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Just-in-time-Compilierung

Just-in-time-Compilierung (JIT-Compilierung) ist eine Technik aus der Praktischen Informatik, um die Performance von Anwendungssoftware, die als Bytecode vorliegt, zu verbessern. Der JIT-Compiler übersetzt während der Laufzeit bei Bedarf den Bytecode in einen nativen Maschinen-Code (also ein Code, den der Prozessor direkt verarbeiten kann).

Der Just-in-time-Compiler (JIT-Compiler) ist (neben dem Interpreter) ein Teil einer modernen Virtuellen Maschine (z.B. JVM bei Java oder CLR bei .NET) und beschleunigt die Programmausführung. Just In Time bedeutet „gerade rechtzeitig“.

Hochentwickelte JIT-Compiler können speziell für dynamische Sprachen schnelleren Code als herkömmliche Compiler generieren, da sie Closed-World-Annahmen treffen können und Dynamische Optimierungen durchführen.

Typische Beispiele findet man bei Java, .NET, Perl6, JRuby sowie in kommerziellen Smalltalk-Versionen.

Im Gegensatz zum Just-In-time-Compiler werden herkömmliche Compiler auch als „Ahead-of-time-Compiler“ (AOT-Compiler) bezeichnet, weil sie den Programm-Code vor Ausführung des Programms übersetzen. Ahead of time bedeutet „vorzeitig“.