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Villacher Vorstadt

Basisdaten
Bundesland: Kärnten
Politischer Bezirk: Klagenfurt (Kfz-Kennz.: K)
Katastralgemeinden: 1
Höhe: 445 m ü. A.
Fläche: 2,03 km²
Einwohner: 8.177 (2006)
Dichte (EW/ha): 40,4
Ausländeranteil: 11,2%
Postleitzahl: 9020, 9010
Vorwahl: 0463
Geografische Lage: 46° 37' 29" N, 14° 18' 29" O Koordinaten: 46° 37' 29" N, 14° 18' 29" O
Karte: Bezirke der Stadt Klagenfurt

Die Villacher Vorstadt ist der 8. Bezirk der Stadt Klagenfurt am Wörthersee (Österreich).

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Die Villacher Vorstadt liegt westlich der Klagenfurter Innenstadt. Der Bezirk grenzt im Osten an den Villacher Ring und die Rosentaler Straße, verläuft im Süden entlang entlang der Linie Wiegelegasse - Schmelzhüttenstraße - Goethestraße - Bahnstraße - Humboldtstraße, im Westen entlang der Josef-Gruber-Straße - Egger-Lienz-Weg - Linsengasse - Adolf-Tschabuschnigg-Straße - Schießstattweg, umschließt im Norden das Kreuzbergl und verläuft weiter entlang der Ziggullnstraße - Schloßweg - Aichelburg-Labia-Straße - Herbertstraße.

Geschichte

Die Villacher Vorstadt gehört zum Historischen Stadtgebiet von Klagenfurt und umfasst jenes Gebiet, das westlich der ehemaligen Stadtmauer lag. Über das Villacher Tor (heute: Stauderplatz) war sie mit der Innenstadt verbunden. 1893 wurde die Villacher Vorstadt geringfügig erweitert.

Verwaltungsgliederung

Die Villacher Vorstadt bildet zusammen mit den 4 Bezirken der Klagenfurter Innenstadt und den Bezirken St. Veiter Vorstadt, Völkermarkter Vorstadt und Viktringer Vorstadt) die Katastralgemeinde Klagenfurt.

Bevölkerung

Durch die Nähe zum Wörthersee ist dieser Bezirk einer der beliebtesten Wohnbezirke der Landeshauptstadt. Der nördliche Bezirksteil, am Fuße des Kreuzbergls, entwickelte sich zum Klagenfurter "Villenviertel", in dem einige Villen im sogenannten "Wörthersee-Stil entstanden und der neben der Innenstadt heute zur teuersten Wohngegend der Stadt wurde. Von den acht innerstädtischen Bezirken, die vor der ersten Eingemeindung und Stadterweiterung von 1938 das historische Klagenfurt bildeten, ist die Villacher Vorstadt mit 8.177 Einwohnern der mit Abstand bevölkerungsreichste. Es leben hier mehr Menschen als in den flächenmäßig größeren Außenbezirken Viktring, Hörtendorf oder St. Ruprecht.

Der Ausländeranteil beträgt 10,8 %, das ist etwas über dem Durchschnitt der gesamten Stadt (9,2 %).

Pfarren und Kirchen

Der Bezirksteil nördlich des Lendkanals gehört zur Stadtpfarre St. Egyd mit den Filialkirchen:

Der Bezirksteil südlich des Lenkanals gehört zur Dompfarre und besitzt im Bezirk keine Filialkirche.

Am Lendkanal befindet sich die größte evangelische Kirche der Stadt, die Johanneskirche, einer der beiden evangelischen Pfarrkirchen Klagenfurts.

Bauwerke und Sehenswürdigkeiten

Im 8. Bezirk endet der Lendkanal direkt vor der einstigen Stadtmauer (Lendhafen). Der Kanal dient früher der Wasserversorgung und als Transportweg zur Heranschaffung von Waren für die Klagenfurter Märkte. Der Elisabethsteg über dem Lendhafen wurde in Anwesenheit von Kaiserin Elisabeth und Kaiser Franz Joseph I. am 4. September 1856 bei deren ersten Kärnten- bzw. Klagenfurtbesuch eröffnet.

Die Steinerne Brücke über den Lendkanal ist die älteste Brücke Kärntens und das älteste erhaltene Bauwerk der Landeshauptstadt.

Kreuzbergl

Im Norden des Bezirkes befindet sich der Klagenfurter Hausberg, das 517m hohe Kreuzbergl. Der Berg hieß bis 1742 Wölfnitzberg, danach aufgrund der Chloritschiefervorkomnisse Steinbruchberg oder Steinbruchkogel. An der Stelle des einstigen Steinbruchs befindet sich heute der Botanische Garten. 1692 errichtete der lanständische Grenzzahlmeister Christian Anton von Leyersperg am heutigen Platz der Kirche ein großes Kreuz, ab 1737 entstanden die Kirche und die Kalvarienberganlage (1778 eingeweiht), die später zu einer Landesgedächtnisstätte für die Gefallenen umgestaltet wurde (1959 eingeweiht). Das Volk nannte den Berg schon alsbald Kalvarienberg und später Kreuzbergl. Der steinerne Aussichtsturm wurde 1895 an Stelle eines hölzernen errichtet, später wurde er Basis für eine Sternwarte, die 1965 eröffnet wurde.

Wirtschaft und Infrastruktur

In diesem Bezirk befindet sich das Klagenfurter Unfallkrankenhaus, das Sanatorium Mariahilf, das Erholungsgebiet Kreuzbergl mit Aussichtsturm und Sternwarte, das ORF-Landesstudio Kärnten, die Klagenfurter Feuerwehr, die Postdirektion sowie der Bahnhof Lend.