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Landschaftspark

Landschaftspark oder Landschaftsgarten bezeichnet im Zusammenhang von Parks und Gärten eine verhältnismäßig große Fläche, eine Landschaft, die nach bestimmten Vorstellungen der Gartenkunst umgeplant und umgestaltet wurde.

Inhaltsverzeichnis

Unterscheidung

Englischer Landschaftspark

Der Englische Landschaftspark oder Englische Landschaftsgarten (auch kurz Englischer Park oder -Garten) ist ein Landschaftspark, dessen Form und Stil sich in England im 18. Jahrhundert entwickelte. Innerhalb der Geschichte der Gartenkunst entstand er als bewusster Kontrast zum bisher dominierendem Barockpark französischer Prägung, der die Natur in geometrisch exakte Formen zwang.

siehe dazu den Fachartikel: Englischer Landschaftspark

Ferme Ornée

Ein bekannter englischer Garten- und Landschaftsgestalter war William Shenstone. In seiner Schrift „Unconnected thoughts on gardening” (1764) beschreibt er sein Konzept einer „Ferme Ornée”. Es hat zum Ziel, ästhetische Gestaltung und landwirtschaftliche Nutzung einer Landschaft in Einklang zu bringen. Wesentliche gestalterische und Nutzungselemente der "Ferme Ornée" sind:

Eine aktuelle Version dieses Konzeptes entsteht zur Zeit (2008) im nördlichen Saarland. Dort wird nach dem Vorbild der „Ferme Ornée” auf einem ca. 180 ha großen Gelände das Projekt „Landschaftspark Imsbach” realisiert.

Volks- und Stadtparks

In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurden die Landschaftsparks durch Volksparks und innerstädtische Stadtparks ergänzt.

Rekultivierte Industrielandschaften

In jüngerer Zeit wird auch eine manchenorts zu Vergnügungszwecken rekultivierte Industriearchitektur oder postindustrielle Stadtlandschaft als „Landschaftspark“ bezeichnet, so der Landschaftspark Duisburg-Nord (Lapadu) oder der Emscher Landschaftspark.

Literatur