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Mischkultur

Die Mischkultur ist der ökologisch und ökonomisch begründete gleichzeitige Anbau mehrerer Nutzpflanzenarten auf derselben Fläche im Land-, Gartenbau und Privatgarten.

Bei einer Mischkultur werden mehrere Pflanzenarten nebeneinander in einer „Pflanzengemeinschaft“ angebaut.

Inhaltsverzeichnis

Beispiele

Die Abwehr von Schädlingen und die Ausgewogenheit der Nährstoffaufnahme werden im Gegensatz zur Fruchtfolge nicht nacheinander, sondern nebeneinander gewährleistet.

Beispiele für eine Mischkultur sind der Anbau von

also z. B. von Flachwurzlern zusammen mit Tiefwurzlern. Beide nehmen sich gegenseitig keinen Platz und keine Nährstoffe weg. Manchmal entwickeln sie während ihres Wachstums die Eigenart, den Schädling des Nachbarn fernzuhalten (vgl. Zwiebel + Möhre).

In Etagenkulturen werden Pflanzen so kombiniert, dass ihre überirdischen Profile den Raum gleichmäßig nutzen (hochwüchsige Art mit schattenverträglicher kleinwüchsiger Art)

Es gibt aber auch Pflanzen, die sich gegenseitig negativ beeinflussen, zum Teil, weil sie um Nährstoffe oder Wurzelraum konkurrieren oder Schädlinge fördern, zum Teil aber auch, weil Pflanzen Stoffe ausscheiden können, sei es direkt in den Boden oder mittelbar über die Blattraufe (Wermut, Guayule Strauch), die für die Nachbarpflanze störend wirken können.

Eine weitere Form von Mischkultur mit alter Tradition ist der Anbau von Kürbissen zusammen mit Mais und Bohnen, welche auch die „Drei Schwestern“, oder Milpa genannt wird. Diese Kulturform war vor allem bei den Maya, aber auch bei vielen anderen indigenen Völkern des nordamerikanischen Kontinents weit verbreitet.

Beispiele für eine ungünstige Nachbarschaft sind:

Mischkultur vermeidet in richtiger Zusammensetzung die Nachteile von Monokulturen.

In der Pflanzenzüchtung werden verschiedene Genotypen einer Art angebaut, um

Siehe auch

Literatur

[1] - Mischkultur für Kleingärtner