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Charlottenberg

Dieser Artikel beschreibt die Ortsgemeinde Charlottenberg in Rheinland-Pfalz; für den schwedischen Ort Charlottenberg siehe Charlottenberg (Schweden).
Wappen Deutschlandkarte
Koordinaten: 50° 21′ N, 7° 53′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Lahn-Kreis
Verbandsgemeinde: Diez
Höhe: 340 m ü. NN
Fläche: 0,76 km²
Einwohner: 166 (31. Dez. 2006)
Bevölkerungsdichte: 218 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56379
Vorwahl: 06439
Kfz-Kennzeichen: EMS
Gemeindeschlüssel: 07 1 41 021
Adresse der Verbandsverwaltung: Louise-Seher-Straße 1
65582 Diez
Webpräsenz:
Verbandsgemeinde Diez
Ortsbürgermeister: Rainer Schmidt

Charlottenberg ist eine Ortsgemeinde im Rhein-Lahn-Kreis in Rheinland-Pfalz. Charlottenberg ist die kleinste Ortsgemeinde und jüngste Ortschaft in der Verbandsgemeinde Diez.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Das Straßendorf Charlottenberg liegt im Esterau westlich von Holzappel im nördlichen Rheinland-Pfalz auf einer Anhöhe etwa 340 m ü. NN am Rande des Naturparks Nassau.


Geschichte

Das Dorf ist im Vergleich mit den anderen Orten der Verbandsgemeinde Diez jung. Charlottenberg geht namentlich auf die Gründung durch die Fürstin Elisabeth Charlotte von Schaumburg-Nassau (1640-1707), Tochter von Peter Melander, im Jahre 1699 zurück. Achtzig Waldenser wurden am Ort angesiedelt, die 1698 aus Fenestrelle in den südfranzösischen Alpen (heute Italien) vertrieben wurden und in der Esterau eine neue Heimat fanden. Bis 1766 war Charlottenberg eine selbstständige Kirchengemeinde, in der der Gottesdienst in französischer Sprache gehalten wurde. Die Kirchengemeinde wurde danach aber der evangelischen Kirchengemeinde in Dörnberg angeschlossen.

Vorübergehend französisch besetzt, war der Ort ab 1806 Teil des Herzogtums Nassau, das 1866 von Preußen annektiert wurde. Seit 1947 ist der Ort Teil des Bundeslandes Rheinland-Pfalz.

Unterrichtssprache war bis zur Auflösung der Schule in Charlottenberg im Jahre 1767 Französisch. Erst 1870 und ab 1874 in einem neuen Schulgebäude fand wieder Schulunterricht in Charlottenberg statt.

Seit Mitte des 18. Jahrhunderts wurde in der Umgebung von Charlottenberg Blei und Silber abgebaut.

Aus Anlass des 200-jährigen Bestehens des Dorfes im Jahre 1899 wurde zu Ehren der Gründerin Elisabeth Charlotte ein Denkmal errichtet, das folgende Inschrift enthält: „Dem Glauben treu! Dem Andenken der edlen Gründerin von Charlottenberg - Die dankbaren Waldenser“. Das Todesdatum auf dem Denkmal (1706) ist falsch: Die Gräfin starb im März 1707 (vgl. Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abt. 171, Nr. Z 2970).

Religionen

Charlottenberg ist der römisch-katholischen Gemeinde St. Bonifatius in Holzappel zugeordnet und gehört mit ihr zum Pastoralen Raum Diez, welcher selbst wiederum dem Bezirk Limburg im Bistum Limburg eingegliedert ist.

Auf evangelischer Seite ist der Ort der Kirchengemeinde Dörnberg im Dekanat Diez der Propstei Süd-Nassau in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) zugehörig.


Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat besteht aus sechs Ratsmitgliedern und wurde am 13. Juni 2004 in einer Mehrheitswahl gewählt. Die Wahlbeteiligung lag bei 70,8%.


Kultur und Sehenswürdigkeiten

Vereine

In Charlottenberg gibt es zwei Vereine, die im Jahre 1897 gegründete Freiwillige Feuerwehr Charlottenberg und den Sportverein 1921 Charlottenberg.