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Kapstadt

Kapstadt, Südafrika
Wappen Flagge
Lage in Südafrika
Basisdaten
Gründungsjahr: 1652
Provinz: Westkap
Fläche: 1.644 km²
Einwohner: 2.375.910 (2005)
Bevölkerungsdichte: 1.445 Einwohner/km²
Höhe: 0 m ü. NN
Vorwahl: National: 021
International: +2721
Geografische Lage: 33° 55' S, 18° 29' O Koordinaten: 33° 55' S, 18° 29' O
Offizielle Website: www.capetown.gov.za
Politik
Bürgermeister Helen Zille

Kapstadt (afrikaans: Kaapstad /ˈkɑːpstɑt/, englisch: Cape Town [ˈkeɪptaʊn], isiXhosa: iKapa) ist nach Johannesburg und Durban die drittgrößte Stadt Südafrikas. Seit 2004 bildet sie den ausschließlichen Sitz des südafrikanischen Parlaments (davor: nur während der Wintermonate) und ist die Hauptstadt der Provinz Westkap (Wes-Kaap/Western Cape).

Den Namen erhielt Kapstadt nach dem Kap der guten Hoffnung, das etwa 45 km südlicher liegt und eine Hauptgefahr auf dem Seeweg nach Indien darstellte. Da Kapstadt die erste Stadtgründung der südafrikanischen Kolonialzeit war, wird sie von den Südafrikanern auch gern als die „Mutterstadt” (Afrikaans: Moederstad, Englisch: Mother City) bezeichnet.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Klimadiagramm Kapstadt

Kapstadt liegt im Südwesten der Republik Südafrika unmittelbar an der Tafelbucht des Atlantischen Ozeans. Berühmt ist Kapstadt unter anderem durch sein Wahrzeichen, den Tafelberg. Seine markante, plateau-förmige Oberfläche dominiert zusammen mit Signal Hill, Lion’s Head und Devils Peak das gesamte Stadtbild und macht die Skyline weltweit so unverwechselbar. Das Meer an der Kap-Halbinsel ist als unruhig bekannt, was dazu führte, dass das ca. 50 km südlich der Stadt gelegene Kap der guten Hoffnung auch unter dem Beinamen „Kap der Stürme” bekannt wurde.
Der Werbeslogan von der „einzigen Stadt auf der Welt, die an zwei Ozeanen liegt”, mit dem Kapstadt immer wieder beworben wird, ist jedoch nicht korrekt, da sich der Atlantische und Indische Ozean nicht schon an der Kaphalbinsel „treffen”, sondern erst am etwa 200 km südöstlich gelegenen Kap Agulhas, welches gleichzeitig den südlichsten Punkt des afrikanischen Kontinents markiert.

Geschichte

Das Gebiet, das heute als Kapstadt bekannt ist, war ursprünglich von den San und Khoikhoi besiedelt. Im Jahre 1652 ging der Niederländer Jan van Riebeeck in der Tafelbucht an Land und gründete dort eine Versorgungsstation für die Handelsschiffe der Niederländischen Ostindien-Kompanie (Vereenigde Oost-Indische Compagnie; VOC) auf ihrer Route nach Indien. Der Ort war gewählt worden, weil sich eine geschützte Bucht als natürlicher Hafen anbot. Die Holländer vertrieben die Ureinwohner, die bisher das Gebiet besiedelt hatten, und erbauten umgehend zu ihrem eigenen Schutz das Fort de Goede Hoop – das heutige Castle of Good Hope. Da sich die Ureinwohner (von den Niederländern auch als Hottentotten wegen ihrer Sprachlaute „Stotterer“ bezeichnet) weigerten, mit den Eroberern Handel zu treiben und für sie zu arbeiten, war die VOC gezwungen, Sklaven aus ihren Handelsgebieten in Madagaskar, Indien, Malaysia und Indonesien zu importieren. Da aber nicht nur ein Mangel an Arbeitskräften, sondern auch an Frauen in der noch jungen Kolonie herrschte, wurden die Sklavinnen in doppelter Hinsicht ausgebeutet: für Arbeit und Sex. Die daraus resultierende Durchmischung von Europäern, importierten Sklaven und den afrikanischen Ureinwohnern ist der Ursprung der heutigen farbigen Bevölkerungsschicht (Cape Coloureds).

