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Hauke-Haien-Koog

Der Hauke-Haien-Koog ist ein in den Jahren 1958–1960 durch Eindeichung gewonnener, etwa 1.200 Hektar großer Koog in Nordfriesland. Er wird in etwa durch Schlüttsiel im Westen, Fahretoft im Norden und Ockholm im Süden begrenzt.

Die nach der Hauptfigur aus Theodor Storms Novelle Der Schimmelreiter – dem Deichgrafen Hauke Haien – benannte Fläche ist Naturschutzgebiet und wird schwerpunktmäßig mit dem Ziel des Vogelschutzes genutzt. Seit 1967 wird der Koog dazu vom Verein Jordsand betreut. Bei Schlüttsiel befindet sich seit 1980 ein Infocenter zum Koog.

Die Eindeichung des Hauke-Haien-Kooges markiert einen Wendepunkt in der Landgewinnung an der Westküste Schleswig-Holsteins, da es der erste Koog war, bei dem die Gesamtfläche nicht mehr der landwirtschaftlichen Nutzung und Besiedlung dient. Ein Teil des Kooges ist als Speicherbecken konzipiert und fungiert heute als Schutzgebiet für Seevögel. Während des Vogelzuges dient der Koog besonders zahlreichen Entenarten als Rastplatz. Er ist jedoch auch Brutplatz für Seeschwalben, Sandregenpfeifer und Säbelschnäbler. Etwa 500 Hektar – weniger als die Hälfte – werden als Ackerland genutzt.

Literatur

 Commons: Hauke-Haien-Koog – Bilder, Videos und Audiodateien

7Koordinaten: 54° 41′ 56″ N, 8° 45′ 49″ O