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Scheibe Bergfalke II/55

Das Segelflugzeug Scheibe Bergfalke II/55 ist ein in Gemischtbauweise hergestellter, freitragender Mitteldecker der 50er Jahre, der für die Schulung und den Leistungsflug konzipiert wurde.

Beschreibung

Der Rumpf besteht aus einem in Fachwerkbauweise geschweißten Stahlrohrgerüst, welches im vorderen Bereich viergurtig und im hinteren Bereich dreigurtig gefertigt und bespannt wurde. Die Sitze liegen auf gleicher Bauhöhe hintereinander und sind mit einer einteiligen, seitlich wegklappbaren Haube versehen. Der Rumpf ist mit Bug- und Schwerpunktkupplung versehen. Als Fahrwerk dient ein fest eingebautes Zentralrad, das an einer Kufe mit einem Zentralfederbein montiert ist.

Der Tragflächenaufbau ist klassisch einholmig gestaltet und montagefreundlich geteilt. An der Wurzel sind die Flächen 1510 mm tief und am Ende immer noch 650 mm. Die Spannweite beträgt ca. 16,6 Meter, der Flächeninhalt mit Querrudern 17,7 m². Der Flügel ist mit -5,5° negativ gepfeilt und um 3,5° nach oben gestreckt. Das Leitwerk ist als freitragender Holzaufbau gestaltet. Die Flossen sind mit Sperrholz und die Ruder mit Stoff beplankt. Das Seitenruder ist fest am Rumpf montiert und hat Wirkfläche von 0,9 m². Das demontierbare Höhenleitwerk umfasst insgesamt 2 m² Fläche, wobei das Ruder selbst genau einen Quadratmeter misst.

Der Bergfalke II wurde auf 1953 auf der Basis der Mü13E entwickelt. Verantwortlicher Konstrukteur war der Dipl. Ing. Egon Scheibe. Das wesentlichste Änderungskennzeichen zum „Bergfalken I“ sind die vorgepfeilten Tragflächen, die zudem noch 260 mm nach hinten verlegt wurden, um die Sicht aus dem „Lehrersitz“ zu verbessern. Der Neupreis für das Flugzeug betrug 1955 8.900,- DM.

Technische Daten

Leistungen


Siehe auch: Liste von Flugzeugtypen