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Hutthurm

Wappen Deutschlandkarte
Koordinaten: 48° 40′ N, 13° 28′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Passau
Höhe: 465 m ü. NN
Fläche: 37,20 km²
Einwohner: 5967 (31. Dez. 2006)
Bevölkerungsdichte: 160 Einwohner je km²
Postleitzahl: 94116
Vorwahl: 08505
Kfz-Kennzeichen: PA
Gemeindeschlüssel: 09 2 75 128
Adresse der Marktverwaltung: Marktplatz 2
94116 Hutthurm
Webpräsenz:
www.hutthurm.de
Bürgermeister: Hermann Baumann (CSU)

Hutthurm ist ein Markt im Ilztal im niederbayerischen Landkreis Passau.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Geographische Lage

Hutthurm liegt in der Region Donau-Wald östlich der Ilz. Der Markt liegt verkehrsgünstig direkt an der B 12 und am Autobahnzubringer nach Aicha vorm Wald zur Bundesautobahn 3 (20 km). Hutthurm befindet sich 12 km nördlich von Passau, 13 km westlich von Hauzenberg, 14 km südwestlich von Waldkirchen und 22 km südlich von Freyung. Bis zur Grenze zu Tschechien bei Philippsreut sind es über die B 12 exakt 40 km.

Es existieren folgende Gemarkungen: Hutthurm, München, Prag, Leoprechting.

Nachbargemeinden


Geschichte

Die Ortschaft Hutthurm kann ihre Geschichte bis ins Mittelalter zurückverfolgen. Der alte Markt, der bereits im 11. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt wurde, verdankt seine Entstehung und seine früh einsetzende wirtschaftliche Prosperität den Herren von Wotzmannsdorf.

Die erste schriftliche Überlieferung aus dem Jahr 1075, die Stiftungsurkunde von St. Nikola, gibt Auskunft, dass der Ort Hutthurm bereits zu dieser Zeit selbständige Pfarrei war.

Die alte Kirche brannte im Jahr 1750 ab und wurde von Passauer Künstlern im Barockstil wieder aufgebaut. Der festungsartig anmutende Turmbau des alten „Hutthurmes“ unweit des Goldenen Steigs wurde in seiner alten Form beibehalten und dürfte in dieser übernommenen Form 1483 errichtet worden sein. Erhalten gebliebenen sind zwei Glocken aus den Jahren 1501 und 1520.

Das Amt des Hochstiftes Passau wurde mit dem größten Teil des hochstiftischen Gebietes 1803 zugunsten Ferdinands von Toskana säkularisiert und fiel erst mit den Friedensverträgen von Brünn und Preßburg 1805 an Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

In die Marktgemeinde Hutthurm wurden zum 1. Januar 1972 die ehemaligen Gemeinden München und Prag eingemeindet. In den vergangenen Jahren konnte die Marktgemeinde Hutthurm eine Aufwärtsentwicklung und damit auch strukturelle Verbesserungen auf vielen Bereichen erzielen, so dass sich die früher fast ausschließlich landwirtschaftlich orientierte Gemeinde zu einem Wirtschafts-, Verwaltungs-, Schul- und Verkehrszentrum entwickelt hat.

Einwohnerentwicklung

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 4.414, 1987 dann 4.935 und im Jahr 2000 5.798 Einwohner gezählt. Im Jahre 2004 wohnten 5903 Menschen in der Marktgemeinde.

Politik

Bürgermeister ist Hermann Baumann (CSU).

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 4271 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 1196 T€.

Hutthurm von Büchlberg aus gesehen

Kultur und Sehenswürdigkeiten


Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 28, im produzierenden Gewerbe 1247 und im Bereich Handel und Verkehr 322 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 854 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 2950. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe 11 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 100 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2138 ha, davon waren 1573 ha Ackerfläche und 564 ha Dauergrünfläche.

Verkehr

Hutthurm ist über die Bundesstraße 12, sowie über den Autobahnzubringer Staatsstraße 2131 Hutthurm-Aicha v. Wald (A 3 mit dem überörtlichen Straßennetz verbunden.

Mit Kalteneck und Fürsteneck besitzt Hutthurm seit 1890 zwei Haltestellen auf dem Gemeindegebiet an der Bahnstrecke Passau–Freyung, welche jedoch seit 2002 nicht mehr befahren wird.

Bildung

Im Jahr 1999 existierten folgende Einrichtungen:

Die Grundschulklassen sind jahrgangsweise verteilt auf Hutthurm, Prag und Kalteneck.

Söhne und Töchter der Stadt

 Commons: Hutthurm – Bilder, Videos und Audiodateien