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Landkreis Starnberg

Der Landkreis Starnberg liegt im Südwesten des bayerischen Regierungsbezirks Oberbayern. Nachbarlandkreise sind im Norden der Landkreis Fürstenfeldbruck, im Osten der Landkreis München, im Südosten der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen, im Süden der Landkreis Weilheim-Schongau und im Westen der Landkreis Landsberg am Lech.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Der Landkreis Starnberg wird auch "Fünf-Seen-Land" genannt. Er umfasst den nordwestlichen Landstrich des Starnberger Sees, sowie den Weßlinger See, den Wörthsee, den Pilsensee und Teile des östlichen Ammersee. Zwischen dem Starnberger See und dem Ammersee erstreckt sich eine Hügellandschaft, die bei Tutzing mit der Ilkahöhe (728 m) ihre höchste Erhebung im Kreisgebiet hat. An seinem Nordufer verlässt die Würm den Starnberger See. Sie hat sich ein enges Flussbett gegraben und verlässt bei Krailling das Kreisgebiet in Richtung München.

Geschichte

Das Gebiet des Landkreises Starnberg gehört schon sehr lange zu Bayern. 1803 wurde das Landgericht Starnberg errichtet, das zum Isarkreis gehörte, der 1838 in Oberbayern umbenannt wurde. 1862 wurde es Teil des Bezirksamts München links der Isar und 1879/80 des Bezirksamt München II. Erst 1902 wurde ein eigenes Bezirksamt Starnberg errichtet. 1939 wurde es in Landratsamt, der zugehörige Bezirk in Landkreis Starnberg umbenannt.

Im Rahmen der Gebietsreform in Bayern 1972 wurde der Landkreis Starnberg um einige Gemeinden des Landkreises Wolfratshausen auf seine heutige Ausdehnung vergrößert.

Einwohnerentwicklung

Der Landkreis ist als Naherholungskreis beliebt und hat eine starke Zuwanderung aus dem Raum München zu verzeichnen. Im Jahr 2002 wohnten im Landkreis Starnberg noch 121.723 Einwohner, während es 2005 schon 129.098 Einwohner waren.

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft

Die Einkommensteuerkraft je Einwohner lag im Jahr 2004 bei 447 Euro (Bundesdurchschnitt 216). Die Kaufkraft je Einwohner im Jahr 2005 lag bei 9.955 Euro (Bundesdurchschnitt 8.523).

13,5 % der Beschäftigten im Landkreis Starnberg haben einen Hochschul- oder Fachhochschulabschluss - doppelt so viele wie im Bundesschnitt.

Verkehr

Der Landkreis Starnberg wird überwiegend von S-Bahnlinien erschlossen. Die S 6 erreicht auf der 1854 von der Pasing-Starnberger Eisenbahn erbauten Strecke von München her über Gauting in Starnberg das Westufer des Sees; dann führt sie auf dem Abschnitt bis Tutzing weiter, der 1865/66 ebenso wie die Verlängerungen nach Weilheim und Penzberg von der Eisenbahn der Stadt Weilheim hinzugefügt worden ist.

Die S 5 benutzt die Bahnlinie, die 1903 durch die Bayerische Staatsbahn von Pasing nach Herrsching in Betrieb genommen wurde.

Politik

Kreistag

Die Sitzeverteilung im Kreistag.
Jahr CSU SPD Grüne FDP FW ÖDP gesamt Wahlbeteiligung in %
2008 23 9 10 7 9 2 60 63,1
2002 28 11 6 4 9 2 60 63,8

Landräte

Wappen

Wappenbeschreibung: "Dem bayerischen Rautenschild aufgelegt oben ein schreitender goldener Löwe, unten ein einköpfiger goldener Adler." Das Wappen geht auf die Grafen von Andechs-Meranien zurück.

Städte und Gemeinden

(Einwohner am 30. September 2006)

Stadt

  1. Starnberg (23.017)

Keine Märkte

Keine Verwaltungsgemeinschaften

Gemeindefreie Gebiete (62,36 km²)

  1. Starnberger See (57,16 km²)
  2. Forst Unterbrunn (5,20 km²)

Gemeinden

  1. Andechs (3.235)
  2. Berg (8.144)
  3. Feldafing (4.358)
  4. Gauting (19.473)
  5. Gilching (18.388)
  6. Herrsching a.Ammersee (10.028)
  7. Inning a.Ammersee (4.231)
  8. Krailling (7.584)
  9. Pöcking (5.675)
  10. Seefeld (7.072)
  11. Tutzing (9.437)
  12. Weßling (5.132)
  13. Wörthsee (4.672)