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Historisches Lexikon der Schweiz

Das Historische Lexikon der Schweiz (HLS) ist ein seit 1988 laufendes Projekt, das den Stand des Wissens über die Geschichte der Schweiz in Form einer Enzyklopädie darstellen will.

Herausgeberin des HLS ist die Stiftung Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), die unter dem Patronat der Schweizerischen Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften und der Schweizerischen Gesellschaft für Geschichte steht. Die Finanzierung erfolgt durch die Schweizerische Eidgenossenschaft aus Steuergeldern. Die Redaktion umfasst etwa vierzig Mitarbeiter, insgesamt arbeiten über 2500 Autoren am Projekt.

Das HLS soll jährlich einen Band herausbringen und voraussichtlich 2014 dreizehn Bände und rund 40.000 Artikel zu Personen, Familien, Orten und Sachthemen umfassen. 2002 erschien der erste Band, im Oktober 2007 der sechste.

Das Werk erscheint in vollem Umfang in den drei Landessprachen Deutsch, Französisch und Italienisch. Auf Französisch heisst es Dictionnaire historique de la Suisse (DHS), auf Italienisch Dizionario storico della Svizzera (DSS). Die Originalbeiträge der Autoren werden in die jeweils anderen Sprachen übersetzt.

In der vierten Landessprache Rätoromanisch erscheinen seit 1999 Ortsartikel als jährliche Vorabpublikationen. 2008/2009 soll eine einbändige Teilausgabe als Lexicon istoric retic erscheinen. Sie hat zum Ziel, die Entwicklung des rätischen und bündnerischen Raumes, also des heutigen dreisprachigen Kantons Graubünden sowie einiger angrenzender Regionen, in ihren historischen und kulturellen Zusammenhängen möglichst umfassend darzustellen.

Seit 1998 ist eine Version im World Wide Web online abrufbar. Das so genannte e-HLS (e-DHS; e-DSS) enthält die volle Stichwortliste sowie die von der Schlussredaktion freigegebenen Artikel, jedoch keine Illustrationen. Seit 2004 ist auch das e-LIR online.

Vorgänger des HLS war das Historisch-Biographische Lexikon der Schweiz (HBLS), das Victor Attinger von 1921–1934 herausgegeben hat.

Literatur