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Grauel

Wappen Deutschlandkarte
Koordinaten: 54° 4′ N, 9° 40′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Rendsburg-Eckernförde
Amt: Hohenwestedt-Land
Höhe: 19 m ü. NN
Fläche: 5,73 km²
Einwohner: 264 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 46 Einwohner je km²
Postleitzahl: 24594
Vorwahl: 04871
Kfz-Kennzeichen: RD
Gemeindeschlüssel: 01 0 58 062
Adresse der Amtsverwaltung: Am Markt 15
24594 Hohenwestedt
Webpräsenz:
www.amthohenwestedt-
land.de
Bürgermeister: Dierk Ruhsert
Lage der Gemeinde Grauel im Kreis Rendsburg-Eckernförde

Grauel ist eine Gemeinde im Kreis Rendsburg-Eckernförde in Schleswig-Holstein.

Inhaltsverzeichnis

Geografie und Verkehr

Wer durch Grauel fährt, erlebt Höhen und Tiefen. Genau 65 Meter misst die Gemeinde von ihrem höchsten Punkt. Andererseits durchfließt den tiefen, südlichen Teil des Ortes die Buckenerau. Abseits von Bundesstraße liegt Grauel an der Verbindung zwischen Hohenwestedt und Hennstedt.Grauel liegt etwa 20 km westlich von Neumünster und 25 km südlich von Rendsburg im Naturpark Aukrug. Direkt bei Grauel kreuzen sich die Bundesstraße 77 von Rendsburg nach Itzehoe und die Bundesstraße 430 von Neumünster in Richtung Meldorf. Zur Gemeinde Grauel gehört auch das Dorf Altenjahn welches ca. 1 km entfernt liegt.

Stolz sind die Graueler auf die malerische Lage ihres "Gebirgsdorfes" im Naturpark Aukrug. Von der Höhe aus reicht der Blick an klaren Tagen bis nach Itzehoe im Südwesten oder nach Neumünster im Osten.

Geschichte

Das Dorf wurde im Jahre 1349 zuerst im Itzehoer Klosterarchiv als "Growel" urkundlich erwähnt.

Über die Entstehung des Ortsnamens gibt es zwei Varianten. In der historischen Begründung für das Gemeindewappen heißt es, dass sich Grauel vom niederdeutschen Groof (Graben) herleitet. Überliefert ist jedoch eine andere Geschichte: In uralten Zeiten haben sich da, wo jetzt Grauel liegt, Köhler aus einem fremden Land angesiedelt. Wenn man in der Dunkelheit die Meiler glimmen sah, sagten die Menschen "Da ist es gruelich". So sei der Name entstanden.

Erst recht spät, nämlich um 1930, wurde das Land urbar gemacht, besiedelt war es allerdings schon sehr viel früher. Darauf weisen auf Graueler Gebiet vor Jahren gefundene Steinbeile und andere Gegenstände hin.

Unvergessen ist bis heute eine Geschichte aus dem Jahre 1959. Damals wurde im Haus der Großeltern des Bürgermeisters Dierk Ruhsert ein richtiger Silberschatz gefunden. Der Schornstein sollte seinerzeit erneuert werden und dabei stießen die Maurer auf das Versteck. Einige hundert Silbermünzen, insgesamt 3,3 Kilogramm, wurden zu Tage befördert. Wie sie genau dorthin gelangt sind, ist bis heute ungeklärt. Vermutet wird, dass ein Armenpfleger die Münzen zu Kriegszeiten versteckt hat. Möglicherweise ist er dann gestorben, ohne dass der Schatz wieder ans Tageslicht kam. Einige der Münzen können im Hohenwestedter Heimatmuseum bewundert werden.

Politik

Von den neun Sitzen in der Gemeindevertretung hat die Wählergemeinschaft KWG seit der Kommunalwahl 2003 acht Sitze und ein Einzelbewerber hat einen.

Wappen

Blasonierung: „Von Grün und Gold in Schlangenlinienteilung erhöht geteilt, oben links je ein goldenes Buchen- und Eichenblatt, unten flammende Holzkohle aus neun schwarz-silbernen Scheiten und sechs silbernen Flammen mit rotem Bord.“[1]

Wirtschaft

Das Gemeindegebiet ist überwiegend landwirtschaftlich geprägt. Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe ist in den letzten 30 Jahren von 22 Höfen auf ca. fünf gesunken. Außerdem ist Grauel Standort für ein Asphaltmischwerk, ein Kieswerk und eine Baustoff-Recycling-Anlage.

Versorgung

Die zentrale Trinkwasserversorgung besteht seit 1910 als Genossenschaft, neuerdings als Wasserversorgungsverein Grauel. 1988 wurde der Bau einer zentralen Ortsentwässerung abgeschlossen. 1989 erhielt Grauel als erste Gemeinde im Kreis Rendsburg-Eckernförde einen Waschplatz für Fahrzeuge aller Art für seine Bürger. Dieser wurde jedoch im Jahre 2006 geschlossen, aufgrund neuer Gesetze und daran gebundene Sanierungs Maßnahmen. 1993 erfolgte der Neubau eines Feuerwehrhauses als Anbau an das vorhandene Gemeindehaus. Dieses Gemeindehaus war bis 1965 die Dorfschule. Seit 1996 besteht die Erdgasversorgung durch die Schleswag AG (heute E.ON).

Quellen

  1. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein