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Auma

Dieser Artikel beschreibt die Stadt Auma in Thüringen. Weitere Bedeutungen unter Auma (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Koordinaten: 50° 42′ N, 11° 54′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Greiz
Verwaltungsge-
meinschaft:
Auma-Weidatal
Höhe: 394 m ü. NN
Fläche: 30,98 km²
Einwohner: 3173 (31. Dez. 2006)[1]
Bevölkerungsdichte: 102 Einwohner je km²
Postleitzahl: 07955
Vorwahl: 036626
Kfz-Kennzeichen: GRZ (alt: ZR)
Gemeindeschlüssel: 16 0 76 002
Stadtgliederung: 6 Stadtteile
Adresse der Stadtverwaltung: Marktberg 9
07955 Auma
Webpräsenz:
www.auma-stadt.de
Bürgermeister: Gernot Purkart (CDU)
Lage der Stadt Auma im Landkreis Greiz

Auma ist eine Stadt im thüringischen Landkreis Greiz. Sie liegt etwa 20 km südwestlich von Gera und ist Sitz und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Auma-Weidatal.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Auma liegt im Thüringer Schiefergebirge am Fluss Auma. Die höchste Erhebung in der Nähe ist der Lerchenberg mit 447,5 m.

Nachbargemeinden

Angrenzende Gemeinden sind Braunsdorf, Merkendorf, Wiebelsdorf, Zadelsdorf und die Stadt Zeulenroda-Triebes im Landkreis Greiz sowie Chursdorf, Tegau, Tömmelsdorf und die Stadt Triptis im Saale-Orla-Kreis.

Stadtgliederung

Die Stadt gliedert sich in die Stadtteile: Auma (Stadt), Gütterlitz, Krölpa, Muntscha, Untendorf, Wenigenauma und Zickra.

Geschichte

Wahrscheinlich geht Auma auf eine slawische Besiedlung um 500 zurück. Als Stadt wird die Gemeinde 1331 erstmals urkundlich erwähnt. 1641 wurde der Bauerngeneral Georg Kresse in Auma erschossen. 1790 vernichtete der größte bekannte Brand der Stadtgeschichte rund 200 Gebäude. Auf dem Durchzug nach Jena und Auerstedt im Jahr 1806 übernachtete Napoleon in der Stadt. 1894 wurde Auma an die Bahnstrecke Triptis - Ziegenrück angeschlossen.

Während des Zweiten Weltkrieges mussten seit 1941 70 Kriegsgefangene sowie Frauen und Männer aus der Sowjetunion, die in den Schützenhallen eine bewachte Unterkunft hatten, im Ort Zwangsarbeit leisten. Im Stadtpark wird mit einer Gedenkstätte an sie erinnert.[2]

Im Frühjahr 1945 wurde Auma zunächst durch US-Truppen besetzt, bevor die Stadt zur Sowjetischen Besatzungszone kam und 1952 dem Kreis Zeulenroda in der DDR zugeordnet wurde.

Eingemeindungen

Am 25. März 1994 wurden Muntscha, Zickra, Krölpa und Wenigenauma eingemeindet.

Einwohnerentwicklung

Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1994 31. Dezember):

  • 1830: 1458
  • 1994: 3684
  • 1995: 3664
  • 1996: 3634
  • 1997: 3582
  • 1998: 3541
  • 1999: 3469
  • 2000: 3426
  • 2001: 3389
  • 2002: 3343
  • 2003: 3289
  • 2004: 3257
Datenquelle ab 1994: Thüringer Landesamt für Statistik

Politik

Stadtrat

Der Aumaer Stadtrat setzt sich seit den Kommunalwahlen 2004 wie folgt zusammen.

Bürgermeister

Bürgermeister ist der CDU-Politiker Gernot Purkart.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Bemerkenswert ist vor allem der recht große Markt mit Postmeilensäule (1722), altem Rathaus (neuerbaut 1790), neuem Rathaus (1907/08), der Franz-Kolbe-Regelschule (1900) und den Bürgerhäusern. In Vorbereitung der Feiern zum 675-jährigen Bestehen Aumas im Jahr 2006 wurde der Marktplatz aufwändig umgestaltet.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Durch die verkehrsgünstige Lage an der Bundesstraße 2 und in der Nähe der Autobahnabfahrt der A 9 in Triptis ist Auma mit dem PKW sehr gut zu erreichen. Die Bahnstrecke durch Auma ist derzeit stillgelegt.

Ansässige Unternehmen

Die Wirtschaft wird durch mittelständische Industrie, Handwerk und Gewerbe geprägt.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Einzelnachweise

  1. Einwohnerzahlen
  2. Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschisten und Studienkreis deutscher Widerstand 1933–1945 (Hrsg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933–1945. In der Reihe: Heimatgeschichtliche Wegweiser. Band 8 Thüringen, Erfurt 2003, S. 109, ISBN 3-88864-343-0
 Commons: Auma – Bilder, Videos und Audiodateien