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Festung Silistra

Die Festung Silistra ist eine Festung im Festungsviereck Silistra-Warna-Schumla-Rustschuk in Bulgarien, am rechten Ufer der hier 2½ km breiten Donau, früher eine strategisch wichtige türkische Festung.

Die Festung der als Durostorum gegründeten antiken Stadt hatte bereits 971 dem russischen Großfürsten Swjatoslaw I. als Rückzugsraum gedient, nachdem dieser das von ihm eroberte Ostbulgarische Reich an die Byzantiner verloren hatte. Der nach seiner Kapitulation von den Byzantinern gewährte freie Abzug war an Swjatoslaws Versprechen gebunden, nie wieder den Balkan zu betreten. Dennoch kehrten die Russen 1811 zurück, die 1595 von den Türken eingeäscherte Stadt Silistra widerstand nur fünf Tage.

Dagegen hielt sie im Krieg von 1828 bis 1829 zwei Belagerungen aus und ergab sich bei der zweiten erst nach sechs Monaten dem russischen General Alexandre Andrault de Langeron. Im Krimkrieg 1854 konnten die Russen unter Iwan Fedorowitsch Paskewitsch Silistra nicht erobern. Zwei Stürme wurden blutig abgeschlagen. Der osmanische General Omar Pascha führte am 10. Juni eine Entsatzarmee heran. Die Belagerung von Silistria musste deshalb am 21. Juni, nach 55 Tagen und dem Verlust von 12.000 Mann von den Russen aufgegeben werden.

1877 wurde S. von neuem durch die Russen umzingelt und nach dem Waffenstillstand im Februar 1878 von den Türken geräumt. Die Festungswerke sollten nach dem Berliner Vertrag geschleift werden, waren aber um 1889 noch erhalten.

Quelle

Koordinaten: 44° 06' 30" N, 27° 15' 51" O