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Millstreet

Millstreet (gälisch Sráid an Mhuilinn) ist eine Stadt im Westen von County Cork, Irland mit ungefähr 1500 Einwohnern.

Inhaltsverzeichnis

Stadtgeschichte

Millstreet wurde im 18. Jahrhundert erbaut, und zwar um eine alte Mühle herum, woher die Stadt auch ihren erhielt. Der Ort wurde das Zentrum der kirchlichen Lebens in einem größeren Umkreis. Zentrales Gebäude der Stadt ist die katholische Kirche, die St. Patrick gewidmet ist. Die Stadt wuchs weiter und die Landwirtschaft gewann mehr und mehr an Bedeutung; besonders Vieh zur Lederherstellung wurde in ganz Irland verkauft. Des Weiteren wurden Fabriken zur Herstellung von Backsteinen, Webereien und Brauereien errichtet. Die Webereien bestanden bis um 1890, die anderen Wirtschaftszweige spielen heute noch eine große Rolle in der Stadt.

1810 wurde in Millstreet eine große Kaserne errichtet, später auch ein Gerichtsgebäude, in dem heute aber nicht mehr verhandelt wird. Am 16. April 1853 wurde die Stadt ans Schienennetz angeschlossen, seit 1976 ist der Bahnhof Millstreets aber für den Güterverkehr nicht mehr zugelassen. Millstreet ist auch eine Station des europäischen Fernwanderwegs E8.

Medienpräsenz

1993 zog die Stadt nationale und internationale Aufmerksamkeit auf sich, als der Eurovision Song Contest in Millstreet ausgetragen wurde. Es ist bis heute die kleinste Stadt, die je den Wettbewerb ausrichtete. Die Medienpräsenz führte zu einem deutlichen Aufschwung im touristischen Bereich, der über mehrere Jahre anhielt.

Auch größere sportliche Veranstaltungen finden regelmäßig statt: Steve Collins kämpfte zweimal in Millstreet um den Weltmeistertitel im Boxen im Mittelgewicht, 1999 fand das Weltcupspringen im Springreiten dort statt. Im Juli 2006 war man Gastgeber des 29. Zusammenkunft der Jongleure Europas mit über 2000 Teilnehmern.

Städtepartnerschaften

Im Oktober 2005 wurde der zwanzigste Jahrestag der Städtepartnerschaft mit Pommerit le Vicomte in der Bretagne, Frankreich gefeiert.