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Sirwah

Sirwah (arabisch صرواح‎, DMG irwā) war die erste Hauptstadt des Reichs von Saba im 8. Jahrhundert v. Chr. auf der Arabischen Halbinsel. Die Stadt Sirwah war von einem Befestigungswall umgeben, sie beherbergte mehrere große Gebäude.

Die Ruinen von Sirwah befinden sich 40 km westlich von Marib. Durch seine Gebirgslage war die Stadt zwar gut geschützt, doch schränkte dies auch ihre Entwicklung ein. Dadurch verlor Sirwah seine Hauptstadtfunktion schon bald an Marib, dass durch seine Lage an der Weihrauchstraße ein bedeutendes Wirtschaftszentrum war.

Dennoch blieb die Stadt ein wichtiges Zentrum der Sabäer, was die Vielzahl von Tempelbauten beweist. So wurde von König Yada`il Darih I. um 700 v. Chr. ein bedeutender Almaqah-Tempel errichtet.

Archäologie

In Sirwah finden zur Zeit deutsche Ausgrabungen statt, von denen man sich weitere Erkenntnisse über die Frühzeit des sabäischen Reiches erhofft.

Archäologen des DAI haben dabei 2005 eine über 7 m lange Inschrift aus dem Sabäischen Reich entdeckt und geborgen. Der 7 Tonnen schwere Steinblock war Bestandteil des Heiligtums Almaqah und war bei einem Erdbeben von seinem Sockel gefallen. Der Epigraphiker Norbert Nebes von der Universität Jena bezeichnete die Inschrift als die bislang bedeutendste aus der Zeit des 1. Jahrhundert v. Chr. Die Inschrift berichtet von Kriegerischen Kämpfen eines Sabäischen Herrschers, die er gegen seine unmittelbaren Nachbarn im Südosten und Norden des Jemen führte.

Der Almaqah-Tempel wird z.Zt. restauriert (2008). Bei den Arbeiten wurde ein weiterer Tempel aus dem 7. Jahrhundert v. Chr. entdeckt. Dieses Heiligtum hat einen monumentalen Eingang, der mit Säulen dekoriert ist. Es enthält mehrere Räume, das Baumaterial ist Holz und Stein, der Grundriss sei einmalig im Jemen in dieser Zeit.

Koordinaten: 15° 27' N 45° 01' O