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Kata

Dieser Artikel erläutert die Verwendung des Wortes Kata im Zusammenhang mit Kampfkunst; zu anderen Bedeutungen dieses Begriffes siehe Kata (Begriffsklärung).

Kata (jap. 形, dt. „Form, Stil, Haltung“ oder seltener 型 für „Vorschrift, Muster, Abdruck, Schablone“) ist ein Begriff aus den japanischen Kampfkünsten und bezeichnet die stilisierte Form eines Kampfes gegen einen oder mehrere reale oder imaginäre Gegner, bei der Verteidigung, Angriffe und Gegenangriffe in festgelegter Abfolge und Ausführungsart geübt werden.

Das Training der Kata zwingt die Übenden, die immer gleiche Situation ohne (oder mit nur geringen) Abweichung zu wiederholen. So werden bestimmte Grundprinzipien der Kampfkunst über einen langfristigen Prozess verinnerlicht. Kata dienen daher dem Zweck, die Essenz eines Stils zu konservieren und von einer Generation zur nächsten weiterzugeben, auch wenn andere Übungsformen von den Generationen verändert und an neue Anforderungen angepasst werden. Trotz dieses Gedankens ist zu beobachten, dass auch Kata mitunter geändert werden (siehe auch Koryū).

Im Normalfall werden Kata partnerlos ausgeführt. Die Anwendungsform einer Kata mit einem Partner wird Bunkai genannt.

Kata sind eine Übungsform im Karate, Jūdō, Aikidō, Iaidō, Kendō und anderen Budō-Künsten. In einigen Kampfsportarten werden auch Wettkämpfe durchgeführt, bei denen die Darbietungen jeweils von Kampfrichtern bewertet werden.

In vietnamesischen Kampfkünsten bezeichnet man die Formen mit Quyen, bzw. Bai-Quyen.

Ursprünglich lautet der Begriff für „Form“ im koreanischen Taekwondo Hyong. Diese wurden mittlerweile im ITF durch die recht ähnlichen Tul und im WTF durch die neueren Pumsae ersetzt. Die Hauptgründe dafür sind eine Modernisierung des Stils und die Abgrenzung vom ursprünglichen Taekwondo. In der Literatur, die in der Anfangszeit des modernen Taekwondo entstand, sind noch die Shotokan-Kata als Formen enthalten.

Siehe auch