Heim

Curt-Frenzel-Stadion

Das Curt-Frenzel-Stadion ist ein Eisstadion in Augsburg. Der Eishockey-Club Augsburger Panther trägt hier seine Heimspiele aus. Abgekürzt wird es von den Fans häufig nur CFS genannt. Der Namensgeber Curt Frenzel war Verleger der Augsburger Allgemeinen Zeitung, langjähriger Vorsitzender des Augsburger Eislaufvereins und Förderer der Eishockeysports in Augsburg.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Das Stadion auch heute noch kein komplett geschlossenes Stadion. Betreiber ist die Stadt Augsburg. Damit steht es im Gegensatz zu allen anderen Spielorten, die aktuell von Mannschaften der DEL und der 2. Bundesliga benutzt werden (ausgenommen das Eisstadion am Pulverturm in Straubing).

Neben dem Stadion befindet sich eine zweite, nicht überdachte Eisfläche. Beide Kunsteisbahnen sind 60 × 30 Meter groß.

Geschichte

1878 erfolgte der Bau von Schwimmeisbahnen durch den Eislauf-Verein Augsburger EV im so genannten „Schleifgraben.

Ab 1936 wurden die Eisbahnen durch die Stadt Augsburg zu einem (Natur-)Eisstadion ausgebaut. Am 5. Januar 1938 wurde es eröffnet. Die Zuschauerränge bestanden damals noch aus Erdwällen, deren Steh-Stufen durch Holzbohlen befestigt wurden. Bis zu 3.000 Zuschauer verfolgten die Spiele.

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Stadion durch Bomben fast vollständig zerstört. 1944 musste der Betrieb eingestellt werden. 1945 erfolgte die Wiederinbetriebnahme durch den HC Augsburg, die HCA "Yellow Tigers". Zunächst wurden die Spiele noch auswärts ausgetragen. 1947 war aber das Stadion am Schleifgraben wieder in Betrieb, jetzt auch mit hölzernen Banden. Das Stadion wurde immer noch mit Natureis betrieben, dessen Haltbarkeit für ein komplettes Spiel ein witterungsbedingtes Risiko darstellte.

1962 erfolgte der Einbau der Kühlrohre für den Betrieb mit Kunsteis. Am 2. November 1963 wurde das Stadion als Kunsteisstadion neu eröffnet. Am 1. Januar 1966 erfolgte die Eröffnung der „Kunsteisbahn 2“.

1971 wurde die Überdachung der Kunsteisbahn 1 fertiggestellt. Ihr gingen lange Diskussionen voraus. Förderer war der Augsburger Verleger Curt Frenzel. 1971 wurde das Stadion nach ihm benannt. Die Überdachung ermöglicht die Fortführung des Spielbetriebs in der 1. Bundesliga, denn die Überdachung war vorgeschrieben.

1978 wurde das Stadion generalsaniert, 1998 moderne VIP-Räume geschaffen.

Länderspiele

Am 18. Dezember 1964 fand im Rahmen der 1. Runde der Qualifikation zur A-Weltmeisterschaft der Herren das Länderspiel zwischen Deutschland und der Schweiz statt. Der Endstand war 2:8 (1:2,0:2,1:4).

Weitere Länderspiele waren:

1981 war Augsburg einer der Austragungsorte der 5. Junioren A-Weltmeisterschaft U-20 (27. Dezember 1980 bis 2. Januar 1981).

Umbau und Modernisierung

Das Curt-Frenzel-Stadion wird bis 2010/2011 vollständig "eingehaust" (zur Halle geschlossen). Die drei offenen Gebäudeseiten werden dazu mittels einer Stahlkonstruktion geschlossen. Nach einer Machbarkeitsstudie werden die genauen Umbaudetails festgelegt, das Gebäude auf von außen unsichtbare Schäden untersucht sowie die Statik geprüft. Bereits 2008 wird der Kabinentrakt modernisiert. Die gesamten Umbaukosten werden auf ca. 15 Millionen Euro geschätzt.

Als Folge des Umbaus wird sich die Kapazität auf 6.400 Zuschauerplätze verringern. Die Lärmemissionen sinken nach Berechnungen um bis zu 80 Prozent.

Zuschauerkapazität

Bei Eröffnung fasste das Stadion 8.300 Zuschauer, später wurde die Kapazität aus Sicherheitsgründen auf ca. 7.000 Plätze reduziert. Seit der Generalsanierung 1978 passen 7.774 Zuschauer in das Curt-Frenzel-Stadion (Sitzplätze: 1.562, Stehplätze: 6.172, Behinderte+Begleitung: 40 Plätze).

Koordinaten: 48°22′26″ N 10°53′11″ O