Während der 150-jährigen niederländischen Herrschaft wuchs die Siedlung zu einem wichtigen und lebendigen Hafen heran, der auch die Taverne des Meeres genannt wurde, da er Rast und Aufenthalt für die vielen Schiffe bot, die zwischen Europa und Asien verkehrten. Als die VOC am Ende des 18. Jahrhunderts nahezu bankrott war, wurde die Stadt eine leichte Beute für britische Imperialisten, die ihr Einflussgebiet in diese Region erweitern wollten. Nach der Niederlage der Niederländer gegen die Briten im Jahr 1806 am Bloubergstrand, etwa 25 Kilometer nördlich von Kapstadt gelegen, wurde die Kolonie am 13. August 1814 zur Britischen Kronkolonie erklärt und die Sklaverei abgeschafft.

Die Entdeckung und der erstmalige Abbau von Diamanten und Gold auf dem Highveld im Inneren des Landes in den Jahren zwischen 1870 und 1890 veränderte Kapstadt sehr schnell. Die Stadt war nun nicht mehr die einzige und dominierende Großstadt der Kolonie, erlangte aber als größter Hafen des Landes Reichtum und Wohlstand, während sich immer mehr Industriebetriebe in der Stadt ansiedelten. Zu dieser Zeit erwirtschaftete der damals in Kapstadt lebende Premierminister der Kapkolonie, Cecil John Rhodes, Millionen mit seinem Konzern De Beers, noch heute der größte Diamantenförderer der Welt.

Die Beulenpest im Jahr 1901 diente der damaligen Regierung der Kolonie als Vorwand, um die Rassentrennung einzuführen. Die schwarze Bevölkerung wurde in zwei Gebiete abgeschoben, eines nahe den Docks am Hafen und das andere in Ndabeni an der Ostseite des Tafelbergs. Aus dieser Siedlung entwickelten sich später die Townships der sogenannten Cape Flats. Als die National Party im Jahr 1948 die Wahlen gewann und daraufhin das Apartheid-System installierte, führte dies zu einer Reihe von gewalttätigen Auseinandersetzungen und Gerichtsverhandlungen, durch die die Rechte der schwarzen und farbigen Bevölkerung Kapstadts systematisch beschnitten wurden. Das Ergebnis waren nach Hautfarbe getrennte Wohnviertel und Stadtteile.

Jahrzehntelang versuchte die weiße Regierung schwarze Elendssiedlungen zu entfernen, da diese als Ursprung für Widerstandbewegungen gegen das Apartheid-Regime angesehen wurden. Ein prominentes Beispiel hierfür in Kapstadt ist der District Six. Der Stadtverwaltung war dieses Viertel mit ihrer sehr bunten ethnischen und religiösen Mischung und den quirligen Leben entlang der Hanover Street, die für ihre Jazzkneipen bekannt war, ein Dorn im Auge. Nachdem man absichtlich das Viertel verkommen ließ, wurde es aufgrund „unhaltbarer hygienischer Zustände“ 1966 als Sanierungsgebiet deklariert. Die Leute wurden in neu gegründete Townships wie Gugulethu, Nyanga und später Khayelitsha verteilt. 1984 wurden die letzten Häuser abgerissen. Heute ist ein Großteil der Fläche Brachland oder wird von dem 1982 gegründeten Cape Technikon genutzt.

Ein letzter Versuch wurde im Jahr 1986 unternommen, als etwa 70.000 Menschen zwangsumgesiedelt werden sollten und dabei Hunderte starben. Da auch diese radikalen Maßnahmen nicht zum gewünschten Erfolg führten, beugte sich die Regierung und begann die Lebensverhältnisse in den armen Vierteln zu verbessern.

Am 11. Februar 1990, nur Stunden nach seiner Freilassung aus dem Gefängnis, hielt Nelson Mandela seine erste öffentliche Rede seit Jahrzehnten vom Balkon des Rathauses von Kapstadt, in der er den Beginn einer neuen Ära in Südafrika ankündigte. Kapstadt hat sich seit dem Ende der Apartheid grundlegend geändert. Die Grundstückspreise entwickelten sich rasant, das Stadtzentrum ist sicherer und viele Stadtviertel wurden mittels großzügiger Sanierungsprogramme entwickelt.

