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Caithness

Caithness ist eine Grafschaft an der Nordostspitze Schottlands mit mehr als 25.000 Einwohnern (im Jahr 2004). Die Hauptstadt ist Wick. Westlich und südlich von Caithness liegt die alte Grafschaft Sutherland. Größte Stadt mit 7.540 Einwohnern war im Jahre 2004 Thurso, gefolgt von Wick mit 7.010 und Halkirk mit 930 Einwohnern. Von Bedeutung sind die Häfen Scrabster (nahe Thurso) und John O'Groats, von wo die Fähren nach Orkney ablegen.

Die Grafschaft wurde 1975 in die schottische Region Highland eingegliedert. Mit der Grafschaft Sutherland und der Region Ross & Cromarty gemeinsam bildet Caithness eine europäische NUTS3 Einheit (UKM41). Die Grafschaft umfasst mehr als 1.800 km² und besitzt im Gegensatz zu anderen Grafschaften der Highlands lediglich etwas mehr als 10 km² Binnengewässer. Während im östlichen Teil auch Ackerbau betrieben wird, dominiert auf dem größten Teil Schaf- und Rinderhaltung. Dabei ist Schafzucht sowohl für Nebenerwerbslandwirte (sog. Crofter) wie auch als Haupterwerb von Bedeutung.

In Dunnet Head (nahe Thurso) liegt der nördlichste Punkt der Britischen Hauptinsel, während John O'Groats deren nord-östlichsten Punkt markiert.

Über die Frühgeschichte der Grafschaft ist wenig bekannt, man weiß nur, das sie vom Volk der Pikten bewohnt wurde. Caithness ist vor allem für seine archäologischen Sehenswürdigkeiten, wie die hier unzähligen Überreste von Brochs bekannt. Diese und andere Monumente werden zum Teil von der "Route der Archäologie in Caithness" erschlossen und können ganzjährig besichtigt werden. Nördlich liegt der Pentland Firth der den Archipel der Orkney von Schottland trennt; im Firth, als nördlichster Punkt von Caithness, die Isle of Stroma.

Wirtschaft

Im Norden der Grafschaft befindet sich Dounreay, ein Gelände um eine verfallene Burg, auf dem seit den 1950er Jahren nukleare Versuchsreaktoren betrieben wurden. Der Versuchsbetrieb war einer der prägenden Wirtschaftsfaktoren in den umliegenden Gemeinden. Seit 1994 befindet sich der ehemalige Versuchsreaktor im Rückbau, wodurch die mit Dounreay verbundenen mehr als 1,000 Arbeitsplätze erhalten blieben.

Sehenswürdigkeiten