Heim

Santo Domingo

Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen werden unter Santo Domingo (Begriffsklärung) aufgeführt.

Koordinaten: 18° 29′ N, 69° 54′ W

Santo Domingo de Guzmán
DEC
Santo Domingo de Guzmán
Santo Domingo auf der Karte der Dominikanischen Republik
Basisdaten
 Staat Dominikanische Republik
 Distrikt Distrito Nacional
 Stadtgründung 5. August 1494
 Einwohner 2.023.029 (2005)
   - im Ballungsraum 3.014.633
Detaildaten
 Fläche 104,44 km²
 Bevölkerungsdichte 914 Ew./km²
 Höhe 0 m ü.d.M.
 Gewässer Río Ozama, Karibik
 Zeitzone UTC-4
 Webseite adn.gov.do
Kathedrale von Santo Domingo

Santo Domingo de Guzmán ist die Hauptstadt der Dominikanischen Republik und mit 2.023.029 Einwohnern in der eigentlichen Stadt und 3.014.633 in der Agglomeration (Stand jeweils 1. Januar 2005) zugleich die größte Metropole des Landes. Santo Domingo und das etwa gleich große Havanna, die Hauptstadt Kubas, sind zudem die beiden größten Städte der Westindischen Inseln in der Karibik. Santo Domingo ist Sitz eines Erzbischofs. Der internationale Flughafen Las Américas von der Dominikanischen Republik befindet sich in der Nähe von Santo Domingo.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Die Stadt liegt an der Südküste der karibischen Insel Hispaniola an der Mündung des Río Ozama und besitzt den bedeutendsten Hafen der Republik (La Haina).

Klima

Die Durchschnittstemperatur beträgt 25,7 °C, der jährliche Niederschlag 1385 Millimeter.

Geschichte

Santo Domingo war seit 1496 von Europäern besiedelt, wurde aber offiziell erst 1498 von Christoph Kolumbus' Bruder Bartolomeo an der Mündung des Flusses Ozama gegründet und ist somit die älteste, von Europäern errichtete Stadt in der Neuen Welt. Sie hieß La Nueva Isabela.

1502 wurde sie wegen eines Hurricans und einer Ameisenplage vom damaligen Statthalter der Insel, Nicolás de Ovando, am Westufer des Flusses Ozama neu gegründet und erhielt den heutigen Namen. Die neu gegründete Stadt wies erstmals den Grundriss einer Idealstadt auf, wie ihn die Städtebauer der Renaissance forderten. Das Stadtbild mit seinen rechtwinkelig angelegten Straßen und einem zentral gelegenen Platz (Plaza de Armas oder Plaza Mayor) sollten prägend für alle folgenden Neugründungen in ganz Lateinamerika werden.

Die Kathedrale Basilica Menor de la Virgen de La Anunciación ist die älteste Kathedrale Amerikas (Grundsteinlegung 1521, eingeweiht 1540). 1546 wurde sie von Papst Paul III. zur ersten erzbischöflichen Kathedrale der Neuen Welt erhoben. Sie barg bis 1992 die Gebeine von Kolumbus, die anlässlich der 500-Jahrfeier der Entdeckung Amerikas in den neuen Faro a Colón überführt wurden.

1538 wurde hier die älteste Universität Amerikas eröffnet. Während der Trujillo-Diktatur hieß Santo Domingo von 1936 bis 1961 Ciudad Trujillo.

Kultur

Die UNESCO erklärte 1990 die historische Altstadt (span. Ciudad Colonial) am westlichen Ufer des Río Ozama zum Weltkulturerbe der Menschheit.

Im Jahr 2003 wurden in Santo Domingo die 14. Panamerikanischen Spiele ausgetragen.

Sehenswürdigkeiten

Alcázar de Colón

Am Plaza de la Hispanidad mit Blick über den Río Ozama liegt der unter Diego Kolumbus von 1510 bis 1514 erbaute Palast des damaligen Vizekönigs. Hier befand sich der Sitz der spanischen Kolonialregierung in der Neuen Welt für sechs Jahrzehnte. Nach dem Tod von María de Toledo, der Frau von Diego Colón, wurde der Palast nicht mehr bewohnt und zerfiel. Erst in den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts wurde er restauriert und beherbergt nun das Vizekönigliche Museum.

Bildung

Mit vier Universitäten und einem Technologie-Institut ist die Stadt ein bedeutendes Bildungszentrum: (alle externen Weblinks in Spanisch)

Söhne und Töchter der Stadt

Städtepartnerschaft

Bilder

Eintrag in der Welterbeliste der UNESCO: Englisch oder Französisch