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Wildgrafen

Das Adelsgeschlecht der Wildgrafen (lateinisch: comites silvestres, also eigentlich: Waldgrafen) stammte aus einer Teilung des Hauses der Nahegaugrafen im Jahr 1113.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Erster Wildgraf war Emicho VII. (1103–1135), Sohn des Grafen Emicho VI. (1076–1123) vom Nahegau. Emicho VII. war Graf von Kyrburg, Schmidtburg und Baumberg und ab 1129 Graf von Flonheim. Bereits 1113 hatte sich die Linie der Grafen von Veldenz abgespalten. Um 1150 spalteten sich die Raugrafen ab. Dabei ging jeweils ein Teil des Besitzes verloren.

1154 wurde Wildgraf Konrad I. zur entehrenden Strafe des Hundetragens verurteilt. Grund zur Strafe war die Beteiligung an einer bewaffneten Auseinandersetzung mit Pfalzgraf Hermann von Stahleck und anderen Adligen gegen den Mainzer Erzbischof Arnold von Selenhofen. Konrad war mit einer Gräfin von Bar verheiratet.

1258 kam es zu einer Spaltung in die Linien Dhaun und Kyrburg, von der sich 1284 noch die Linie Schmidtburg trennte, die aber schon 1330 ausstarb. Als Folge von familiären Streitigkeiten fiel die Schmidtburg an Kurtrier. Die Erben der Linien Kyrburg und Dhaun versuchten bis 1342 in drei Fehden vergeblich die Schmidtburg zurück zu gewinnen. Schon vor 1350 starb die Linie Dhaun aus und schließlich 1409 die Linie Kyrburg. Erben waren die Rheingrafen, die sich fortan Wild- und Rheingrafen nannten.

Besitz

Als direkten Nachfolgern der Emichonen lag der Schwerpunkt des Besitzes der Wildgrafen im ehemaligen Nahegau. Das spätere Territorium setzte sich im wesentlichen aus Eigengut, Reichslehen, Lehen der Pfalzgrafen und Vogteibesitz des Klosters St. Maximin zusammen. Wichtige Burgen waren: Kyrburg, Schmidtburg, Burg Dhaun und Burg Grumbach.

Bekannte Familienmitglieder


Literatur