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Protuberanz

Dieser Artikel befasst sich mit Sonnenprotuberanzen. Protuberanz ist auch ein Fachbegriff aus der Geflügelzucht und bezeichnet dort eine starke Erhöhung der Schädelplatten bei Hühnervögeln.

Weiterhin ist Protuberanz ein Fachbegriff aus der Technologie der Zahnradfertigung. Darunter wird das Freischneiden des Zahnfußes mit speziellen Verzahnungsfräsern verstanden um bei der nachfolgenden Schab.- oder Schleifbearbeitung den Zahnfuß nicht mehr zu Bearbeiten.


Protuberanzen sind Materieströme auf der Sonne, die am Rand der Sonnenscheibe als matt leuchtende Bögen beobachtet werden können. Erscheinen sie als dunkle, fadenförmige Strukturen vor der Sonnenscheibe, so werden sie Filamente genannt.

Protuberanzen erscheinen oft als große Bögen, die weit ins All hinausragen. Oft haben sie eine Länge von einigen hunderttausend Kilometern, 40.000 km Höhe und 5.000 km Dicke. Besonders starke Ströme können auch über eine Million Kilometer weit über die Sonnenoberfläche aufsteigen, wobei der Bogen abheben kann und dabei die Materie ins Weltall schleudert.

Man unterscheidet zwei Arten von Protuberanzen:

Besonders starke Sonnenprotuberanzen treten etwa alle 11 Jahre auf. Während dieser Zeit sind in den Polgebieten der Erde häufiger als gewöhnlich Polarlichter zu beobachten.

Die Beobachtung von Protuberanzen war bis vor einigen Jahrzehnten nur während einer Sonnenfinsternis möglich, da die Leuchtkraft dieser Eruptionen vielfach schwächer als jene der Photosphäre ist. Seit der Erfindung von Geräten, die eine Art künstlicher Sonnenfinsternis erzeugen, sind jederzeit Beobachtungen und Messungen möglich. Beispiele sind:


Siehe auch: Sonnenteleskop, Spektrograf, Magnetik, Sonnenaktivität, Sonnenfleck, Sonnenwind