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Biloxi (Mississippi)

Biloxi
Spitzname: Seafood Capital of the World
Lage in Mississippi
Basisdaten
Staat: Vereinigte Staaten
Bundesstaat: Mississippi
County: Harrison County
Koordinaten: 30° 25′ N, 88° 56′ W7Koordinaten: 30° 25′ N, 88° 56′ W
Zeitzone: Central Standard Time (UTC−6)
Einwohner:
Metropolregion:
48.972 (Stand: 2005)
255.383 (Stand: 2005)
Bevölkerungsdichte: 2.226 Einwohner je km²
Höhe: 6 m
Fläche: 98,5 km²
davon 22,0 km² Land
Vorwahl: +1 228
FIPS: 28-06220
GNIS-ID: 0667173
Webpräsenz: http://www.biloxi.ms.us/
Bürgermeister: A.J. Holloway

Lage am Golf von Mexiko

Biloxi (nach dem gleichnamigen Indianerstamm Biloxi) [bɪˈlɑːksɪ] ist eine Stadt im Harrison County im Süden des US-Bundesstaates Mississippi mit früher 50.644 Einwohnern in 19.588 Haushalten (laut Zählung im Jahr 2000), die vor allem Arbeitsplätze in Spielkasinos, im Tourismus, in der Keesler Air Force Base (KAFB) und in der Fischerei hatten. Biloxi besitzt eine Größe von 120,5 km², wovon 98,5 km² auf Land- und 22 km² auf Wasserfläche entfallen.

90 % der 22.115 Gebäude der Stadt wurden durch den Hurrikan Katrina am 29. August 2005 zertrümmert, 53 Einwohner starben. Durch die Zerstörung der Hotels, Motels und der Spielkasinos gingen tausende Arbeitsplätze verloren. Als Mississippis Gouverneur Haley Barbour in das Katastrophengebiet kam, sagte er: Biloxi ist nicht zerstört, Biloxi existiert nicht mehr. Inzwischen geht der Wiederaufbau der Stadt voran, aber viele Grundstücke sind im Jahr 2007 noch nicht erneut bebaut. Die Bevölkerungszahl wurde 2006 auf 44.342 Einwohner geschätzt; das entspricht nahezu der Einwohnerzahl des Jahres 1960. Sechs der Casinos sind bis 2007 wieder eröffnet worden.

Inhaltsverzeichnis

Die Stadt Biloxi

Beauvoir, das 1848 erbaute Wohnhaus des Südstaaten-Präsidenten Jefferson Davis vor seiner Zerstörung durch den Hurrikan Katrina.

Biloxi liegt auf einer Halbinsel an der Küste des Golfes von Mexiko, das Meer ist jedoch relativ seicht, da eine Inselkette vorgelagert ist. Die Stadt war bekannt für ihre so genannten Antebellum-Häuser, die malerisch an der Küstenstraße des U.S. Highway 90 lagen. Beauvoir, das 1848 erbaute Wohnhaus des Präsidenten der konföderierten Südstaaten im amerikanischen Bürgerkrieg Jefferson Davis wurde nach der Zerstörung durch den Hurrikan Kathrina bis 2008 wieder aufgebaut; es wird am 3. Juni 2008 eröffnet. Der Masterplan für das National Historic Landmark Beauvoir sieht bis zum Jahr 2012 die Rekonstruktion der gesamten historischen Anlage mit der Präsidentenbibliothek, dem Soldatenfriedhof der konföderierten Südstaaten und dem historischen Garten vor. Unweit davon wurde das im Bau befindliche Ohr-O'Keefe Museum of Art, eines der größten Museumskomplexe der Südstaaten, das von dem Architekten Frank O. Gehry entworfen worden ist, von dem Hurrikan Katrina zerstört. In dem inzwischen restaurierten George Ohr Gallery pavilion hat der Ausstellungsbetrieb im Februar 2008 begonnen. Die weiteren Museumspavillons werden in den folgenden Jahren fertiggestellt.

Die Liberalisierung der Glücksspielgesetze in Mississippi hatte in Biloxi bis 2005 zwölf große Casinos entstehen lassen. Die Stadt galt als Glückspielzentrum der südlichen USA und war ein beliebtes Reiseziel vor allem für Tagesausflügler aus den Nachbarstaaten, vor allem aus den nahe liegenden Städten New Orleans und Mobile.

Wahrzeichen von Biloxi ist der 1848 erbaute Leuchtturm, der auf einer Verkehrsinsel inmitten des in den siebziger Jahren entstandenen Highway 90 steht. Er hielt dem Hurrikan Katrina stand. Im benachbarten Gulfport befindet sich der Gulfport-Biloxi International Airport, der auch die Stadt Biloxi versorgt. Nahe Biloxi liegt die Keesler Air Force Base (KAFB), eine Basis der United States Air Force.

Hurrikan Katrina im Jahr 2005

Der Hurrikan Katrina hatte am 29. August 2005 eine Windgeschwindigkeit von 217 km/h und verursachte eine bis zu neun Meter hohe Flutwelle, die die Stadt Biloxi überflutete und große Zerstörungen anrichtete. Nur wenige größere Betongebäude sind stehen geblieben, auch sie wurden schwer beschädigt. Einige der im Hafen vertäuten schwimmenden Kasinos wurden losgerissen und vom Sturm bis zu 500 Meter weit aufs Land geworfen, was dort weitere Zerstörungen zur Folge hatte.

Zahlreiche Einwohner, welche sich nicht zuvor evakuieren ließen, ertranken durch die Flutwelle in ihren Häusern oder wurden mit den Trümmern ihres Hauses von der Flutwelle fortgetragen.

Wegen der Zerstörung der meisten schwimmenden Spielkasinos, vieler Hotels und Motels sowie zahlreicher Industriebetriebe der Stadt gingen tausende Arbeitsplätze verloren. Inzwischen haben das Repräsentantenhaus und der Senat des Staates Mississippi das Glücksspielgesetz so geändert, dass die Kasinos der Küstenregion ihre Gebäude bis zu 800 Fuß vom Wasser entfernt auf dem Land errichten dürfen und sie nicht mehr im Wasser verankern müssen (Anfang Oktober 2005).

Söhne und Töchter der Stadt

 Commons: Category:Biloxi, Mississippi – Bilder, Videos und Audiodateien