Leubsdorf (am Rhein)
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Leubsdorf (am Rhein)

Wappen Deutschlandkarte
Koordinaten: 50° 33′ N, 7° 17′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Neuwied
Verbandsgemeinde: Linz am Rhein
Höhe: 75 m ü. NN
Fläche: 10,22 km²
Einwohner: 1689 (31. Dez. 2006)
Bevölkerungsdichte: 165 Einwohner je km²
Postleitzahl: 53547
Vorwahl: 02644
Kfz-Kennzeichen: NR
Gemeindeschlüssel: 07 1 38 037
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Am Schoppbüchel 5
53545 Linz am Rhein
Webpräsenz:
www.leubsdorf-rhein.de
Ortsbürgermeister: Achim Pohlen (CDU)
Lage der Gemeinde Leubsdorf im Landkreis Neuwied

Leubsdorf ist eine rheinland-pfälzische Ortsgemeinde am Rhein im Landkreis Neuwied. Die Gemeinde gehört der Verbandsgemeinde Linz am Rhein an, die ihren Verwaltungssitz in der Stadt Linz am Rhein hat. Leubsdorf ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Leubsdorf liegt auf der rechten Rheinseite südlich von Linz am Rhein und der Ortsgemeinde Dattenberg. Das Gemeindegebiet erstreckt sich mit den Ortsteilen Hesseln, Krumscheid und Rothe Kreuz bis auf die ersten Höhen des Westerwaldes. Im Süden grenzt die Gemeinde an die Stadt Bad Hönningen. Das gesamte Gemeindegebiet liegt im Naturpark Rhein-Westerwald.

Geschichte

Mit dem Namen „Lupstorf“ wird der Ort erstmals in einer Urkunde im Jahr 639 erwähnt. Mit „Lupstorf“ ist das „Dorf des Lupo“ oder „des Luitprecht“ gemeint. Dieser Name weist auf die Herrschaft der Franken am Mittelrhein um das Jahr 500 hin.

In dieser Urkunde aus 639 schenkt Pippin der Ältere († 640) seiner Tochter Gertrud (626-659), der ersten Äbtissin des Klosters Nivelles, Orte mit Weinbergen, Wäldern und Fischereien. Hier wird auch „Lupstorf“ aufgeführt. Durch diese Schenkung kommt Leubsdorf in den Einflussbereich dieses Klosters.

Aus einer Schenkung der Gräfin Mechthild von Sayn geht hervor, dass sie im Jahr 1250 ihre Besitzungen, zu denen auch Leubsdorf gehörte, dem Kölner Erzbischof Konrad von Hochstaden, ein Onkel von Mechthild, zuweist. Seitdem gehörte Leubsdorf weltlich bis 1803 zu Kurköln, der Bischof von Trier blieb der geistliche Vorgesetzte.

In einem Verzeichnis der kirchlichen Besitzes des Bistums Trier wird um 1250 auch eine Kapelle in „Lupzstorf“ genannt, die Vorgängerkirche der heutigen, 1906 gebauten Pfarrkirche St. Walburgis.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde Leubsdorf vollständig verwüstet, an selber Stelle aber wieder aufgebaut.

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat besteht aus 16 Ratsmitgliedern sowie dem ehrenamtlichen und vorsitzenden Ortsbürgermeister.

Sitzverteilung im gewählten Gemeinderat:

CDU SPD Grüne FW Gesamt
2004 10 4 1 1 16 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 13. Juni 2004)

Wappen

Die Wappenbeschreibung lautet: In Silber ein durchgehendes schwarzes Balkenkreuz, in den oberen Winkeln die Buchstaben G und L.

Erläuterung: Das kurkölsche Kreuz verweist auf die ehemalige territoriale Zugehörigkeit der Gemeinde Leubsdorf. Diese selbst ist kenntlich gemacht durch ihre Anfangsbuchstaben. Das Wappen ist rechtsgültig seit 24. August 1935, Entwurf von Wilhelm Zender.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Sehenswürdigkeiten

Regelmäßige Veranstaltungen

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Im Jahr 1927 wurde Leubsdorf an das rechtsheinische Bahnnetz angeschlossen, indem hier ein Bahnhof gebaut wurde. Leubsdorf ist Haltepunkt für die Regionalbahn 27 (MönchengladbachKölnKoblenz).

Die B 42 verläuft unterhalb von Leubsdorf und verbindet mit den Städten in Richtung Bonn (Linz am Rhein, Bad Honnef, Königswinter) und in Richtung Koblenz (Bad Hönningen, Neuwied).

Wanderwege

Der Rheinsteig, der rechtsrheinische Fernwanderweg von Bonn nach Wiesbaden, führt durch Leubsdorf. Hier endet die von Unkel kommende Etappe (16,7 km, 500 Höhenmeter) und beginnt die Etappe nach Rheinbrohl (14,6 km, 463 Höhenmeter).

Bildung

Die erste Schule in Leubsdorf wird 1729 erwähnt. Heute bietet Leubsdorf neben der Grundschule auch einen Kindergarten und eine öffentliche Bücherei. Weiterführende Schulen sind in den nahegelegenen Mittelzentren gut zu erreichen.

Sonstiges

Ähnlich wie in vielen Dörfern und Städten in der Umgebung erhielten die Einwohner von Leubsdorf einen Spitznamen, der gerne zur Diffamierung benutzt wurde. So tragen jene bis heute den Namen „Knuddele“ (Spitznamen in den Nachbarorten: „Strünzer“ Linz am Rhein, „Rööpe“ Dattenberg, „Bunne“ Bad Hönningen)