Trotzdem lebt die Mehrheit der Einwohner Kapstadts noch immer in denselben, nun nach Einkommen getrennten, Stadtvierteln der Cape Flats und leidet nach wie vor unter denselben wirtschaftlichen, sozialen und gesundheitlichen Problemen. Abgesehen von einer sich bildenen kleinen farbigen und schwarzen finanziellen Oberschicht lassen die erhofften sozio-ökonomischen Verbesserungen auf sich warten. Auch Probleme von vor der südafrikanischen „Wende” – sind dieselben geblieben, wie AIDS und, die in den Touristenschwärmen geeignete Beschaffungsquellen sieht.

Wegen der fortbestehenden Probleme und der zunehmenden Korruption wird die Kritik am regierenden African National Congress immer stärker. Vor allem die Farbigen fühlen sich häufig diskriminiert durch die Politik des ANC gegenüber der Sprache Afrikaans und treten für eine größere Teilnahme am politischen Geschehen ein. Aufgrund der Bevölkerungsstruktur ist im Gegensatz zu den anderen Metropolen des Landes die Demokratische Allianz seit den Kommunalwahlen von 2006 die stärkste Partei. Sie hat ihren Rückhalt in den weißen und farbigen Wählern, die in der Stadt die Mehrheit stellen. Am 15. März 2006 wurde Helen Zille zur Bürgermeisterin gewählt, die einer Mehrparteienkoalition vorsteht, welche den ANC außen vorlässt. Dieser politische Unterschied zu der vom ANC regierten Provinz sorgte in der Vergangenheit für einige Spannungen zwischen Kommunal- und Provinzregierung.

Städtepartnerschaften

Kapstadt unterhält folgende Städtepartnerschaften:

Bevölkerung

Kapstadt und die Folgen der Apartheid

Kapstadt ist grundsätzlich eine stark entmischte Stadt. Innerhalb der ersten Siedlungsgebiete europäischer Einwanderer mit seinem rechtwinkligen Straßengrundriss befindet sich die Innenstadt. Sie lässt sich am ehesten mit dem Central Business District (CBD) nordamerikanischer Städte vergleichen. Innerhalb des CBD befinden sich die Verwaltung, Dienstleistungseinrichtungen und Handel, während Wohnungen hier nahezu nicht mehr zu finden sind. An diesen Innenstadtbereich grenzen Industrieviertel, im Wesentlichen der Hafen und dazugehörige Gewerbe wie Speditionen und Logistikunternehmen. Die Wohngebiete sind ebenfalls nach verschiedenen Kriterien hinsichtlich ihrer Bewohner unterteilt und in Abhängigkeit von der Zugehörigkeit zu den Bevölkerungsgruppen über das Stadtgebiet verteilt. Dies ist ein durch die Politik der Apartheid geschaffener Zustand. Generell kann man sagen, dass den Weißen die besseren Wohnlagen in Zentrumsnähe oder attraktiven Vororten zur Verfügung standen. Daran schlossen sich die Gebiete der farbigen Bevölkerung an, die aus ihren angestammten Wohngebieten in der Innenstadt, wie dem District Six, vertrieben wurden. Die schwarze Bevölkerung wurde in den am weitesten vom Zentrum entfernten Gebieten untergebracht. 1985 war Kapstadt die Stadt, in der die Rassentrennung am weitesten fortgeschritten war. Nur 5 Prozent lebten im „falschen” Stadtteil.

Mit dem Ende der Apartheid gibt es auch keine diskriminierenden Regelungen mehr. Dennoch ändert sich der Zustand nur langsam. Erst einem geringen Teil der ehemals benachteiligten Bevölkerungsgruppen ist es bisher gelungen, in die teureren weißen Wohngebiete umzuziehen.

Townships

Kapstadt hat mehrere Townships. Das älteste (ab 1922) ist Langa (isiXhosa: die Sonne). Es liegt von allen Townships am dichtesten am Stadtzentrum. Die späteren schwarzen Wohngebiete wurden immer am jeweiligen Stadtrand errichtet. In den fünfziger und sechziger Jahren folgten Nyanga (der Mond) und Gugulethu (unser Stolz), in den achtziger Jahren folgte Khayelitsha (unsere neue Heimat), das zweitgrößte Township Südafrikas (nach Soweto = south-west-township). Besuchern ist es heute möglich, geführte Touren durch diese Townships zu unternehmen. Nach wie vor bleiben Alleingänge, mit Kameras und anderen Accessoires behängt, gefährlich.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Kapstadt ist vor allem zwischen Oktober und März ein beliebtes Ziel für Touristen. Der Tourismus gilt als wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Stadt und die umliegenden Vororte.

Zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten gehören der Tafelberg, aber auch die Victoria and Alfred Waterfront und der victorianische Teil des Hafens, der mit Boutiquen, Restaurants, Museen oder dem Two Oceans Aquarium Touristen viel Abwechslung bietet. Als Vorbild diente die Waterfront in San Francisco.

Die Innenstadt bietet eine Vielzahl von Museen und historischen Gebäuden, wie das Kastell (Castle of Good Hope), das älteste erhaltene Gebäude Südafrikas. Es entstand im Jahr 1666 nach dem Vorbild barocker Festungen, war jedoch nie in Kampfhandlungen verwickelt. Weitere interessante Orte sind die City Hall, 1905 erbaut, die St. Georges Cathedral, Sitz des anglikanischen Erzbischofs, die Nationalgalerie und das Nationalmuseum.

In der Innenstadt befindet sich mit der Long Street eine der belebtesten Straßen der Stadt. Hier findet man Kneipen, Restaurant und Nachtclubs, die die Straße zur Vergnügungsmeile machen.

Ein Touristenmagnet ist die ehemalige Gefängnisinsel Robben Island, auf der Nelson Mandela gefangen war. Seit 1999 ist die Insel von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt worden. Sie wurde von den Apartheid-Regierungen als Lager für politische Häftlinge verwendet.

Viel besucht werden in den Sommermonaten die touristischen Vororte Camps Bay und Clifton, die zu den beliebtesten und meistbesuchten Stränden gehören und fast ausschließlich vom Tourismus leben. Der Bloubergstrand im Norden der Stadt wird meist von Wassersportlern benutzt.

Zu nennen ist außerdem der Botanische Garten Kirstenbosch am südlichen Fuß des Tafelbergs, einer der schönsten Gärten des Landes, welcher der Stadt im Jahr 1902 von Cecil Rhodes geschenkt wurde. Das Gelände wurde 1914 zum Botanischen Garten gemacht, um die einmalige Flora unter Schutz zu stellen und war der erste geschützte Garten dieser Art.

Sehenswert ist auch das nur 15 Fahrminuten von der Innenstadt an dem Autobahnkreuz N1/N7 günstig gelegene Großprojekt Century City, das einen Themenpark (Ratanga Junction), ein Einkaufszentrum (Canal Walk), ein Spielcasino, ein Feuchtgebiet-Reservat (Intaka Wetlands), Wohnungen und Büros umfasst. Canal Walk bietet über 400 Geschäfte, ein Kinozentrum, zahlreiche Restaurants und 2 Hotels. Zur Zeit werden dort noch weitere Wohneinheiten gebaut.

Einkaufen

Eine große Auswahl an Inneneinrichtungsgegenständen, Antiquitäten, hochwertiger Outdoorbekleidung, Kleidung und Accessoires aus Büffel- und Straußenleder, Artikel südafrikanischer Designer und Künstler hat sich in Kapstadt und seinen Vororten in viele gut gelegene Einkaufsmalls angesiedelt. Das Victoria & Alfred Waterfront Einkaufszentrums in der Hafengegend. Diese Mall liegt am Wasser, viele Besichtigungstouren und Rundfahrten nehmen hier ihren Anfang. Neben einer großen Auswahl an Geschäften, finden sich auch immer wieder Straßenhändler und Musikanten ein. Das in Kapstadts Weingebiet gelegene Constantia Village mit seinen Luxusgeschäften und dem Angebot an Schuhen und Handtaschen von südafrikanischen Designern oder das riesige, nördlich von Kapstadt gelegene Einkaufszentrum Canal Walk mit seinen 400 Läden, zahlreichen Restaurants und einigen Kino sind weitere bekannte Malls. Canal Walk ist das größte Einkaufszentrum auf der südlichen Hemisphäre. Die meisten großen Einkaufszentren sind an sieben Tagen in der Woche geöffnet. In Vororten können die Läden jedoch Sonntags geschlossen sein.

