Heim

Division Spezielle Operationen

Division Spezielle Operationen

Verbandsabzeichen
Aufstellung 1. April 2001
Land Deutschland
Streitkräfte Bundeswehr
Teilstreitkraft Heer
Typ Luftlandedivison aus Eingreif-/ und Stabilisierungskräften mit Spezialkräften
Unterstellte
Truppenteile
Stabskompanie

Kommando Spezialkräfte
Luftlandebrigade 26
Luftlandebrigade 31
Luftlandefernmeldekompanie 100
LuftlandeflugabwehrRakBatt. 100
Luftlandefernmeldekompanie 200
Fernspählehrkompanie 200
Heeresmusikkorps 300

Stärke 10.600 Mann (Soll)
Unterstellung Heeresführungskommando
Sitz des Stabes Regensburg
Kommandeur
Kommandeur GenMaj Hans Werner Fritz

Die Division Spezielle Operationen (DSO) ist eine zukünftig etwa 10.000 Mann starke Division des deutschen Heeres mit Sitz des Stabes in Regensburg und unterstellten Truppenteilen in den Bundesländern Niedersachsen, Saarland, Rheinland-Pfalz, Bayern, Hessen und Baden-Württemberg. Die Division bündelt alle luftlandefähigen Kräfte und Spezialkräfte des Heeres. Damit ist die Division besonders für Spezialmissionen befähigt, die nicht dem klassischen Kampf hoher Intensität gegen militärisch organisierte Kräfte entsprechen. Teile der Division sind als Eingreifkräfte klassifiziert. Die in der Öffentlichkeit bekannteste unterstellte Einheit ist das Kommando Spezialkräfte (KSK).

Inhaltsverzeichnis

Auftrag

Der DSO sind vier Aufgaben zugewiesen:

Organisation

Derzeit gliedert sich die Division in folgende Dienststellen:

Geschichte

Die Division kann vor allem in der Tradition der 1956 aufgestellten 1. Luftlandedivision in Esslingen (ab 1964 Bruchsal) gesehen werden. Diese wurde 1992 in Somalia eingesetzt.

1994 fusionierte die 1. Luftlandedivision mit der 4. Panzergrenadierdivision, die 1956 als 4. Grenadierdivision in Regensburg aufgestellt worden war, zum Kommando Luftbewegliche Kräfte/4. Division. Ihr unterstanden anfänglich drei Luftlandebrigaden. 1995 wurde das KLK/4. Division in Kroatien im Rahmen von GECONUNPF bzw. GECONIFOR 1 eingesetzt. 1996 wurde die Luftlandebrigade 25 in das Kommando Spezialkräfte umgegliedert. 1997 wurde der Verband in Sarajevo als Teil des deutschen SFOR-Kontingents eingesetzt. Ebenfalls 1997 evakuierten Einheiten des Verbandes Deutsche aus Tirana. 1998 verlegten Teile des Verbandes nach Tetovo in Mazedonien. 1999 folgten Einsätze in Albanien (AFOR) und im Kosovo (KFOR).

Am 1. April 2001 wurde der Verband zur „Division Spezielle Operationen“ umgegliedert. 2002 war die Division Leitdivision für den ISAF-Einsatz in Afghanistan. Zum 1. Januar 2003 wurde die Luftlandefernmeldekompanie 100 neu aufgestellt.

2003 wechselte das Fernmelderegiment 4 zur Division Luftbewegliche Operationen, im Gegenzug wechselte die Luftlandefernmeldekompanie 9 aus Dillingen umbenannt zur Luftlandefernmeldekompanie 200 zum 01. Oktober 2003 zur Division. Die Fernspählehrkompanie 200 wurde der DSO am 1. Juli 2006 auch Truppendienstlich von der Internationalen Fernspähschule überstellt. Die leichte Flugabwehrraketenbatterie 100 wurde am 1. Oktober 2006 der DSO unterstellt und in Luftlandeflugabwehrraketenbatterie 100 umbenannt. Im Dezember 2006 wurde die Batterie von Borken nach Seedorf verlegt. Zum 1. Januar 2008 wurde das Luftlandefernmeldebataillon DSO in Stadtallendorf neu aufgestellt.

Ausblick

Teile des Personals der Luftlandefernmeldekompanien 100 und 200 aus Dillingen bzw. Regensburg werden zur Herstellung der Einsatzbereitschaft des Luftlandefernmeldebataillons DSO bis Ende 2008 herangezogen. Die beiden Luftlandefernmeldekompanien werden danach aufgelöst. Zusätzlich werden Kräfte der aufzulösenden Panzerbrigade 14 (Neustadt) sowie des Logistikbataillons 51 (Stadtallendorf) zur Aufstellung verwendet.

Verbandsabzeichen

Das Verbandsabzeichen der Division zeigt als Symbol der Luftlandekräfte einen goldenen Adler im Sturzflug auf blauem Grund, die Umrandung ist weiß/silber mit eingeflochtenem schwarzen Faden. Als Hinweis auf die Spezialkräfte der Division ist auf dem Wappen unter dem Adler ein nach oben zeigender schwarzer Pfeil abgebildet. Die Wappen der unterstellten Brigaden sind gemäß der heraldischen Tradition des Heeres mit dem Wappen der Division fast identisch. Lediglich die Umrandung des Wappenschildes unterscheidet die Brigaden: Weiß für das KSK, rot für Luftlandebrigade 26 und gelb für die Luftlandebrigade 31.

Kommandeure

Nr. Name Beginn der Berufung Ende der Berufung
4 Generalmajor Hans-Werner Fritz 10. Januar 2008 ---
3 Generalmajor Hans-Lothar Domröse März 2006 10. Januar 2008
2 Generalmajor Rainer Glatz 1. September 2002 März 2006
1 Generalmajor Hans-Otto Budde Juni 2001 August 2002

Verweise

Interne Verweise

Literatur

Weblinks