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Legat (Botschafter)

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Der (Apostolische) Legat vertritt als Botschafter des Heiligen Stuhls die Autorität des Papstes und handelt in seinem Namen. Er wahrte im Mittelalter an Königshöfen die Interessen des Papstes und sprach auch Exkommunizierungen aus. Legaten konnten auch kirchenorganisatorische Entscheidungen treffen, zum Beispiel Bistümer und Erzbistümer einrichten.

Die Erzbischöfe von Salzburg, Posen (früher Gnesen), Köln und Prag führen den Ehrentitel des geborenen Legaten (lat. legatus natus) und sind deswegen berechtigt, den Kardinalspurpur (allerdings nur innerhalb ihrer eigenen Erzdiözese/Diözese) zu tragen (Ausnahme: Der Erzbischof von Salzburg darf den Legatenpurpur überall tragen), falls sie nicht ohnehin Kardinäle sind.

In Teilen des frühneuzeitlichen Kirchenstaats wurden Legaten auch als Statthalter der päpstlichen Zentralgewalt eingesetzt, sofern diese Landesteile nicht zu Lehen gegeben worden waren. Bekanntestes Beispiel sind hierfür die ehemals päpstlichen sog. Legationen Bologna, Ferrara und Ravenna, welche bereits seit der Pippinischen Schenkung im legitimen Besitz Roms waren.

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