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Gonadales Geschlecht

Als gonadales Geschlecht wird die Zuordnung zum weiblichen oder männlichen Geschlecht anhand des Geschlechtsmerkmals "Keimdrüse" - Eierstock oder Hoden - bezeichnet.

Aufgrund der Hormonproduktion durch die Keimdrüsen wird das gonadale Geschlecht deshalb auch als hormonales / hormonelles oder endokrines Geschlecht bezeichnet.

Bestimmt wird das gonadale Geschlecht beim Menschen durch das chromosomale oder genetische Geschlecht sowie den Hoden-determinierenden Faktor auf dem kurzen Arm des Y-Chromosoms: Ist der Hoden-determinierende Faktor vorhanden, entwickelt sich aus den zunächst indifferenten Gonadenanlagen die Hoden, ansonsten die Eierstöcke.

Das gonadale Geschlecht führt in der ungestörten weiteren Embryonalentwicklung mit der Produktion der entsprechenden Sexualhormone zur Ausbildung eines männlichen oder weiblichen Phänotyps - dem genoduktalen Geschlecht, zu dessen Bestimmung die inneren Geschlechtsorgane herangezogen werden, bzw. dem genitalen Geschlecht, das anhand der äußeren Geschlechtsorgane definiert wird.

Siehe auch: Gonadenhormon - Geschlechtsdifferenzierung