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Mick Foley

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Michael Francis Foley
Daten
Ringname(n) Mankind
Cactus Jack (Manson)
The New Jack
Dude Love
Jack Foley
Mick Foley
Namenszusätze {{{nickname}}}
Organisation {{{promotion}}}
Sendung {{{brand}}}
Größe 188 cm
Gewicht 125 kg - 137 kg
Geburt 7. Juni 1965
Bloomington, Indiana
Tod
Wohnsitz
Angekündigt aus Long Island; New York
Trainiert von Dominic DeNucci
Terry Funk
Debüt 24. Juni 1983
Ruhestand {{{retired}}}
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Michael Francis Foley oder kurz: Mick Foley (* 7. Juni 1965 in Bloomington, Indiana) ist ein US-amerikanischer Wrestler, der inzwischen auch als Autor tätig ist. Neben drei Autobiografien hat Mick Foley ein Kinderbuch und einen Roman geschrieben.

Bekannt wurde er auch unter seinen Wrestlingpseudonymen Cactus Jack, Mankind und Dude Love.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Mick Foleys Familie zog kurz nach seiner Geburt nach East Setauket nahe Long Island (New York). Dort besuchte Mick die Ward Melville High School, später studierte er an der Cortland Universität, wo er zusammen mit dem Schauspieler Kevin James seinen Abschluss erlangte.

Anfänge als Wrestler

Foleys Interesse für das Wrestling entwickelte sich zu seiner Schulzeit, während er Erfahrungen als Amateurringer sammelte. Mick Foley beschloss während dieser Zeit, Profi-Wrestler zu werden und begann mit seinen Freunde mit dem sogenannten „Backyard Wrestling“. Hier wurden ihren Idole aus dem Fernsehen nachgeeifert. Dabei entstand u.a. ein Video, welches Foley beim Sprung vom Dach eines Hauses auf einen anderen Jungen zeigt (Die Landung war dabei durch Wechsel der Kameraperspektive nur fingiert). Der Wrestlingtrainer Dominic Denucci sah dieses Video bei einer Wrestlingshow in Foleys Schule und war vom Talent Foleys überzeugt. Daher trainierte er diesen bereits während seiner Schulzeit. Sein ihn prägendes „Hardcore-Wrestling“ wurde Mick Foley von dem Texaner Terry Funk beigebracht. In dessen Wrestlingschule trainierte Foley mit einem jungen Mann, der später einer seiner größten Widersacher spielen sollte: Tommy Dreamer.

Sein Debüt gab Foley unter dem Namen „Cactus Jack“ am 24. Juni 1983. Ursprünglich wollte er unter dem Namen „Dude Love“ auftreten, den er bereits zu seiner Backyard Wrestling-Zeit verwendete, fand sich selbst aber noch nicht dazu bereit als Dude Love aufzutreten. Der Name „Cactus Jack“ war eigentlich der Name seines Vaters, den dieser sich bei einem Fantasy Wrestling Spiel gab. Mick selbst nannte sich dort Mick „Big Train“ Foley, entschied sich aber doch für das Pseudonym des Vaters. Er arbeitete zunächst als Jobber (Wrestler, der dafür bezahlt wird Matches gegen bekanntere Gegner zu verlieren) in einigen der kleineren Ligen.

Am 17. Oktober 1983, bei einer Veranstaltung der damaligen WWF im Madison Square Garden, sah er ein sogenanntes Käfig-Match von Jimmy Snuka, der, nach seinem Superfly vom Käfigrand auf seinen Gegner Don Muraco, nun eines seiner beiden großen Vorbilder wurde.

Als Foley zu der in Tennessee beheimateten Wrestlingliga CWA Memphis ging, trat er dort zunächst mit Gary Young in einem Tag Team an. Nach kurzer Zeit erhielten sie zusammen die CWA-Tag-Team-Titel und mussten sie vier Wochen später wieder abgeben. Danach arbeitete Foley zunächst in verschiedenen kleinen Ligen, hatte in dieser Zeit sogar kurze Auftritte in der damaligen WWF (der heutigen WWE): 1986 brach er sich in einem Match dort den Kiefer.[1] Im August 1989 trat Mick Foley dann gegen Jim Fullington an. Foley und Fullington standen sich in New York in einem Barbed Wire Match gegenüber, das damals landesweit im Fernsehen übertragen wurde. Dieses Match sorgte zwar für Furore, aber weder Mick Foley noch Fullington konnte sich in der WWF durchsetzten und traten wieder in unabhängigen Promotionen an.