Wirtschaft

Kapstadt lebt neben dem Tourismus vor allem von der Textilherstellung und der Informationstechnologie (IT). Daneben sind Werbebranche, Transport und Handel zu nennen. Von Kapstadt aus werden die landwirtschaftlichen Erzeugnisse der Kap-Provinz exportiert, vor allem Obst, Kap-Wein und Blumen. Bodenschätze wie Eisenerz werden hingegen über das nördlich gelegene Saldanha Bay ausgeführt. Im Juni 2006 fand die erste Cape Town Book Fair als Joint Venture mit der Frankfurter Buchmesse statt, um das Lesen und bei höheren Buchauflagen erschwinglichere Preise vor allem bei Schulbüchern zu fördern.

Verkehr

Der Cape Town International Airport, früher D.F. Malan Airport, ist der zweitgrößte Flughafen in Südafrika. Von hier aus starten Flüge ins Inland, zunehmend auch in andere afrikanische Länder (z. B. Namibia, Botswana, Kenia) sowie zu wichtigen Flughäfen in Europa und Amerika. Weitere Ziele in Europa, Asien und Amerika werden mehrmals in der Woche angeflogen. Die bedeutendste Fluggesellschaft auf dem Flughafen ist die staatliche South African Airways, gefolgt von Nationwide und Comair. Für Billigfluglinien wie Kulula.com und 1Time ist Kapstadt ein wichtiges Ziel.

Der Flughafen ist sehr gut über das örtliche Straßennetz erreichbar. Die N2 (Garden Route, Durban) führt direkt an der Landebahn vorbei und die N1 (Bloemfontein, Johannesburg) ist nur wenige Kilometer entfernt. Eine Anbindung an den öffentlichen Verkehr fehlt dagegen.

Kapstadt verfügt über eine Regional-Bahn („Metrorail”) und ein regionales Busnetz („Golden Arrow”), die jedoch mit europäischen Standards nicht vergleichbar und stark auf Berufspendler ausgerichtet sind. Der Großteil des Nahverkehrs wird von Mini-Taxen bewältigt, private Kleinbusse, die bestimmte Strecken abfahren und die auf Handzeichen halten, aber meist überfüllt sind. Alle öffentlichen Verkehrsmittel werden fast ausschließlich von der ärmeren, farbigen Bevölkerung genutzt und Touristen wird generell von der Nutzung abgeraten, da es immer wieder zu Überfällen oder Diebstahl kommt.

Die Stadt ist straßentechnisch erschlossen, das Auto ist das Haupttransportmittel der reicheren Bevölkerung. Fahrradverkehr spielt keine Rolle. Durch die Konzeption als autofreundliche Stadt wurde es, gerade in den Randbezirken, der armen Bevölkerung schwer gemacht, sich als Fußgänger von Viertel zu Viertel zu bewegen (während der Apartheid war das auch nicht erwünscht). Deswegen sind häufig Fußgänger auf Autobahnen unterwegs, da es oft ihre einzige Chance ist, einen bestimmten Ort zu erreichen.

Bildung

Kapstadt ist neben Stellenbosch, Johannesburg und Pretoria die bedeutendste Universitätsstadt in Südafrika. Die University of Cape Town (kurz: UCT) ist eine der wichtigsten Universitäten auf dem afrikanischen Kontinent. Daneben gibt es noch die University of the Western Cape, UWC, und das Technikon Cape Peninsula University of Technology. Auch eine sicherlich zu den weltweit TOP 100 zählenden Business Schools ist in Kapstadt zu finden, die Graduate School of Business der University of Cape Town. Die Graduate School of Business befindet sich in unmittelbarer Nähe der Victoria & Alfred Waterfront.

Als wichtige Bildungsinstitutionen, insbesondere für Kapstadt-Besucher, sind die Sprachschulen (Language Schools) zu erwähnen. Als Sprach-Schul-Standort hat sich Kapstadt zu einen Top-Spot entwickelt. Menschen aus aller Welt besuchen die Englisch-Sprachschulen am Kap. Die Entwicklung begann Mitte der 1990er in relativ kleinen Verhältnissen und entwickelte sich schnell zu einem prosperierenden Markt. Gründe für die positive Entwicklung sind die Qualitätsorientierung und natürlich der hohe Freizeitwert Kapstadts.

Söhne und Töchter der Stadt

 Commons: Kapstadt – Bilder, Videos und Audiodateien