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Sydow (Adelsgeschlecht)

Sydow ist der Name eines alten brandenburgischen Adelsgeschlechts. Der Stammsitz dieser Familie ist heute der Ortsteil Sydow der Gemeinde Wust im Landkreis Stendal.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das Adelsgeschlecht erscheint urkundlich erstmals im Jahre 1259 mit Heinrich de Sidow als Marschall des Markgrafen Otto von Brandenburg. Es hat sich früh in mehrere Linien geteilt die sich zunächst hauptsächlich in der Neumark und in Pommern verbreitet hatten. Zu den bekanntesten neumärkischen Linien zählten die zu Dobberphul, Schönfeld, Stolzenfelde und Voitgsdorf, die alle in der Gegend um Königsberg in der Neumark (heute pol. Chojna) ansässig waren. Die vorpommererschen Linien zu Blumberg und Schönow hatten ihren Lehensbesitz im ehemaligen Landkreis Randow. Neuengrape war die einzige hinterpommersche Linie die ein Gut im Kreis Pyritz (heute pol. Pyrzyce) besaß. Sie hatte aber mit den anderen Linien keine Gesamthand am Lehensbesitz. In der Mitte des 19. Jahrhunderts gab es nur noch die vier Linien Dobberphul, Schönfeld, Blumberg und Schönow, die sich zum Teil recht verbreitet auch in anderen Gegenden Deutschlands angesiedelt hatten. So z. B. in West- und Ostpreußen, Posen, Schlesien, Sachsen, der Lausitz und in Westfalen.

Wappen

Das Stammwappen zeigt in Silber ein schwarzes Schild (Innenbord). Auf dem Helm befinden sich zwei natürliche gekreuzte Disteln. Die Helmdecke ist ebenfalls schwarz-silber.

Es unterscheiden sich die Wappen der neumärkischen Linien mit zwei Distelblüten von den Wappen der vorpommerschen Linien mit drei Distelblüten in der Helmzier. In beiden Linien ist aber der Stammschild durch Belegung mit drei ins Schächerkreuz gestellten silbernen Nägeln (wohl ursprünglich ein Schildbelag) vermehrt.

Namensträger

Nicht zum deutschen Adelsgeschlecht gehören

Literatur