1991 wurde Foley in eine sehr brutale Fehde mit Eddie Gilbert involviert, die in drei harten Matches gipfelte. In dieser Zeit begann Mick Foley den Double Arm DDT als seinen Finisher (Aktion, welche den Gegner in der Regel so schwächt, dass das Match beendet werden kann) zu verwenden. Diesen Move benutzt er auch heute noch.

Nach dieser sehr erfolgreichen Fehde ging Foley zur kleinen Wrestlingliga GWF und nach der Zeit dort bekam Foley seinen ersten großen Vertrag mit World Championship Wrestling.

World Championship Wrestling

Debüt und erste Chance auf den WCW Titel

Foley debütierte bei World Championship Wrestling am 5. September 1991. Seinen Einstand in der WCW hatte Foley mit einer Attacke gegen Sting, das auch zu einigen Matches gegen den Fanliebling führte. Foley bekam beim Beach Blast 1992 auch eine Chance auf den WCW World Championship Gürtel, den zu dieser Zeit Sting besaß. Dieses Match verlor er, verschaffte sich jedoch wegen einiger seiner beeindruckenden Ringaktionen einigen Respekt beim Publikum. Auch eine weitere Titelchance gegen den Nachfolger Ron Simmons vergab er. 1992 trat Mick Foley auch, als Leihgabe der WCW, in der UWF an, wo er teilweise blutige Fehden mit „Mr. Wonderful“ hatte. Das diente, die kleine Liga beim Publikum bekannter und vor allem interessanter zu machen.

Fehde gegen Vader

Nachdem Foley die, in der GWF eigentlich schon abgeschlossen, Fehde gegen die Paul Orndorff für sich entscheiden konnte, bekam er erneut eine Chance auf den WCW-Titel. Diesmal war Vader sein Gegner. Der erste Kampf zwischen den beiden fand am 6. April 1993 statt. Foley gewann zwar das Match durch Auszählen, erlitt aber Verletzungen in Form eines gebrochenen Nasenbeins und stark blutenden Gesichts-Wunden. Er musste dort mit 27 Stichen genäht werden. Vader und er hatten zwar zuvor Faustschläge vereinbart, um den Kampf mit mehr Gewalt zu gestalten, aber Vader wandelte dieses eigenmächtig ab.[2] Auch das Rückmatch wurde ähnlich brutal angelegt. Eine gespielte Verletzung war Teil der Planung, da sich Foley so eine Auszeit für seine gerade auf die Welt gekommene Tochter Noelle verschaffen konnte. Dennoch erlitt Foley einen realen Genick-Anbruch, der fast seine Karriere beenden sollte.

Seine Rückkehr in den Ring erfolgte im Herbst 1993 und führte zu einer weiteren Fehde gegen Vader. In einem der brutalsten und blutigsten Matches der WCW-Geschichte siegte Vader nach Eingreifen seines Managers Harley Race. Nach dem Match wurde die Entscheidung von der WCW-Führung getroffen, die beiden Wrestler vorerst nicht wieder gegeneinander in den Ring zu schicken.

Tag Team Championship und Verlust des Ohres

Nach der Fehde gegen Vader bildete Cactus Jack ein Tag Team mit Maxx Payne. Sie hatten eine Titelchance gegen die Nasty Boys, deren Manager verhinderte jedoch einen Sieg der Herausforderer.

Ein Markenzeichen Foleys ist das fehlende rechte Ohr. Zu diesem fragwürdigen Markenzeichen kam es während einer WCW Tour im März 1993 in München. Mick Foley verlor sein Ohr, als Vader ihn in den Stahlseilen des Ringes eindrehte. Foley selbst beschreibt diese Situation in seiner Autobiografie als nicht besonders angenehm, sagt aber auch, dass er das abgerissene Ohr eigentlich erst später bemerkt hat. Die Ärzte einer Münchener Klinik versuchten erfolglos sein Ohr wieder anzunähen.

