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Kommentkampf

Ein Kommentkampf ist ein ritualisierter Kampf, bei dem die Verletzungsgefahr der Kontrahenten relativ gering ist. Als Kommentkämpfe werden von Verhaltensforschern nämlich nur jene Kämpfe bezeichnet, bei denen eine genau festgelegte – und daher für die Kontrahenten weitgehend vorhersehbare – Abfolge von Verhaltensweisen zu beobachten ist. Kommentkämpfe sind im Tierreich weit verbreitet, zum Beispiel im Zusammenhang mit dem Festlegen der Rangordnung innerhalb einer Gruppe von Tieren oder im Verlauf eines Balzrituals.

Kommentkämpfe können in Beschädigungskämpfe übergehen, wenn der Konflikt nicht mit einem Kommentkampf zu lösen ist. Das kann zum Beispiel dann der Fall sein, wenn beide Kontrahenten ungefähr gleich stark sind.

Inhaltsverzeichnis

Beispiele

Ein bekanntes Beispiel für Kommentkämpfe sind die Auseinandersetzungen zwischen männlichen Rothirschen während der Brunftzeit. Ein weniger bekanntes Beispiel für eine spezialisierte Form des Kommentkampfes ist das so genannte Mauling bei Hornissen. Viele Schlangenarten weisen ebenfalls ausgeprägtes Kommentkampfverhalten auf.

Spieltheoretisches Modell

In der Theoretischen Biologie kann das Kampfverhalten als mathematisches Modell aus der Spieltheorie beschrieben werden:

Im Folgenden beträgt die Gesamtgröße der betrachteten Population n und die möglichen Gewinne sind auf den neutralen Wert 1 normiert. In einer Gewinnmatrix aus Sicht des in der ersten Spalte repräsentierten Tieres eingetragen, ergibt sich folgendes Bild:

Beschädigungskampf Kommentkampf
Beschädigungskampf 1-Schaden (d) Gewinn 2
Kommentkampf Kein Gewinn Gewinn 1

Bezeichnet man den zu erwartenden Gewinn von Kommentkämpfern mit Gk und den der Beschädigungskämpfer mit Gb, so ergibt sich für m Kommentkämpfer und n Beschädigungskämpfer mit obiger Matrix:

Ein solches statisches Modell kann Ausgangspunkt einer dynamisierten Formulierung sein.

Siehe auch

Literatur