Christuskirche (Rostock)
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Christuskirche (Rostock)

Die Christuskirche war eine katholische Kirche in Rostock. Sie wurde 1909 geweiht und 1971 zerstört.

Die Kirche wurde nach Plänen des Architekten Gotthilf Ludwig Möckel im neogotischen Stil am Schröderplatz errichtet und am 24. Oktober 1909 von Bischof Hubertus Voß geweiht. Bei amerikanischen Bombenangriffen am 11. April 1944 wurde sie schwer beschädigt. Dabei starben acht Personen, darunter Priester und Ordensfrauen, in der Kirche.

Die Kirche wurde zügig wieder aufgebaut, der Turm mit einem Notdach geschlossen. Die drei Glocken (d, e, fis) blieben unversehrt. Am 15. Mai 1949 wurde die Kirche von Erzbischof Wilhelm Berning aus Osnabrück erneut geweiht.

Um eine große Magistrale, die Gehlsdorf mit der Südstadt verbinden sollte, zu bauen, war das Kirchgebäude angeblich im Wege, es sollte deswegen abgerissen werden. Unter großem Protest und nach langen Verhandlungen zwischen der Katholischen Kirche und dem Rat der Stadt Rostock wurde ein Ersatzbau, allerdings an einem nicht zentralen Platz, versprochen. Dieser Bau wurde in einer Nebenstraße (Borenweg - Häktweg) südwestlich der Innenstadt vom Baukombinat Rostock in neunmonatiger Bauzeit errichtet. Die Kirche musste einen Teil der Kosten tragen. Der Neubau ist eine Hyparschalenkonstruktion von Ulrich Müther.

Die Christuskirche, das Pfarrhaus, das Wohn- und Bürohaus und die sogenannte Notkirche mit Gemeindesaal wurden am 12. August 1971 gesprengt.

Die großen Verkehrspläne, denen die Christuskirche geopfert wurden, sind nie verwirklicht worden.

Die Tatsache, dass bis heute der Platz unbebaut geblieben ist, führte zu Vermutungen, dass politische Gründe bei der Sprengung mit entscheidend waren.

Koordinaten: 54° 5' 14" N, 12° 7' 37" O