Nachdem Mick wieder genesen war, trat er zusammen mit Kevin Sullivan an und dieses Team nahm den Nasty Boys die WCW-Tag-Team-Titel ab. Nach dem Titelgewinn trat Foley als amtierender WCW-Tag-Team-Champion in der noch jungen Wrestling-Promotion NWA Eastern Championship Wrestling auf, wo er gleich eine gewalttätige und blutige Fehde mit Sabu begann. Sabu gewann diese mit Hilfe von Paul Heyman.[3] Foley ging im Anschluss daran wieder in die WCW zurück.

Über den schnell folgenden Titelverlust kam es in der WCW zwischen Foley und Sullivan zum offenen Streit, welcher in einer Fehde und einem Loser-Leaves-WCW-Match endete: Foley verlor dieses Match und musste die WCW verlassen. Dennoch wurde Foleys WCW-Vertrag nicht aufgelöst, sondern dieser bestand weiter.

Es folgte eine weitere Japantour, wo Foley bei FMW und der IWA antrat. Im Anschluss daran kehrte er wieder in den USA zurück. Dort wurde er für kurze Zeit bei der SMW verpflichtet und wechselte im Spätsommer 1994 nun endgültig zu Extreme Championship Wrestling über.

Die ECW

In der ECW konnte Mick Foley ab August 1994 seinen ohnehin harten Wrestlingstil perfektionieren. Mick Foley trat dort ebenfalls als Cactus Jack an. Zusammen mit Mickey Whipwhreck, dessen Mentor er wurde, gewann Cactus Jack am 27. August 1994 die ECW Tag Team Gürtel von „Public Enemy“, die damals gern als „das brutalste Tag Team des heutigen Wrestling“ bezeichnet wurden[4], und beide hielten den Titel lange Zeit. Die damalige Besonderheit Foley's war, dass er zu diesem Zeitpunkt auch amtierender Tag Team Champion bei World Championship Wrestling war und demnach bei WCW unter Vertrag war. Ab 1995 bestritt Mick Foley in der ECW - nun von ihr verpflichtet - dann sehr harte Matches, die in Amerika erneut für Kontroversen über Gewalt im TV sorgten, da Foley hin und wieder Stacheldraht benutzte, dessen „sinnvolle und geplante Verwendung“ er in den japanischen Hardcore-Ligen kennengelernt hatte. So kam er des öfteren auch mit „Barbie“ (engl. Abkürzung für Stacheldraht) - einem mit Stacheldraht umwickelten Baseball-Schläger - zum Ring.

Mick Foley nahm 1995 auch zusammen mit anderen amerikanischen ECW-Wrestlern (Terry Funk, Sabu u.a.) an einer Tour für die International Wrestling Association in Japan teil. Vor allem die Barbed Wire Matches zwischen Foley und dem Funker gelten dort wegen ihrer Blutrünstigkeit noch heute als legendär. In Japan gewann Mick Foley als Cactus Jack das King-of-the-Deathmatch-Turnier der IWA. In dem Interview vor dem Match und der anschließenden Siegesrede begann er (im Rahmen der neuangelegten ECW-Storyline, die eine enge Zusammenarbeit mit der damaligen WWF vorsah), das Hardcore-Wrestling zu beanstanden und abzulehnen: „In der Anfangszeit des Wrestling“, so Foley als Cactus Jack, „hätte man keine Gewalt, Stacheldraht und Feuer benötigt, um die Leute zu unterhalten. Das Wrestling als solches müsse nun zu den Wurzeln zurück finden“.

Zurück in den USA nannte sich Cactus Jack in „The new Jack“ um und wechselte auch sein Ring-Outfit: Er trug nun groß die Lettern „WW F'N F“ (in Anspielung auf die damalige WWF; einschließlich der ECW-typischen Stacheldrahtumwicklung der Buchstaben) auf der Brust und forderte die ECW-Wrestler, insbesondere Tommy Dreamer, auf, das „extreme Hardcore-Wrestling" nicht mehr anzuwenden, sondern das technisch-basierte Matten-Wrestling der WWF übernehmen“. Was im Rahmen einer Wrestling-typischen Storyline ausgedacht wurde, entwickelte sich zu einem Eigenleben: Die Fans glaubten Foley wirklich seine Abkehr vom Hardcore-Wrestling, und als er dann noch eine kurze Zeit später einige Tryout-Matches in der WWF hatte, war es perfekt … in der ECW galt er nun als Wrestling-Verräter und sein Beliebtheitsgrad dort war quasi bei Null angelangt. Als Mick Foley aber als Cactus Jack in der ECW sein Abschiedsmatch gegen Mikey Whipwreck bestritt, jubelten die Fans ihm wieder zu … Foley bei seiner Abschiedsrede nach dem Match sichtlich bewegt: „Ich hätte diese Reaktion von euch nie erwartet … nach dem ich euch so einiges an den Kopf geworfen habe!“[5] 1996 wechselte Foley dann endgültig zur WWF.

