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Lojsta

Lojsta ist eine kleine mittelgotländische Gemeinde in Schweden. Sie ist vor allem bekannt durch die etwa 150 km² großen Lojsta hajd (Heide) und die dort im „Russparken“ gehaltenen halbzahmen Russpferde. Historisch interessant ist Lojsta durch das eisenzeitliche Haus „Lojstahallen“, die Reste der mittelalterlichen Festungsanlage „Lojsta Slott“ aus dem 13. Jahrhundert, die Kirche von Lojsta mit Langhaus und Chor aus dem 13. Jahrhundert sowie eine 1000-jährige Eiche, die den ältesten Baum Gotlands darstellt.

In der Nähe von Lojsta befindet sich mit 83 m ö.h. der höchste Punkt der Insel Gotland. Im Zuge der postglazialen Landhebung kam hier vor 12.000 Jahren die erste Landspitze aus der baltischen Eissee hervor. Die Umgebung von Lojsta bildet eine für Gotland untypische Hügellandschaft und ist geprägt von kleinen Seen, die den Rest eines großen Sees bilden, der durch die Landhebung allmählich verschwand.

Inhaltsverzeichnis

Lojstahallen

Das eisenzeitliche Haus „Lojstahallen“ datiert aus der Zeit um 0-500 n. Chr. John Minien grub das Fundament der Lojstahallen im Jahre 1931 aus und datierte den Fund, insbesondere anhand der Keramik, auf die jüngere Eisenzeit. Unter Leitung von Gerda Boethius und John Minien wurde ein Hallenbau rekonstruiert. Sein hohes, bis zum Boden reichendes Schilfgrasdach ist nachempfunden. Original sind dagegen seinen Pfostenreihen, der abgewetzte Schwellenstein und die Herdsteine.

Lojsta Slott

Für die Reste der mittelalterlichen Befestigungsanlage „Lojsta Slott“ gehen die aufgefundenen Datierungen bis in das 13. Jahrhundert zurück. Die strategischen Gegebenheiten waren indes so günstig, dass auch hier Vorgängeranlagen möglich sind. Der Platz wird geschichtlich mit den Vitalienbrüdern in Verbindung gebracht.

Kirche von Lojsta

Die Kirche von Lojsta mit Langhaus und Chor aus dem 13. Jahrhundert ist wegen der Wand- und besonders der Glasmalereien, wegen des Schnitzaltars (Retabel) des stark beschädigten Taufsteins und des Triumphkreuzes von kulturgeschichtlicher Bedeutung.

Literatur