Heim

Pechstein

Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen werden unter Pechstein (Begriffsklärung) aufgeführt.

Pechstein ist ein natürliches, glasiges Gestein vulkanischen Ursprungs mit einem Wassergehalt von bis zu 8 Masseprozent. Pechstein zählt zu den Rhyolithen wie Obsidian und Perlit. Seine Bildung ist bis heute nicht verstanden.

Inhaltsverzeichnis

Eigenschaften

Die Farbe von Pechstein ist unterschiedlich, je nach Vorkommen. Sie reicht von Braun, über Rot und Grün, bis zum tiefen Schwarz. Dieses wie Pech glänzende Schwarz gab dem Gestein auch seinen Namen. Pechstein besitzt einen muscheligen Bruch und gewöhnlich kleine Einsprenglinge von Quarz, Feldspat, Augit oder auch Hornblende. Geologisch ist dieses Gestein dem Ausfluss des quarzarmen Porphyrs vorangegangen. Die Bezeichnung Pechstein wurde durch Abraham Gottlob Werner geprägt.

Vorkommen

Pechsteinvorkommen in Deutschland gibt es vor allem in den Rotliegendschichten in der Umgebung von Zwickau und der Garsebacher Schweiz, sowie im Südschwarzwald. Ein wichtiger Einzelaufschluss aus dem Oberkarbon ist zum Beispiel der „Kugelpechstein von Spechtshausen“ im Tharandter Wald. Weitere bedeutende Pechsteinvorkommen findet sich auf den schottischen Insel Arran und Eigg (An Sgurr).

Nutzung

Der Pechstein von Arran wurde seit dem Mesolithikum zu Artefakten verarbeitet[1]. Im Neolithikum wurde Pechstein oder Artefakte aus Pechstein auch nach Irland exportiert [2] [3].

Literatur

Einzelnachweise

  1. Caroline R. Wickham-Jones, Rhum : Mesolithic and later sites at Kinloch excavations 1984-1986. Edinburgh, Society of Antiquaries of Scotland 1990. Society of Antiquaries of Scotland monograph series 7 ISSN:0263-3191
  2. Jeremy Preston, Ian Meighan, Derek Simpson, Malcolm Hole, Mineral chemical provenance of Neolithic pitchstone artefacts from Ballygalley, County Antrim, Northern Ireland. Geoarchaeology 17/3, 219-236, 2002. Wiley Periodicals, Inc.
  3. http://www.britarch.ac.uk/BA/ba72/news.shtml