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Raukstein

Raukfelsen (schwedisch raukar, Singular rauk) sind bis über 10 Meter hohe Kalksteinsäulen, die auf Gotland, aber auch auf Fårö, Lilla Karlsö und auf der benachbarten Insel Öland (bei Byrum) zu finden sind. Sie entstanden nach der letzten Eiszeit durch Erosion und Auswaschungen des unterschiedlich harten Kalk- und Mergelgesteins im Küstenbereich. Wegen der nacheiszeitlichen und bis in die Gegenwart anhaltenden Hebung der Inseln liegen einige Raukar (z.B. bei Lickershamn) heute sogar küstenferner.

Die zumeist sehr bizarren „Steinskulpturen“ wurden von Carl von Linné verglichen mit „Statuen, Pferden und allerlei Geistern und Teufeln“. Der bekannteste, weil auch touristisch erschlossene, Rauk ist der an der Südwestspitze der Insel in Hoburgen befindliche Hoburgsgubben („Hoburg-Greis“).

Die schönsten Exemplare findet man auf der im Norden von Gotland liegenden Insel Fårö in den Naturschutzgebieten Langhammars und Gamle Hamn. Dort steht der „Hund“, von den Schweden „Tasse“ genannt. Am Strand von Lickershamn steht die 22 Meter hohe „Jungfrun“ und auf der Zufahrt zum Strand sind einige schöne Raukar im Wald neben der Straße zu sehen.

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