AdriaVorlage:Infobox Fluss/MÜNDUNGSKOORDINATE_fehlt
Mündungshöhe 0 mVorlage:Infobox Fluss/HÖHENBEZUG-MÜNDUNG fehlt
Flusssystem Piave
Einzugsgebiet 4126,84 km²dep1
Abflussmenge 98 m³/s
Mittelstädte Belluno, San Donà di Piave
Rechte Nebenflüsse Cordevole di Visdende, Padola, Ansiei, Boite, Maè, Ardo di Belluno, Cordevole, Caorame, Sonna
Linke Nebenflüsse Vajont, Soligo

Der Piave (deutsch: Ploden) ist ein 220 km langer Fluss in Oberitalien. Er entspringt am Südhang der Karnischen Alpen nahe der zimbrisch-deutschen Sprachinsel um den Ort Ploden (ital.: Sappada) am Berg Hochweißstein (Monte Peralba) und fließt in seinem breiten, schottrigen, im Sommer trockenfallenden Torrentental weiter durch Belluno und mündet bei dem bekannten Badeort Jesolo in die Obere Adria. Der Ort Ploden ist auch der Namensgeber der deutschen Bezeichnung Ploden für den italienischen Fluss Piave.

Inhaltsverzeichnis

Bedeutung im Ersten Weltkrieg

Im Ersten Weltkrieg bildete der Unterlauf (der Teil des Flusses nach dem Austritt aus dem Gebirge) ab November 1917 die neue Frontlinie nach der für die österreichische Armee erfolgreichen zwölften Isonzo-Schlacht. Ein Versuch der k. u. k. Streitkräfte, ab 15. Juni 1918 die italienische Front mit einer neuen Offensive zu durchbrechen, scheiterte unter schweren Verlusten (siehe Piaveschlachten). Der Großangriff der Alliierten im Piavegebiet am 24. Oktober 1918 führte zum Zusammenbruch der Südwestfront, zur militärischen Katastrophe der k.u.k. Armee in Venetien (bei Vittorio Veneto, siehe Schlacht von Vittorio Veneto) und zum Abschluss des Waffenstillstands von Villa Giusti bei Padua.

Ernest Hemingway an der Piave

Ernest Hemingway hielt sich gegen Ende des Ersten Weltkriegs an der Piave auf. Am 8. Juli 1918 schlug eine Bombe der k.u.k. Armee neben ihm ein, während er den Soldaten Schokolade, Zigaretten und Postkarten lieferte. Als er später einem Verletzten helfen wollte, wurde er angeschossen und in ein Krankenhaus nach Mailand gebracht. Seine Erlebnisse an der Front hat er in dem 1929 erschienenen Roman In einem andern Land aufgearbeitet.

Weinbau in der Region Piave

Die zum Veneto gehörende Weinregion Piave genießt Schutz als Herkunftsgebiet. Sortenrein ausgebaute Weine der Rebsorten Raboso Piave, Pinot Nero, Pinot Bianco, Pinot Grigio, Verduzzo, Chardonnay, Cabernet, Tocai Italico und Merlot aus dieser Region können als D.O.C.-Weine ausgezeichnet werden, wenn sie die Kriterien des Consorzio Tutela Vini del Piave D.O.C. erfüllen.

 Commons: Piave River – Bilder, Videos und Audiodateien