Die WWF - Aus Cactus Jack wird Mankind

In der WWF trat Mick Foley nicht mehr unter dem Namen Cactus Jack auf, sondern nannte sich nun Mankind. Foley war selbst nun der Meinung, dass er die Rolle des „Cactus Jack“ nach fast 11 Jahren nicht mehr ausfüllen konnte und begann nach einer wirkungsvollen Nachfolgerolle zu suchen. Nachdem man sich über die ersten Schwierigkeiten hinweggesetzt und geeinigt hatte, feilten Vince McMahon und Foley zusammen an dem Charakter Mankind und gaben ihm Schliff, so dass Foley sich mit ihm schließlich abfinden konnte.

Beim seinem ersten Auftritt als Mankind 1996 nach Wrestlemania XII bei Monday Night RAW besiegte Foley Bob Holly mit dem neuen Finisher, der Mandible Claw. Bei diesem sogenannten Nerve Hold greift Mankind in den Mund des Gegners und drückt auf einen angeblichen Nerv des gegnerischen Gaumenbereiches, so dass der Gegner bewusstlos wird. Am gleichen Abend attackierte er den Undertaker, was Anlass zu einer sehr brutalen Fehde zwischen beiden wurde.

Im Spätsommer und Herbst des Jahres bekämpften sich Foley und der Undertaker bei unzähligen Matches. Mankind gewann ein sehr hartes „Boiler Room“ - Match beim Summerslam, der Undertaker egalisierte in einem „Buried alive“ (Lebendig begraben) - Kampf bei In your House XI. Schlussendlich gewann dieser auch das letzte Match zwischen beiden bei den Survivor Series.

Mankind avancierte recht schnell zum Herausforderer auf den WWF Heavyweight Title und trat bereits bei In your House X: Mind Games (1996) gegen „The Heartbreak Kid“ Shawn Michaels an. Durch Eingreifen von Vader verlor er dieses Match jedoch. 1997 kam es zum erneuten Aufeinandertreffen zwischen Foley und dem Undertaker. Mankind verlor auch hier und konnte den Championtitel somit nicht erringen.

Während einer Storyline gegen Hunter Hearst Helmsley (besser bekannt als Triple H oder HHH), wurde sein Traum wahr und er änderte seinen Ring-Charakter beim King of the Ring zum Face (wurde 'gut') und durfte Dude Love ins Fernsehen und die WWF bringen. Gemeinsam mit 'Stone Cold' Steve Austin gewann er die WWF Tag Team Titel, musste diese aber schnell wieder wegen einer Verletzung Austins abgeben.

1997 kam es beim SummerSlam zu einem Käfigmatch zwischen Mankind und Triple H, bei dem Mick Foley sich am Schluss von Mankind in Dude Love verwandelte und später als Hommage an sein großes Vorbild Jimmy 'Superfly' Snuka den Elbow Drop vom 15 Fuß hohen Käfigrand (ca. 4,5 Meter) auf HHH zeigte.

Es folgten weitere Fehden, unter anderem gegen die New Age Outlaws. Hierbei unterstützte ihn sein alter Freund Terry Funk unter dem Pseudonym „Chainsaw Charlie“. Mit ihm holte er sich bei Wrestlemania XIV für einen Tag die Tag Team - Titel.

Der nächste Gegner war der ehemalige Partner 'Stone Cold' Steve Austin. Mankind war in der Storyline inzwischen zum „Sklaven“ McMahons avanciert, der Austin - aber auch seinen Boss - gehörig nervte. Nach einigen Streiterein verzichtete McMahon auf Foleys Dienste.

