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Agnieszka Holland

Agnieszka Holland (* 28. November 1948 in Warschau, Polen) ist eine polnische Filmregisseurin und Drehbuchautorin.

Holland studierte Filmregie in Prag. Ihre Karriere begann sie als Regieassistentin von Krzysztof Zanussi und Andrzej Wajda. Für Andrzej Wajda schrieb sie einige Drehbücher, unter anderem nach der gleichnamigen Novelle von Rolf Hochhuth Eine Liebe in Deutschland und arbeitete mit Jean-Claude Carrière an Wajdas Film Danton.

Ihren ersten internationalen Erfolg als Regisseurin hatte sie mit der deutschen Produktion Bittere Ernte mit Armin Mueller-Stahl in der Hauptrolle. Ihr in Deutschland wohl bekanntester Film ist Hitlerjunge Salomon, der ihr den Golden Globe als bester fremdsprachiger Film sowie eine Oscar-Nominierung für das beste Drehbuch einbrachte. Der Film löste hierzulande eine Kontroverse aus, als die Jury, die die deutsche Nominierung zum Oscar vornimmt, sich weigerte, den Film zu nominieren und vom Produzenten Artur Brauner des Antisemitismus bezichtigt wurde.

1993 gelang ihr der Sprung in die USA, als Francis Ford Coppola ihren Film Der geheime Garten produzierte. Seitdem dreht sie dort mit amerikanischen Schauspielern, aber wie bei The Healer mit europäischem Produktionskapital.

Agnieszka Holland ist die Schwester der Regisseurin Magdalena Łazarkiewicz. Ihr Vater Henryk Holland war ein sozialistischer Soziologe und Publizist.

Filme

B = Drehbuch, R = Regie, D = Darsteller

Personendaten
Holland, Agnieszka
polnische Filmregisseurin
28. November 1948
Warschau, Polen