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Maschinensprachemonitor

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Der Maschinensprachemonitor, oft kurz "Monitor" genannt, ist die einfachste Form eines Betriebssystems für einen Computer.

Funktional nur knapp oberhalb der Maschinenkonsole, erlaubt es der Monitor mindestens, Daten aus Speicherzellen zu lesen und darauf zu schreiben sowie ein Programm ab einer beliebigen Speicheradresse auszuführen. Die Dateneingabe und -darstellung erfolgt typischerweise hexadezimal, kann aber durchaus auch im Binär- oder Oktalsystem erfolgen.

Bedient werden Maschinensprachemonitore rein textuell. Da der Maschinensprachemonitor aus der Anfangszeit der Computer stammt, wurde oft ein Fernschreiber für die Ein- und Ausgabe verwendet. In den 1970er Jahren wurden sowohl das Konzept des Monitors als auch die Verwendung des Fernschreibers für die ersten Mikrocomputer wieder aufgegriffen.

Kommandos in einem Maschinensprachemonitor sehen etwa so aus: 200: 4C 00 02

Dies würde bei einem 6502-basierten Computer (z. B. C64) einen Sprung zur Adresse $0200 an die Speicherstellen ab $0200 schreiben, eine Endlosschleife also. Danach könnte mit einem Befehl wie

200G

(G für "Go") diese Schleife dann ausgeführt werden.

Einfache Maschinensprachemonitore begnügen sich mit 200–300 Byte Speicher. Komfortablere Maschinensprachemonitore verfügen teilweise über die Möglichkeit, Programmcode aus dem Speicher in Assemblersprache auszugeben oder sogar einzelne Befehle in Assemblerschreibweise zu akzeptieren und diese dann als Maschinencode in den Speicher zu schreiben. Gegenüber einem echten Assembler fehlt aber fast immer die Möglichkeit, symbolische Adressen zu verwenden, so dass sich längere Programme kaum sinnvoll mit einem Maschinensprachenmonitor schreiben lassen.