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Franz von Kobell

Dieser Artikel befasst sich mit dem Mineralogen und Schriftsteller; für den gleichnamigen und ebenfalls in München ansässigen Maler siehe Franz Kobell.

Franz Ritter von Kobell (* 19. Juli 1803 in München; † 11. November 1882 in München) war ein deutscher Mineraloge und Schriftsteller. Er ist der Sohn des Malers Wilhelm von Kobell.

Nach dem Studium in München, wo er sich dem Corps Isaria anschloss, sowie Studien in Landshut und Erlangen war er Professor für Mineralogie an der Universität München. Das Mineral Kobellit, ein Wismut-Antimon-Bleierz, wurde nach ihm benannt. Daneben schrieb er Erzählungen in oberbayerischer Mundart, dichtete aber auch im pfälzischen Dialekt seines 1779 in Mannheim geborenen Vaters. Kobells Themen kreisen um Jagd, Liebe und Wein. Er gilt als Verfasser des Studentenliedes Burschen heraus!. Die dramatisierte Fassung seiner Gschicht vom Brandner Kasper wurde 1871 in den Fliegenden Blättern veröffentlicht und steht noch heute auf dem Spielplan bayerischer Theater.

Gemeinsam mit seinem Kollegen Carl August von Steinheil nahm er 1839 die ersten Daguerreotypien in Deutschland auf, indem die beiden die mit einer von Steinheil entwickelten Kamera die Glyptothek und die Türme der Frauenkirche fotografierten.

Personendaten
Kobell, Franz von
deutscher Mineraloge und Schriftsteller
19. Juli 1803
München
11. November 1882
München