1998 kam es dann zur bis dahin größten Herausforderung Foleys. Beim King of the Ring des Jahres trat er in einem Hell in a Cell Match gegen den Undertaker an. Während dieses Kampfes ließ Mankind sich vom Undertaker aus gut fünf Metern Höhe vom Käfigdach auf die Tische der spanischen Kommentatoren werfen, was einen unglaublichen Popularitätsanstieg für dieses Match bedeutete. Foley wurde mit einer Krankentrage abtransportiert. Er wollte dieses Match aber nicht so enden lassen und kletterte deshalb auf das Dach des Käfigs zurück. Der Undertaker führte einen Chokeslam durch die Mitte des Käfigs aus. Mankind krachte noch einmal gut vier Meter in die Tiefe, als er durch das Käfigdach auf den Ringboden stürzte. Ob diese Aktion geplant war oder nicht ist heute noch unbekannt. Viele meinen (u.a. auch Foley selbst) der Käfig sei zufällig durchgekracht. In Foleys Buch Mankind-Have a nice Day! schrieb er, dass der Wurf vom Käfig durchs Kommentatorenpult geplant war. Amerikanische Wrestlingmagazine behaupteten, Foley wollte das ganze wie einen Unfall aussehen lassen, da sich seine Frau schon längere Zeit zunehmend Sorgen um ihn machte. Bei dem Chokeslam durch den Käfig in den Ring schlug sich Foley unter anderem zwei Backenzähne aus, da als er auf dem Ringboden aufgekommen war noch ein Stuhl mit dem Stuhlbein auf seinem Gesicht landete, der mit durch den Käfig gefallen war. Ferner verlor Foley im Verlauf dieses Matches zweimal sein Bewusstsein. Nach Kampfszenen im Käfig und weiteren harten Aktionen, streute Foley Reißzwecken in der Mitte des Rings aus. Mankind versuchte den Undertaker auf diese Reißzwecken zu werfen. Nach einigen Kontern vom Undertaker, setzte Mankind die Mandible Claw an. Der Undertaker gab aber nicht auf, und nahm Foley, der hinter ihm war, auf den Rücken und ließ sich nach hinten fallen; direkt auf die Reißzwecken. Nach einem weiteren harten Chokeslam auf die Reißzwecken, verpasste der Undertaker Mankind den Tombstone Piledriver und gewann das Match. Das Beste an diesem Match für Foley war keiner der beiden Stürze, sondern die Tatsache, dass beide nach diesen weiter kämpfen konnten.

Ungeachtet der Verletzungen war Foley schon in den Wochen nach diesem sehr harten Match wieder im Ring aktiv und verlor dann in einem weiteren Match um den Status als Herausforderer No.1 gegen Kane, unter dessen Maske sich aber in Wirklichkeit der Undertaker verbarg. Zusammen mit dem echten Kane konnte Foley dann erneut die Tag Team Titel gewinnen, gab sie kurz an Steve Austin und den Undertaker ab und verlor sie dann endgültig beim Summerslam an die New Age Outlaws, da ihn sein Partner Kane hinterging.

Einige Zeit später im Jahre 1998 kam es zu einer äußerst kuriosen Situation. Mankind befand sich in einem Anklelock von Ken Shamrock, wollte nicht aufgeben und setzte sich selbst mit der Mandible Claw außer Gefecht. Beim RAW nach dieser Show ehrte Vince McMahon Mankind mit dem neuen Hardcore Titel.

In der nächsten Zeit gewann Foley einige Matches, kam bei den Survivor Series sogar ins Finale um den WWF Champion Title, verlor aber, da McMahon eingriff. Bei einem späteren Match gewann Foley gegen den amtierenden Champion, The Rock, dieser war aber bewusstlos. Er konnte also nicht aufgeben, somit gewann Foley auch nicht den Titel (In Your House - Rock Bottom).

In einem weiteren Match um den Titel gegen The Rock, sah alles nach einer Niederlage aus. Doch 'Stone Cold' griff ein und schlug The Rock K.O. Foley pinnte ihn und sein Traum, Champion zu werden, ging in Erfüllung. Beim Royal Rumble 1999 gab es einen Rückkampf, bei dem es sich um ein sogenanntes 'I quit'- (dt.= Ich gebe auf) Match handelte. Während des Matches fesselte The Rock Foley mit Handschellen. Dann steckte Mick Foley zehn harte Stuhlschläge auf den Kopf ein. Es ist zu beachten, dass im Vorfeld weit weniger Stuhlschläge vereinbart waren. Außerdem zog The Rock diese Stuhlschläge auch mit voller Kraft durch. Er ging K.O. und konnte nicht antworten. Seine Stimme wurde dann von einem Tonband abgespielt, die Worte 'I quit!' waren zu hören. Dass Foley bei diesem Match wirklich bewusstlos ging, war natürlich nicht geplant; die Sache mit dem Tonband schon. Nach dem Match hatte Foley eine ca. acht Zentimeter lange Platzwunde am Kopf. Mankind erkannte dies nicht an, also kam es zu einem weiteren Rückkampf - dem sogenannten „Half-Time Heat“ -, welcher in der Pause des Super Bowls ausgetragen wurde. Das Match fand in einer leeren Halle statt. Foley gewann den Titel zurück. Das Match ist auf Foley's DVD Hard Knocks and cheap Pops in voller Länge zu sehen.

