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Wilhelm von Holland

Wilhelm von Holland (* 1227; † 28. Januar 1256 bei Hoogwoud) war (als Wilhelm II.) Graf von Holland und römisch-deutscher Gegenkönig, ab 1254 König.

Leben

Er war der Sohn des Grafen Florens IV. von Holland-Seeland und der Gräfin Mathilde von Brabant.

Er folgte 1234 dem Vater in der Grafschaft, wobei er bis 1239 unter Vormundschaft seiner Onkel Wilhelm und Otto stand. Er wurde nach dem Tode des Gegenkönigs Heinrich Raspe, als sich kein anderer deutscher Fürst bereit fand, den Kampf gegen das staufische Haus aufzunehmen, am 3. Oktober 1247 von der päpstlichen Partei in Worringen zum König gewählt. Er wurde am 1. November 1248 in Aachen, das er nach langwieriger Belagerung erst erobert hatte, vom Kölner Erzbischof gekrönt, musste aber, da die meisten Fürsten sich teils für Friedrich II. erklärten, teils keinen der beiden zum König wollten, ohne etwas ausrichten zu können, nach Holland zurückkehren. Erst nachdem Friedrich II. 1250 gestorben und sein Sohn Konrad genötigt war, nach Italien zu eilen, um dieses für sich zu retten, gewann Wilhelm durch Gnadenbezeigungen und Belehnungen in Deutschland einigen Anhang und nach Konrads IV. Tod (1254) allgemeinere Anerkennung.

Er führte darauf gegen Gräfin Margarete von Flandern einen Krieg, aus dem Holland als Sieger hervorging und zog 1256 aus, um aufständische Friesen zu unterwerfen, brach am 28. Januar auf diesem Feldzug mit seinem Pferd bei Hoogwoud durch das Eis und wurde von den Friesen gefunden und getötet, wonach die Leiche verscharrt wurde. Erst 1282 wurde sein Leichnam von seinem Sohn Floris V. aufgefunden und nach Middelburg gebracht.

Vermählt war er seit 1252 mit Elisabeth von Braunschweig (* um 1235; † 1266), Tochter Herzog Ottos des Kindes.

Literatur

 Commons: Galerie mit Darstellungen Wilhelms von Holland – Bilder, Videos und Audiodateien
Personendaten
Wilhelm von Holland
römisch-deutscher König
1227
28. Januar 1256