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Maskenstein

Der Maskenstein (dän. Maskesten) wird vom Volksmund mitunter auch Trollstein genannt und ist eine Besonderheit der Wikingerzeit. Seine Verbreitung, in Verbindung mit einer bildlichen Darstellung, blieb auf Dänemark beschränkt. Bekannt sind heute nur noch nur drei derartige Steine.

Inhaltsverzeichnis

Der Stein von Århus

Er stammt vom Ende der Wikingerzeit und ist auf zwei Seiten von Runen überzogen, während die dritte Seite beinahe ausschließlich der Maske vorbehalten ist. Er trägt die Inschrift: Gunulv und Ögot und Aslag und Rolf ließen diesen Stein errichten nach Ful ihrem Fahrtgenossen, der … den Tod fand, als (die) Könige kämpften. Er befindet sich im Museum Moesgård

Der Stein von Sjellebro

Steht an einem alten Weg über den Fluss Alling Å in Djursland. Er ist der einzige der sich noch an seinem ursprünglichen Platz befindet. Ihm fehlt jegliche Inschrift. Die zugehörigen Weganlagen zur Furt wurde ausgegraben. Es fanden sich vier übereinander angelegte Straßen. Die untersten beiden waren vermutlich die älteren und gepflastert. Die oberen fanden Anschluss an eine Holzbrücke.

Mythos

Von diesem Trollstein wird erzählt, er sei der Sitz des Wassermannes, der an dieser Stelle jährlich ein Menschenopfer forderte. Einmal vergingen jedoch sechs Jahre, bevor ein Mensch ertrank. Sechs Jahre erscholl der Ruf: Die Zeit ist gekommen, aber der Mann ist nicht gekommen! Im siebten Jahr fuhr ein Wagen durch den Fluss und alle sieben Insassen kamen ums Leben.

Der Stein von Skjern

Es ist mehrheitlich ein Runenstein, der nur im Zentrum der Schauseite eine Maske trägt, die derjenigen von Sjellebro sehr ähnelt. Er steht nahe dem Ringkøbing Fjord, auf dem Friedhof der Kirche von Skjern. Seine Inschrift lautet:

Sasgard, Finnulvs Tochter, errichtete diesen Stein für Odinkar, den Sohn Osbjørns den teuren und fürstengetreuen. Ein Zauberer (soll) den Mann (treffen, verfluchen) der dieses Denkmal zerstört.