Endgültig entscheiden sollte sich alles bei „In your House - St. Valentine's Days Massacre“, bei dem Foley gegen The Rock ein Last Man Standing Match bestritt. The Rock und Mick Foley gingen beide K.O., das Match wurde als ein Unentschieden gewertet. Wenig später verlor er den Titel durch Eingriff von Big Show Paul Wight endgültig an The Rock.

1999 nahm Mick Foley eine Auszeit, was durch einem Schlag mit einem Vorschlaghammer seitens HHH erklärt wurde. Beim SummerSlam 1999 kehrte er zurück und besiegte Steve Austin und HHH am selben Abend um den Titel, verlor diesen aber sofort wieder am nächsten Abend an Hunter Hearst Helmsley.

The Rock 'n' Sock Connection und Mr. Socko

Eines der witzigsten Tag Teams in der WWE sollte die The Rock 'n' Sock Connection sein. Sie bestand aus The Rock und Mankind. Sie gewannen die Tag Team Titel und hielten sie eine ganze Zeit. Man entschied dann „The Rock 'n' Sock Connection“ aufzulösen und in Folge dessen wurde eine Storyline konstruiert, in der Mick The Rock 'verriet', oder besser gesagt, ihn verlassen musste, um Mr. Socko (eine Socke, mit der er sprach) zu retten. Mr. Socko befand sich in der Zeit in der Gewalt von Val Venis, The Rock musste die Titel allein verteidigen und verlor, es kam zum Split der Connection.

Foley tat sich als Mankind mit Al Snow zusammen und gemeinsam gewannen sie die Tag Team Titel von den Hollys. Die beiden hielten die Gürtel aber nicht lange und zerstritten sich, nachdem Al zugab, das von Mick für ihn signierte Buch (Die Autobiografie) in den Müll geworfen zu haben.

The Rock und Foley rauften sich im folgenden wieder zusammen, taten sich zusammen und traten bei Armageddon 1999 gegen die New Age Outlaws an, gewannen gegen sie - aber nur durch Disqualifikation - und somit nicht die Titel.

Im Dezember 1999/Januar 2000 musste Foley die WWF aufgrund eines verlorenen Matches verlassen, doch The Rock forderte vehement dessen Wiedereinstellung. Beim Royal Rumble war es dann soweit und Mankind kehrte als Cactus Jack zurück.

Es kam zu einem sehr brutalen Match, welches Foley gegen HHH verlor. Einen Monat später bei No Way Out kam es dann zum Rückkampf, einem „Hell in a Cell“ - Match. Foley verlor erneut, da er durch das Dach des Käfigs fiel (der Ringboden brach auch). Auch hier war es ein Karrierematch und so musste Foley (in der Storyline) die WWF verlassen.

Hier kam es zu einem Shoot, Mick Foley fiel völlig aus seinem Charakter, als er auf der Rampe stand, ins Publikum blickte und weinte. Nach vielen Verletzungen hatte Foley mit dem Wrestling abgeschlossen und wollte sich endgültig seiner Schriftstellerei widmen.

Bei Wrestlemania 2000 trat Foley als „Überraschungsgast“ auf und bestritt im Hauptkampf ein Fatal Four Way Match gegen HHH, Big Show und The Rock. Damit wurde dann noch sein Lebenstraum erfüllt: einmal im Mainevent bei Wrestlemania anzutreten.

Danach wurde es vorerst ruhig um Mick Foley, er kehrte nach einiger Zeit noch als On Air Charakter, aber als nicht Wrestler zurück, ging dann aber Ende 2001/Anfang 2002 wieder und widmete sich seiner Schriftstellerei.

