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Fernabsatzrichtlinie

Die Fernabsatzrichtlinie, genauer die Richtlinie 97/7/EG des europäischen Parlaments und des Rates vom 20. Mai 1997 über den Verbraucherschutz bei Vertragsabschlüssen im Fernabsatz, ist die Vorgabe der Europäischen Gemeinschaft an die Staaten der Europäischen Union, insbesondere den Verbraucherschutz bei Fernabsatzverträgen zu regeln. Wie bei EG-Richtlinien üblich, legen die Erwägungen im ersten Teil des Rechtstextes den Kontext zu anderen Gesetzen und Übereinkommen fest. Die eigentliche Richtlinie ist im zweiten Teil in 19 Artikeln festgehalten.

Deutschland erließ 2000 das Fernabsatzgesetz, das zwei Jahre später in das Bürgerliche Gesetzbuch überführt wurde.

Beispielsweise sieht die Fernabsatzrichtlinie in Artikel 6 vor, dass der Käufer bei Widerruf nur für die Rücksendekosten aufzukommen hat, nicht aber für die Versandkosten des Händlers. Das Urteil des OLG Karlsruhe vom 5. September 2007 wendet dies auch auf das deutsche Fernabsatzrecht an.

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