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Reinsberge

Die Reinsberge sind eine Bergkette im Ilm-Kreis in Thüringen.

Die Kette liegt in Nord-Süd-Richtung und ist etwa 10 Kilometer lang. Westlich werden die Reinsberge vom Tal der Gera begrenzt. Die östliche Grenze ist die Wipfra. Nördlich reichen die Reinsberge bis an die Stadtgrenze Arnstadts, südlich bis zum Ilmenauer Ortsteil Heyda.

Die höchsten Erhebungen der Reinsberge liegen in etwa 600 Metern Höhe. Der wichtigste Berg der Kette ist die 604 Meter hohe Reinsburg zwischen Plaue und Reinsfeld, wo sich im Mittelalter eine Raubritterburg befand , die im Jahre 1290 von König Rudolf von Habsburg und der Stadt Erfurt erobert und anschließend zerstört wurde. Im nördlichen Teil der Reinsberge liegt der 485 Meter hohe Kuhberg bei Dannheim. Der südlichste Berg ist der 552 Meter hohe Veronikaberg bei Martinroda. Über die Reinsberge führt ein Wanderweg, der Teil des Hauptwanderweges Eisenach - Jena ist.

Geologie und Vegetation

Gebildet wurde die in Süd-Nord-Richtung liegende Bergkette aus Gesteinen der Triasformation. Sie bestehen hauptsächlich aus Muschelkalk. Die Witterung hat im Laufe der Jahrtausende teils bizarre Felsen geformt, die denen im Elbsandsteingebirge ähneln. Ein Ergebnis dieser Gesteinsformationen ist eine Karstquelle am Westhang der Reinsberge, der Spring von Plaue.

Auf Grund der besonders an der Westseite steil abfallenden Hänge und tief eingeschnittener Täler wie der Kleinbreitenbacher Kessel und das Ziegenried und der damit verbundenen unterschiedlichen Mikroklimate hat sich hier eine sehr vielfältige Vegetation ausgebildet. Während die Plateaubereiche vor allem aus Kalkbuchenwäldern sowie Eichen- und Kieferntrockenwäldern bestehen, findet man an den Südwesthängen auch Standorte vieler submediterraner Pflanzenarten.

Koordinaten: 50° 46' 05" N, 10° 56' 01" O