Foley und das Wrestling heute

Heute tritt Mick Foley nur noch gelegentlich als Wrestler auf, häufig in kleinen Promotions, um diesen beim Aufstieg zu helfen, er steht aber nach wie vor mit der WWE unter Vertrag und veröffentlicht dort seine Bücher und steht für sehr seltene Auftritte auch zur Verfügung. So trat er z.B. bei Wrestlemania XX in einem Match an (2 on 3 Handicapmatch The Rock and Sock-Connection gegen Evolution)

Beim darauf folgenden Pay Per View verlor Foley einen Street Fight gegen Randy Orton, bei dem es um den WWE Intercontinental Championship ging. Im Jahre 2005 tauchte Foley unangekündigt bei „Hardcore Homecoming“ auf, einer Reunionshow ehemaliger ECW-Wrestler, organisiert von Shane Douglas und griff dort in ein Barbed-Wire-Match zwischen Sabu, Shane Douglas und Terry Funk ein.

Ende 2005 trat Mick Foley dann noch bei Taboo Tuesday gegen Carlito an. Bei diesem interaktiven Pay Per View entscheiden die Fans mit welchem Gimmick er antreten sollte. Sie entschieden sich für Mankind. Mankind gewann dieses Match dann auch.

Storyline zur Auferstehung der ECW

Anfang 2006 wurde Foley in der WWE wieder eingesetzt, er leitete als „Special Referee“ (dt. Gastringrichter) einen Kampf um den World Title der WWE. Dieses Match zwischen John Cena und Edge gewann Cena und blieb somit Champion. Darauf kam es zu einer Fehde zwischen Edge und Mick Foley, da Edge Mick für den Verlust der WWE Championship verantwortlich machte. Er forderte Mick Foley zu einem Match bei Wrestlemania 22 heraus. Zunächst stimmte Foley innerhalb der Storyline nicht zu, änderte seine Meinung später jedoch. So kam es am 2. April 2006 bei Wrestlemania 22 in Chicago/Illinois zu einem Hardcore-Match zwischen Edge und Mick Foley, welches Edge nach einem Spear durch einen brennenden Tisch für sich entscheiden konnte. Das Match ging als eines der besten Hardcore-Matches aller Zeiten in die Wrestlinghistorie ein.

Bei einem angesetzten Rückkampf am 8. Mai 2006 bei RAW überlies Edge Mick Foley die Wahl der Match-Art. Bei dem ausgewählten Triple-Threat-Hardcore-Match nahm dann zur Überraschung aller Tommy Dreamer teil. Zu Beginn des Matches turnte Foley gegen Dreamer und bearbeitete ihn mit Edge. Ein Woche darauf am 15. Mai fertigten beide Terry Funk, Foleys ehemaligen Lehrer, ab. Am 22. Mai forderte Paul Heyman Edge und Mick zu einem Tag Team Match bei ECW One Night Stand heraus, was Edge nach einigen Provokationen von Heyman annahm. Dieses konnten die beiden dann auch gewinnen.

Mick Foley und Ric Flair

Nach dem ECW One Night Stand gab Mick Foley bei Raw bekannt, das der „alte“ Mick Foley zurück sei, als plötzlich Ric Flair dazu kam. Dieser hatte bereits vor einiger Zeit in seiner Biographie geschrieben das Mick Foley nichts weiter wäre als ein „gloryfied stuntman“. Er beschwerte sich darüber, das er sich jahrelang hocharbeiten musste um die Anerkennung und den Ruhm zu erlangen, während Mick Foley sich nur mal von einem Käfig stürzen und in einem Tisch landen musste, um berühmt zu werden und die Anerkennung der Fans zu erhalten. Daraufhin forderte Mick Foley Flair zu einem Match bei WWE Vengeance 2006 heraus, da er beweisen wollte, dass er einen Gegner auch durch reines Wrestling besiegen konnte, ohne irgendwelche Hardcore-Elemente. So setze man ein 2-out-of-3 Countout Matches für den Vengeance-PPV 2006 an. In der ersten Runde verhöhnte er Ric Flair als Mr. Socko im für Ric Flair typischen Federmantel. Den ersten Count konnte Ric Flair für sich gewinnen, als er Foley beim Versuch eines eigenen Covers einrollen konnte. Danach begann Foley zunehmend, unfair zu wresteln, da er erkennen musste, das sein Können nicht ausreichte, um Ric Flair zu besiegen. Er warf eine Mülltonne in den Ring, der Versuch Ric Flair damit zu schlagen wurde jedoch in den Figure-4-Leglock (Aufgabegriff von Flair) gekontert. Mick Foley griff sich trotzdem die Mülltonne und schlug damit Ric Flair, worauf der Referee Foley disqualifizierte und Ric Flair zum Sieger erklärte. Foley ließ nach dem Kampf doch noch einige Hardcore-Elemente in das Geschehen einfließen.

Beim PPV Summerslam traten die beiden wieder aufeinander. Und zwar in einem I-Quit match (Ich-gebe-auf-Match), welches sehr brutal und blutig war. Durch das Einmischen seiner „Flamme“ Melina Perez verlor Mick Foley dieses Match, als Flair auf diese einschlagen wollte. Das war auch das Ende der Fehde.

2007

Bei WWE Vengeance 2007 trat Mick Foley an um den WWE Championtitel gegen Bobby Lashley, Randy Orton, King Booker und den amtierenden Champion John Cena, der den Titel dann verteidigen konnte indem er Mick Foley pinnte.

Aber es scheint, dass Foley wieder Gefallen am aktiven Ringgeschehen gefunden hat. Er setzte sich mit dem Booking-Büro der WWE in Kontakt, um einen Vertrag über regelmäßige Auftritte bzw. um Verpflichtung in einem der Roster auszuhandeln.
Aber die WWE scheut sich - infolge der letzten Skandale der Liga - wieder mehr Gewalt in ihre Shows einzubinden. So wird Mick Foley wohl auch in Zukunft nur für gelegentliche Gastauftritte verpflichtet werden.[6]

2008

Bei Royal Rumble 21, am 27. Januar 2008, nahm Foley mit der Startnummer 22 beim Royal Rumble Match teil und wurder später von Triple H rausgeworfen. Dann hatte Foley einen kurzen Backstage-Auftritt bei Wrestlemania 24 am 30. März 2008. Seit April 2008 ist er neben Michael Cole der zweite Kommentator von SmackDown.[7]

Erfolge

Foley als Schriftsteller

Mick Foley betätigt sich mittlerweile erfolgreich als Schriftsteller. Seine autobiographischen Bücher Have A Nice Day und Foley Is Good wurden Bestseller. Neben diesen biographischen Büchern veröffentlichte Foley einen Roman und eine Weihnachstgeschichte als Kinderbuch mit Illustrationen von Jerry "The King" Lawler. Im Jahr 2007 hatte Foley erneut mit einigen Kinderbüchern Erfolg. Im Mai 2007 erschien seine bisher dritte Autobiographie, Hardcore Diaries, in welchem Foley das Wrestlinggeschäft in Tagebuch-Form auf die für ihn typische kritische, realistische und humorvolle Art und Weise beschreibt.

Liste seiner Bücher

Sonstiges

Mick Foley spricht sehr gut Deutsch, was sich dahingehend geäußert hat, dass er bei Deutschland-Shows der WWE, Promos auf Deutsch hielt. Außerdem hatte er mehrere Gastauftritte in der deutschen Wrestling-Liga German Stampede Wrestling. Mick Foley war zusammen mit King of Queens Star Kevin James im Ringerteam.

Einzelnachweise

  1. Silber Version (Hardcore-Edition): Mick Foley's Greatest Hits & Misses. Ein Leben für das Wrestling, 2007
  2. Silber Version (Hardcore-Edition): Mick Foley's Greatest Hits & Misses. Ein Leben für das Wrestling, 2007
  3. Silber Version (Hardcore-Edition): Mick Foley's Greatest Hits & Misses. Ein Leben für das Wrestling, 2007
  4. Silver Vision: ECW - The most extreme matches, 2005
  5. Silber Version (Hardcore-Edition): Mick Foley's Greatest Hits & Misses. Ein Leben für das Wrestling, 2007 (Bonus)
  6. Power Wrestling, Ausgabe Oktober 2007, S. 10
  7. SmackDown Gets ‘Hardcore Legend’ wwe.com am 27. April 2008
Personendaten
Foley, Mick
Foley, Michael Francis (voller Name)
ehemaliger US-amerikanischer Profiwrestler und Autor
7. Juni 1965
Bloomington (Indiana)